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Ein wunderbares Prog-Juwel ist mir da ganz überraschend von den mir gänzlich unbekannten ARK ins Haus geflattert. Aber bei näherer Betrachtung stecken hier mehr oder weniger alte Bekannte dahinter, und zwar Tore Ostby (g., ex-CONCEPTION), John Macaluso (d., ex- TNT und -RIOT) sowie einer meiner Lieblingssänger, Jorn Lande, ex-VAGABOND und MUNDANUS IMPERIUM (auch ex oder doch nicht?!? Gibts diese großartige Band überhaupt noch oder doch nicht?!). Musiker der Extraklasse also, die sich hier einen abfrickeln, als wäre "Burn the sun" die letzte Prog-Scheibe, die auf diesem Planeten erscheinen dürfte und gleichzeitig aber auch drei sehr wichtige Dinge, die diese ganzen Kuschelprogger mehr oder weniger außer acht lassen, nicht vergessen: Erstens die SONGS. Denn bei aller Komplexität kann man Stücken wie unter anderem dem großartigen Opener "Heal the waters" keinesfalls Ohrwurmqualitäten absprechen. Zweitens HÄRTE. Tore Ostby scheut sich nicht, neben gefühlvollen Akustikparts, Jazzereien und beschwingten Latino(!)-Ausflügen auch desöfteren herzhaft die Axt auszupacken und beinharte, knochentrockene Riffs aus dem Handgelenk zu schütteln. Drittens EMOTIONEN. Stimmbandvirtouse Jorn Lande singt sich hier wahrlich die Seele aus dem Leibe und verpaßt der Scheibe damit Leben, Gefühl, Charakter. Jeder, der für innovativen, eigenständigen und virtuosen Prog, der irgendwo zwischen WATCHTOWER und SPIRAL ARCHITECT auf der einen und Combos wie z.B. ELEGY oder diversen Brit-Proggern auf der anderen Seite liegt, was übrig hat, sollte hier schleunigst zuschlagen!
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Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: (Wirklicher) Prog ist nicht tot! - J. S.
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