STRATOVARIUS - "Intermission"
Nuclear Blast/NSM
Bevor STRATOVARIUS nach dem diesjährigen Wacken-Open-Air eine wohlverdiente zweijährige Pause einlegen, wollen sie nach eigener Aussage ihren europäischen Fans mit "Intermission" noch ein Abschiedsgeschenk machen. Auf dieser Scheibe befinden sich nämlich sieben Bonustracks, die bislang auf irgendwelchen Sonderpressungen (zumeist in Japan) erschienen sind und in der Regel bislang nur für teures Geld zugänglich waren. Zudem werden auf "Intermission" drei Coverversionen dargeboten ("Bloodstone" von JUDAS PRIEST und mit "Kill the king" sowie "I surrender" gleich zwei RAINBOW-Nummern), von denen allerdings die ersten beiden bereits auf Tribute-Alben vertreten waren. Und schließlich gibt es neben den Lückenfüllern "Reqiuem" (altes STRATOVARIUS-Intro) und "Hunting high and low" (unspektakuläre Live-Version des "Infinite"-Openers) noch drei brandneue Songs zu hören: Eröffnet wird "Intermission" von zwei gutklassigen Halbballaden namens "Will my soul ever rest in peace?" und "Falling into fantasy", von denen insbesondere die erste einen starken RAINBOW-Touch aufweist. Das speedige "The curtains are falling" schlägt dagegen in die typische STRATOVARIUS-Kerbe, auch wenn etwas mehr als gewohnt mit Tempowechseln experimentiert wird. So weit, so gut! Bei den gesammelten Bonustracks, die ja den Hauptbestandteil von "Intermission" bilden, offenbaren sich dann aber doch einige Mängel. Unter den sieben Nummern befinden sich nämlich gleich vier Balladen, und von dieser Art STRATOVARIUS-Song habe ich eigentlich seit dem oberkitschigen "4000 rainy nights" mehr als genug! Doch auch die an sich nicht üblen Midtempo-Songs "Why are we here", "It's a mystery" und "Cold winter nights" bieten nichts, was nicht in gleichwertiger Form schon einmal dagewesen wäre. So gesehen ist es also wirklich höchste Zeit für die angekündigte kreative Pause von Timo Tolkki und seinen Mitstreitern!
Nur für Alles-Sammler und Die-Hard-Fans - P. Z.