BLACK LABEL SOCIETY - "1919*Eternal"
Spitfire/edel
Bei seinem 3. Studioalbum verfolgt BLACK LABEL SOCIETY-Chef Zakk Wylde den Stil seines Projekts eisern und konsequent weiter und wieder kann ich mich mit seinem Gesang bei den "härteren" Nummern nicht anfreunden. Zusätzlich ist die Produktion diesmal viel zu trocken ausgefallen. Der Mix versprüht einfach keine Power und keine Vitalität. Zakks Gitarrensound (wohlgemerkt nicht(!) seine Gitarrenarbeit) wirkt diesmal auch wieder etwas dünn, wenn nicht sogar steril. Seine Gibson klingt irgendwie "gebändigt" in ihrem Klangverhalten. Vor allem bei den härteren Nummern fehlt deshalb der Druck. Die "langsameren" Nummern "Bridge to cross", "Lost heaven" und die mit "Pfadfindergitarren" intonierte Ami-Hymne "America the beautiful", hingegen, kommen um einiges besser. Das ist dasjenige, was Zakk wahrlich beherrscht und jenes war es auch, was sein erstes Projekt PRIDE & GLORY (zumindest teilweise) und auch sein allererstes Solo-Album "Book of shadows" zu melancholischen Meisterwerken machte. Hier paßt auch seine Stimme wirklich perfekt dazu. Bei der BLACK LABEL SOCIETY, welche größtenteils die "härtere" Schiene fährt, will aber bei mir der Funke einfach nicht richtig überspringen.
Balladen sind okay, aber den Rest bitte nur für und mit Ozzy. - R. S.