AGORAPHOBIC NOSEBLEED - "Frozen corpse stuffed with dope"
Relapse/NSM
Auf was für einem Label außer Relapse, bei dem schon ein flächendeckender Vertrieb gegeben ist, könnte wohl eine Band wie AGORAPHOBIC NOSEBLEED eine CD veröffentlichen? Eben, keinem. Damit dürfte wohl auch schon jedem klar sein, daß es sich in diesem Fall wieder nur um ziemlich stressigen Grindcore amerikanischer Prägung handeln kann. Mit ihrem Drittwerk, das auf den Titel "Frozen corpse stuffed with dope" und wohl mit dem fast permanenten Bewußtseinszustand der Band zu tun haben dürfte, präsentieren sie im Grunde genommen genau dasselbe, was schon auf dem Debütalbum "Honky reduction" zu hören war, nämlich ziemlich zerfahrenen Grindcore, der aufgrund des teilweise bis zum Anschlag hochgedrehten Drumcomputers immer wieder in PROSTETIC CUNT-Gefilde abdriftet, mit eher hysterischem Shouting und vereinzelten Grunts. 38 Tracks in nicht einmal 34 Minuten sprechen da wohl eine deutliche Sprache. Die einzige Ausnahme bildet in diesem Zusammenhang der ziemlich abgespacte und mit insgesamt über fünf Minuten auch mit Abstand längste Track in der Karriere von AGORAPHOBIC NOSEBLEED, der sinnigerweise mit "Fuckmaker" tituliert wurde und nach etwa zweieinhalb Minute in eine unmotivierte Soundcollage übergeht, um dann die letzten zehn Sekunden noch einmal richtig loszulärmen.
Mir ist "Frozen corpse stuffed with dope", um es auf den Punkt zu bringen, obwohl derartiger Lärm doch ab und zu seinen Reiz hat, derzeit ganz einfach zu anstrengend, wobei ich nur noch betonen möchte, daß hier durchaus kompetente Musiker am Werk sind. - E. M. P.