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Totgesagte leben länger! ANGRA bestätigen diese Redensart mit ihrem neuen Album, treffend "Rebirth" betitelt, aufs Eindrucksvollste. Denn wer bitteschön hätte auf die Brasilianer nach dem eher durchschnittlichen letzten Album "Fireworks" und dem darauffolgenden Bandsplit, bei dem nur mehr das Gitarristenduo Rafael Bittencourt/Kiko Loureiro übrigblieb, noch einen Cent gesetzt? So einen Klassesänger wie André Matos muß man erstmal ersetzen - was ANGRA in Form von Edu Falaschi vorzüglich gelungen ist, denn dieser ist um keinen Deut schlechter als sein Vorgänger! Gravierende Unterschiede zwischen den beiden gibts eigentlich nicht, Falaschis Organ ist eine Spur aggressiver und rauher (was den lästigen "Eierkneif"-Vorwürfen eigentlich den Wind aus den Segeln nehmen sollte). Mit "Rebirth" machen ANGRA den Ausrutscher namens "Fireworks" ziemlich vergessen und knüpfen da an, wo sie mit der Göttergabe "Holy land" aufgehört haben - man könnte auch sagen, "Rebirth" ist das Album, was die Brasilianer statt "Fireworks" hätten veröffentlichen sollen. Auf der neuen Scheibe haben nämlich auch wieder die geilen ethnischen Elemente ihren Platz im ANGRA-Sound zurückerhalten, jedoch wurde nicht der Fehler "Holy land, pt. II" begangen, denn "Rebirth" ist gleichzeitig das härteste ANGRA-Album bis dato geworden und kracht richtig zünftig! Dies kommt auch der Gitarrenarbeit zugute, denn diesmal überzeugen Bittencourt/Loureiro nicht nur durch Filigranität, sondern auch erstmals durch Aggressivität; ein Attribut, welches ich früher immer ein wenig vermißt habe. Von den Songs sticht eigentlich keiner so richtig heraus, die ganze Scheibe weist ein gleichbleibend hohes Niveau auf, deswegen erspare ich mir hier Anspieltips - nicht aber einen Kauftip: Jeder anspruchsvolle Power Metaller sollte hier zuschlagen!
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Phönix aus der Asche - J. S.
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