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Ich reviewe ein Black Metal-Album, kaum zu glauben... ABSU knallen hier mit "Tara" den nordischen "Urvätern" einen Bissen hin, der diesen wohl quer in der heiseren Kehle steckenbleiben wird und die Existenzberechtigung so mancher von dort stammenden Pandabären-Combo schwer in Frage stellt. Die Amis driften kein einziges Mal in unkontrolliertes Blastbeat-Chaos ab und am Wettbewerb, wer am extremsten kreischen kann, nehmen sie mit einem Grinsen im Gesicht erst gar nicht teil. Hier regieren pfeilschnelle, sauber gespielte Gitarren, schön aggressive, aber nie nervende Vocals und dieses Drumming... Der Wahnsinnige am Schlagzeug hört auf den Namen Sir Prospector Mc Govern (ist im Studio übrigens auch für die Vocals verantwortlich), ist einfach unglaublich und macht sogar einem Tauben deutlich, wie überbewertet Hellhammer, Frost & Konsorten doch sind. Viel schneller kann man Doublebass einfach nicht mehr spielen und was dem Herren in songwriterischer Hinsicht für "Tara" eingefallen ist, findet man sonst nicht auf 10 anderen BM-Alben zusammen. Ich wage fast zu behaupten, ABSU sind das blackmetallische Gegenstück von DEATH. Klar ist die Musik anders ausgerichtet, aber von den technischen Fertigkeiten und dem Anspruch her bewegt man sich auf einem ähnlichen Level. Und mit dem abschließenden "Stone of destiny (...for magh slecht and ard righ)" gibts quasi als Draufgabe einen der ungewöhnlichsten Schwarzmetall-Songs aller Zeiten - in dem hauptsächlich hymnisch getragenen Achtminüter ergänzen ABSU ihren innovativen Black Metal mit einem gar nicht so geringen Einfluß aus dem Power Metal-Bereich; im ersten Teil des Songs sind es einige hohe Schreie, im zweiten kommt es dann aber zu einem richtigen Duett mit McGovern. Gefällt mir sehr gut und ich fände es interessant, wenn ABSU diese Richtung auf ihrem nächsten Album etwas weiter ausbauen würden.
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Ich wünsche mir mehr solche Black Metal-Alben! - J. S.
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