STERNENSTAUB - "Astronomica"
Demo
Österreich hat ja einiges an ausgefallenen Bands zu bieten: Da wären die mittlerweile doch schon sehr bekannten DORNENREICH, KOROVA(KILL), die unterschätzten ANGIZIA, HROSSHARSGRANI, SUMMONING, GOLDEN DAWN - und mit STERNENSTAUB erleuchtet ein weiterer Stern auf diesem Himmel. Die von Bernd Grünwald gegründete Band orientierte sich anfangs eher an die Dark Wave-Ecke, doch dann wurde mit Stefan Traunmüller (GOLDEN DAWN) Verstärkung geholt - und dieser ließ die Songs in einem neuen, metallischeren Licht erstrahlen. So sind natürlich die GOLEN DAWN-Einflüsse unverkennbar, man verbindet Keyboards geschickt mit Gitarren, um so ein bizarres, verworrenes Soundgefüge zu schaffen, welches Vergleiche zu den Avantgarde-Göttern ARCTURUS natürlich nicht vermeiden läßt. Allerdings geht es hier doch eher ruhig zur Sache, so wird vermehrt auf Melodien und Harmonien als auf Geschwindigkeit und Aggression gesetzt - Doublebass-Parts gibt es somit nur vereinzelt. Auch der Gesang wechselt von cleanem, chorartigem Männergesang zu Black Metal-orientierten Vocals und weiß so die Akzente zu unterstreichen. Es ist wahrlich ein Genuß zuzuhören, wie vielfältig und atmosphärisch ein Keyboard eingesetzt werden kann, ohne dabei irgendwie kitschig zu klingen; wie es gleichzeitig den tragenden, als auch den begleitenden Part übernehmen kann und sich wunderbar ins Klangbild einfügt. Leider handelt es sich bei "Astronomica" jedoch lediglich um einen kurzen Auszug von vier Songs, welche es übrigens auch auf der Homepage www.sternenstaub.org zum downloaden gibt - das Erscheinungsdatum des ersten vollen Albums, welches mit "Destination: Infinity" betitelt sein wird, steht allerdings noch in den Sternen... Eine wahre Freude ist es natürlich, daß Österreich wieder Neues aus der Avantgarde-Ecke zu bieten hat, es sei jedem empfohlen, sich die Songs downzuloaden und bei Interesse die CD um € 7,- (inkl. Porto & Verpackung) bei b-g@sternenstaub.org zu bestellen.
Ein weiterer Beweis dafür, daß Österreich weitaus mehr zu bieten hat als andere Länder. Auf das Fulllenght-Album kann man gespannt sein - D. E.