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Als Heavy Metal-meidender Schreiber war ich nicht gerade angetan, als mir diese Scheibe von EXOTHERM ins Haus flatterte. Wie um alles in der Welt läßt sich ein möglichst objektives Review verfassen, wenn man von dieser musikalischen Richtung nicht wirklich was hält? Doch EXOTHERM überraschen mich in positivster Weise! Hat man den Kulturschock des gräßlichen Cover-Artworks verdaut (mit einer solchen Aufmachung kommt Ihr nicht weit!), entfalten die Deutschen einen Sound, dem sogar ich was abgewinnen kann. Sowohl soundtechnisch als auch handwerklich gibts nix zu bemängeln, und auch das Songwriting ist wirklich überzeugend ausgefallen. "Believe in god" stellt einen geeigneten speedigen Opener mit coolem Intro dar, während das nachfolgende "Father" eher in die SENTENCED-Depro-Richtung tendiert und ebenso mitreißt, selbst wenn man den Track durchaus etwas hätte kürzen können. Was jedoch an der Homogenität des Materials deutliche Abstriche macht, ist die Tatsache, daß sich Sänger Georg Laudenberg anscheinend nicht ganz sicher ist, in welche Richtung er mit seiner Stimme hinarbeiten soll. Denn nachdem die ersten drei Songs eher in tieferen Gefilden angesiedelt sind, beginnt er auf "Icarus" plötzlich die Höhen aufzusuchen (passend zum Titel?), was er zwar ebenso beherrscht, mich als Hörer aber etwas verwirrt. Hier bleibt nur zu raten, die beiden Stilistiken unter einen Hut zu bringen, sonst läuft die Band Gefahr, den roten Faden zu verlieren. Alles in allem eine starke Eigenproduktion, die Fans von STRATOVARIUS bis SENTENCED durchaus mal anchecken sollten! Mehr Infos findet Ihr unter www.exotherm.org!
PS: Was bei "What to think" mit dem Gesang passiert ist, wird wohl nur die Band wissen?!? Very strange!
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C. M.
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