DIVINE LUST - "Same"
Demo
Das Debut-Album der Portugiesen erweist sich als gelungenes Stück. Die Tracks erinnern an MY DYING BRIDE und irgendwie TYPE O NEGATIVE, ab und an ein bißchen rockiger. Beim Intro des ersten Songs läuten Kirchenglocken, man vernimmt leise Keyboards und Geigen, welche sodann von fetten Gitarrenriffs und Drums abgelöst werden. Trotz der Riffs und Drums ist es eher eine ruhige Nummer, die immer wieder mit melodischen Keys untermalt wird. "Alone in the dark", die zweite Nummer des Albums, beinhaltet nette Stöhnereien einer Dame (*g*), umrahmt von der tiefen Stimme des Sängers und dem stetig dahinrollenden Bass. Spätestens bei der dritten Nummer (ist übrigens mein Favorite) merkt man, daß der Sänger Filipe Goncalves mit seiner Stimme wesentlich mehr anstellen kann, als nur tief - wie ein Pete Steele Junior - daherzubrummen. Wahnsinnig schöne Keyboards, sehr melodisch und einfühlsam präsentiert sich "Morrigan". Die 5. Nummer mit dem Titel "V" versteht unsereins wieder mal nicht, außer man kann Portugiesisch. Was uns Filipe hiermit sagen wollte, wird somit wohl ein ewiges Geheimnis bleiben (*g*). "Goddess night", Track 6 des Albums, ist eine feine Midtempo-Nummer, man spielt sich wiederum mit Keys und Elektroparts, baut gekonnt Gitarrensolos ein. Der letzte Song dieser Scheibe namens "Divine Lust (a story of a bloody passionate desire)" fängt richtig fetzig und fett an, fällt aber nach diesem wirklich interessanten Intro leider wieder in die ruhige Tonart zurück, die sich durch das ganze Album zieht. Zwar befindet sich in diesem Song ein schnellerer Mittelteil; gesamt gesehen ist der Song aber gleich wie all die anderen auch.
Wer ein Gasgeber-Album erwartet, liegt hier falsch. Ruhig, melodisch, gothische Klänge. Leichte Kost für Zwischendurch. Nettes Album, jedoch für meinen Geschmack ein bißchen zuwenig Höhen und Tiefen, zuwenig Abwechslung. Wenn die Jungs ab und an mehr Gas geben würden, wäre dieses Album richtig geil. Unterm Strich aber trotz allem ein gelungenes Debut-Album! - T. K.