LST - "Doomed to suffer (privileged to feel)"
Demo
Die Kärntner (ein "Hallo" an dieser Stelle aus Klagenfurt nach Wolfsberg) Band LST, präsentiert mit "Doomed to suffer (privileged to feel)" ihr mittlerweile zweites Full Lenght-Album. Vom Album-Cover aus (dies ziert ein weißer Schwan auf weißem Hintergrund), könnte man meinen, die Herren spielen Gothic, jedoch ist man damit völlig am falschen Dampfer. Ziemlich guter Doom Metal, gemischt mit Black-, Death- und Thrash-Elementen, fegt aus meinen Boxen. Zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, gestaltet sich das Album aber nach längerem Anhören als wirklich gut gelungen. Sehr abwechsungsreich wird von melancholischen Parts auf hammerharte Gitarrenriffs umgeschwenkt. Die Vocals werden mittels Gekreische a´la Dani Filth sowie gegröhlten Passagen wiedergegeben. Langsamer Doom schlängelt sich quer durch das ganze Album, wird aber immer wieder von wundervollen Midtempo-Teilen und melodischen Parts unterbochen, nein, besser gesagt, unterstrichen. Hervorstechend sind vor allem die absolut perfekt eingespielten Gitarren, die für mich besonders bei den Nummern "After realization comes despair" und "To all the seven seas" zur Geltung kommen. Mit dem Track Sieben auf dem Silberling kommt meine Lieblingsnummer "High-proof hell" aus den Lautsprechern. Wahnsinnig melancholisch, painful, erdrückend und schwermütig kommt dieser Song daher. Beim letzten Knaller "To believe" gehts nochmal richtig rund. Shouter Daniel holt den letzten Rest aus seinen Lungen raus und die Gitarren, der Bass und die Drums werden bis zum Äußersten ausgereizt.
Doom Metal, wie er sein soll. Schön schleppend, melancholisch und trotzdem stetig vorantreibend. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Lyrics legen, denn die sind wirklich die Aufmerksamkeit wert. Ein tolles Album, das von mal zu mal Anhören besser daherkommt. - T. K.