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Gleich mal vorweg an das neue ANNIHILATOR-Label AFM: Richtig, wir bösen Journalisten (überhaupt die von Webzines) tun uns jetzt schwerer, MP3s der vorliegenden Live-Scheibe von Jeff Waters & Co. zu rippen und im Netz zu verbreiten (unsere Lieblingsbeschäftigung ist nämlich, Labels finanziell zu schädigen); aber irgendwie ist es auch sehr sehr mühsam, mit der Forward-Taste des CD-Players zu einem der hinteren Tracks der fast 60-minütigen Promo "spulen" zu müssen, wenn man ihn separat hören will. Zum besseren Verständnis für den geneigten Leser: AFM sind auf die glorreiche Idee gekommen, 12 Songs ohne Pausen in Form eines langen Tracks auf CD zu brennen... Andererseits bekomme ich somit wenigstens in den Genuß von ungesnippten 60% des Doppel-Live-Albums, woraufhin ich mich entschlossen haben, das Ding zu reviewen, obwohl nicht alle Songs zur Rezension vorliegen - denn ich denke, daß die vorliegenden ein recht gutes Urteil erlauben. Zudem ein richtiger ANNIHILATOR-Fan auf die fehlenden Songs recht gut verzichten kann, da es sich dabei um "Murder" (von "Remains"), "The box" , "Bliss" (beide "King of the kill"), "Syn.kill 1" ("Refresh the demon") und "Lunatic asylum" ("Waking the fury") handelt, die meiner Meinung nach in der Setlist sowieso nichts verloren haben, da es von der kanadischen Institution ganz andere Göttersongs gibt, z.b. "W.T.Y.D." und "Wicked mystik" vom Debut, "Stonewall" oder "Sixes and sevens" ("Never, neverland") undundund. Ganz zu schweigen davon, daß die "Criteria for a black widow"-Scheibe gänzlich vernachlässigt wurde. So, jetzt aber genug genörgelt - eigentlich schon viel zu viel an Hand der tatsächlichen Qualität von "Double live annihilation"! Denn damit haben sich ANNIHILATOR endlich ein zünftiges, schon längst überfälliges Live-Denkmal gesetzt. Der Sound ist rauh und gleichzeitig relativ transparent (soweit man das von einer Live-Scheibe erwarten kann), die Akteure (allen voran Sänger Joe Comeau) scheinen gut bei Laune gewesen zu sein, das Publikum geht ganz gut mit und die Setlist (bis auf die obengenannten Ausnahmen) geht auch mehr als in Ordnung - Klassiker wie "Set the world on fire", "Refresh the demon", "King of the kill", "Never, neverland", "Phantasmagoria" und "Crystal Ann/Alison hell" zählen für ANNIHILATOR-Freaks zum Stoff ihrer feuchtesten Träume und sollten auch für Otto Normalmetaller zur Essenz ihrer Lieblingsmusik zählen. Ergänzt wird das ganze durch neueres, auch hochklassiges Material, wie etwa "Denied", "Shallow grave" ("Carnival diablos") und "Ultra-motion", "Striker" ("Waking...").
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An die beiden MANOWAR-Live-Monumente kommt "Double live annihilation" natürlich nicht heran, aber aber einen Platz im Live-Olymp haben sich ANNIHILATOR mit diesem Doppel-Album allemal erkämpft. - J. S.
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