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Im Laufe meines Metallerdaseins hatte ich bisher für ANVIL sehr selten
ein Ohr übrig. Gelegentliche Hörproben bei Freunden führten
jedoch dazu, daß ich den Sound der Kanadier als Speed Metal gespeichert
hatte. Umso überraschter war ich, als mir "Still going
strong" ins Haus flatterte. ANVIL präsentieren sich nämlich
auf ihrem aktuellen Album über weite Strecken midtempolastig,
stellenweise sogar hardrockig. Bei "In hell" bedient man sich zum
Beispiel ohne einen Genierer beim URIAH HEEP-Klassiker "Gypsy".
Handelt es sich dabei nun um eine Alterserscheinung (schließlich ist
die Band schon seit über 20 Jahren im Geschäft) oder einfach nur
um eine Siebziger-Nostalgie-Phase? Ich weiß es nicht! Sicher
weiß ich hingegen, daß auch "Still going strong" keinen
überzeugten ANVIL-Fanatiker aus mir machen wird. Aber das haben nicht
einmal die als Bandklassiker geltenden Alben "Metal on metal" und
"Forged in fire" geschafft. Doch auch für eingefleischte Fans
dürften diesmal die Schläge auf den kanadischen Amboß zu
vorsichtig ausgefallen sein.
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"Still going strong"? "Recently going slowly"
wäre richtiger - P. Z.
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