DECOMPOSED CRANIUM - "Diagnosis-sick"
Demo
Die jungen Kärntner um Graveyard Zine-Boss Polsi dürften ein ganz schön arbeitswutiger Haufen sein. Der letzte Release, eigentlich auch der erste ernstzunehmende von DECOMPOSED CRANIUM, sprich "Fucked up but alive", ist gerade mal etwas länger als ein halbes Jahr her, und schon wird mit "Diagnosis-sick" das nächste Old School-Death Metal-Brett, das auch immer wieder leicht mit Grind- und Crustcore liebäugelt, dem geneigten Hörer präsentiert. Im Vergleich zu "Fucked up..." fällt zum einen der verbesserte Sound und zum anderen das variabler gestaltete Material auf, das ebenfalls wie beim Vorgängerwerk Parallelen zu PUNGENT STENCH, DISASTROUS MURMUR und in diesem Fall auch in etwas höherem Maße zu MALEVOLENT CREATION zu "Eternal"-Zeiten zuläßt. Andererseits gibt diesmal auch einige Passagen, die von beispielsweise EXTREME NOISE TERROR in ihrer "Retro-bution"-Phase oder auch DRILLER KILLER stammen könnten. Auf jeden Fall präsentieren sich DECOMPOSED CRANIUM auf "Diagnosis-sick" trotz ihres sehr jungen Alters (Sänger Polsi ist siebzehn, Gitarrist Andi überhaupt erst fünfzehn) schon reichlich routiniert und legen ein mitreißendes Old School-Werk vor.
E. M. P.