LOST DREAMS - "Where gods creation ends"
Demo
Uff, das war aber eine schwere Geburt! Nach ca. 400 Jahren für Aufnahmen (man vergesse nicht die hundertjährige Pause während der Inquisition *ggg*) erreicht uns endlich die neue Demo der Wipptaler LOST DREAMS. Acht neue Songs haben die Burschen diesmal auf die CD gepackt. Seit sie 1999 die erste Demo "Reflections of darkness" veröffentlicht haben, hat sich schon einiges geändert: Als erstes fällt sicherlich die Stimme Maggos auf, der sich vom Black Metal-mäßigen Gekreische verabschiedet hat und nun als reine Death Metal-Dampfmaschine die Songs gewaltig in Szene setzt. Die Melodien und die Songs selbst sind komplexer geworden. Befand man sich mit der "Reflections"-CD noch in den "Kinderschuhen" progressiver und abwechslungsreicher Songs, so haben die verlorenen Träume diese nun abgelegt und zeigen, wie man abwechslungsreichen, stilvollen Death Metal spielen kann. Grad dies ist das zweischneidige Schwert, mit dem die Tiroler spielen: LOST DREAMS haben viele gute Ideen, geile Melodien sowie starke Riffs auf die Platte gepackt und diese mit abgrundtiefen Death Metal-Grunts gepaart. Dadurch geraten sie bei Fans reiner Gemetzel- und Knüppelmassakern schneller ins Abseits als Al Bundy liefern kann *ggg*. Bei allen anderen Metalfans hingegen dürften sie umso schneller punkten, weil ihre Songs spannend und alles andere als voraussehbar sind. Dazu gesellt sich der brutale Gesang, sodaß die LOST DREAMS vor allem unter jenen Metallern Freunde finden werden, denen IN FLAMES zu modern und die Bodomkinder zu "easy" geworden sind. Allen anderen Metalfans, egal aus welchem Eck sie kommen, empfehle ich, einmal reinzuhören. Den Gassenhauer "Where gods creation ends" kann man, in schlechterer Qualität, von der LOST DREAMS Seite runterladen. Mir hats getaugt!

Kontakt: www.lost-dreams.com

S. R.