CUATRO X - "The last days"
Demo
Es gibt drei wesentliche Dinge, die den eventuell aufkommenden Hörgenuß dieser CD von Anfang an trüben: Erstens der Name der Band (was hat der bitte mit der Frage nach der Qualität der Musik zu tun? - J. S), den wohl nicht mal eine spanische Gruppe erfinden würde, zweitens das nervtötende Geschrei des Sängers, wogegen selbst Old School-Black Metal hörbar erscheint und drittens der penetrante Snare-Sound, welcher besonders bei schnelleren Passagen mächtig auf die Eier geht. Demnach nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für diese deutsche Band, um bei mir auf Wohlwollen zu stoßen, noch dazu, da ich ja nicht gerade eingefleischter Old School-Thrash Metaller bin. Da ich jedoch grundsätzlich jeder aufstrebenden jungen Band die Chance geben möchte, ernstgenommen zu werden und nicht willkürlich ungerechtfertigte Verrisse austeile, hab ich mir auch "The last days" ein paar mal durchgehört und versucht, die CD möglichst objektiv zu beurteilen. Das hat jedoch leider nichts daran ändern können, daß positive Momente spärlicher gesät sind als alles andere. 34 Minuten inklusive Intro versuchen sich die 5 Deutschen an Thrash Metal und halten sich im wahrsten Sinne des Wortes an ihren Stil, denn recht viel mehr als Müll lässt sich auf "The last days" nicht erkennen. So belanglos wie die Scheibe beginnt, endet sie auch, hinterläßt keinerlei Wirkung und schwankt von durchschnittlich bis uninteressant in ihren Songs. Bereits nach dem Intro beginnen CUATRO X eher schlecht als recht mit "One second to erase", welches den Stil der Band gleich richtig widerspiegelt: Zähe Riffs, monotones Drumming und der bereits erwähnte grausame "Gesang". Überhaupt scheint es sich die Band zur Aufgabe gemacht haben, jeden dritten Song noch eine Spur langweiliger zu gestalten, denn mit "Frozen speech", "The balance" und "Lost" finden sich gleich drei Top-Durchhänger auf der 9-Track-CD. Stilistisch fehlen mir leider die Referenzen, grundsätzlich versuchen sich CUATRO X aber am ehesten, zumindest rhythmisch, an alten METALLICA, ohne aber jemals nur annähernd in selbige Sphären vorzustoßen. Um aber auch ein paar Lichtblicke zu erwähnen, seien hier "Not the same", welches ein wirklich gutes Riff aufweist, sowie "Silent scream", welches sogar eine richtige Hookline bietet, genannt. Ansonsten darf man sich auch über den Sound der CD nicht beklagen. Leider tröstet das wenig über das schwache Material und das lieblose Cover hinweg, wodurch ich auch keine Empfehlung aussprechen kann, die Scheibe mal anzutesten. Sorry Jungs, aber hier gibts noch einiges zu verbessern, wenngleich ich euch nicht vorwerfen möchte, dass ihr eure Instrumente nicht beherrscht.

Infos gibts unter www.cuatrox.de bzw. per e-mail unter info@cuatrox.de.

Vielleicht beim nächsten mal... - C. M.