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Nach dem zwar nicht schlechten, aber doch eher unspektakulären Debütalbum "Summoned by astral fires" erscheint jetzt mit knapp zwei Jahren Verspätung das Zweitwerk der oberösterreichischen Symphonic Black Metaller. Aufgenommen wurde das Werk schon im Mai 2001, doch Probleme mit dem alten, beziehungsweise auch mit dem aktuellen Label zögerten den Release die eben erwähnten knappen zwei Jahre heraus. Nun, "Gift of tongues" ist meiner Ansicht nach ein Riesenschritt nach vorne, denn im Vergleich zum teilweise noch etwas unausgegoren wirkendem Erstwerk, bei dem es doch einige Längen gab, ist der aktuelle Output als von vorne bis hinten gelungen zu bezeichnen, den sämtliche Songs sind ausgezeichnet arrangiert, die Melodielinien bleiben eigentlich schon beim ersten Hördurchgang hängen und überhaupt glänzt das Material mit einigen recht überraschenden Zwischenspielereien. Songs wie "Fear F/X - The pleasure mechanism", "The obscure dance of distress", "Exit wound 187" oder auch der Titeltrack unterstreichen diese Tatsachen eindrucksvoll. Gewisse Parallelen sind, wenn auch nicht allzu häufig zu neueren DIMMU BORGIR zu zählen, wobei sich dies lediglich auf ein paar wenige Riffs bezieht, denn insgesamt gesehen kommt das Material relativ eigenständig daher. Auch der Sound stimmt auf "Gift of tongues", hier konnte man sich ebenfalls deutlich verbessern, da es bei der Produktion zum aktuellen Werk gelang, einerseits druckvoll, aber im gleichen Moment transparent und auch dynamisch zu klingen; es wurden ebenfalls die Keyboards deutlich besser im Gesamtsound integriert. Und zuguterletzt gibts auch beim Artwork von Niklas Sundin im Grunde genommen nichts auszusetzen. Hier paßt nahezu alles.
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AMORTIS liefern hier mit "Gift of tongues" in auch auf internationaler Ebene gesehen weit überdurchschnittliches Symphonic Black Metal-Album ab, das mir bei weitem besser als die Releases von COF gefällt. - E. M. P.
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