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ADAGIO machen mit "Sanctus ignis" genau den Fehler, den ich bei ANGRA oder ROYAL HUNT früher immer bemängelt habe. Die Band, in der Musiker aus mehreren europäischen Ländern spielen, experimentiert zu stark mit progressiven und klassischen Elementen, was sehr zu Lasten der metallischen Basis der Songs geht. Da hilft es auch nicht, daß PINK CREAM 69-Meistersänger David Readman seine Stimmbänder gekonnt vibrieren läßt. Songs wie "The inner road", "Seven lands of sin" oder "Panem et circenses" sind trotz gelegentlicher speediger Auflockerungen einfach zu sehr überfrachtet, um ihre potenzielle Wirkung voll entfalten zu können. Und was ADAGIO aus dem LED ZEPPELIN-Klassiker "Immigrant song" gemacht haben, ist nichts weniger als Grabschändung! Schon beim Lesen der Songdauer (fast fünf Minuten) wurde ich stutzig. Schließlich dauert das Original aus den Hause Page/Plant doch nicht einmal halb so lange. Des Rätsels Lösung erfolgt beim Anhören: Lediglich das Grundriff wurde beibehalten, dafür wurden die Vocals eliminiert und der Gitarrist darf alles in Grund und Boden zerfiedeln. Wenn ich mir vor Augen halte, was für eine tolle Scheibe die aus der Versenkung aufgetauchten Franzosen NIGHTMARE abgeliefert haben, so ist "Sanctus ignis" nichts anderes als eine schwere Enttäuschung!
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Weder von "heilig" noch von "Feuer" eine Spur - P. Z.
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