SVARTALFAR - "Wahre Werte"
Eigenproduktion
Nur durch einen glücklichen Zufall am CARPATHIAN FOREST-Konzert kam es dazu, daß ich in Kontakt mit Firnwulf von SVARTALFAR kam, ansonsten wäre mir wohl verborgen geblieben, daß es in unserem Land doch noch einige Black Metal-Formationen gibt, die sich eher nach "alten" Strukturen orientieren, als ihre Songs mit Technik und Highspeedattacken zu bestücken - nicht daß ich etwas dagegen hätte, jedoch ist es auch schön, Bands zu hören, die dem Ursprung treu geblieben sind und bei denen man merkt, daß sie mit voller Überzeugung hinter der Sache stehen und nicht nur irgendwelchen Images hinterherdackeln. "Wahre Werte" ist das bereits dritte Demo der Kärntner und wohl noch am ehesten mit den alten BURZUM-Scheiben zu vergleichen. Das Tempo befindet sich meist im unteren Bereich, die Riffs wirken kalt und brutal und werden von Firnwulfs markanter Stimme unterstützt, die besonders bei den Schreien intensiv und vernichtend rüberkommt. Auch textlich werden hier andere Werte hochgehoben, als sie heutzutage "modern" sind - so wird berichtet von Kriegen, Schlachten, Ehre und Stolz, anstatt jede Textzeile mit dem Wort "Satan" auszufüllen. Besonders auffallend ist außerdem die Ähnlichkeit des CD-Covers zu NARGAROTHs "Herbstleyd"-Album - eine Ähnlichkeit, die mir besonders beim Song "Wahre Werte" wieder in den Sinn kommt, da ein Riff wirklich sehr stark an das Titelstück des besagten Albums angelehnt ist. Gehuldigt werden mit dem Song "Verlorene Weisheit" auch noch BURZUM, was wohl beweist, daß sie eine große Inspirationsquelle für die Vier waren. Negativ fällt mir eigentlich nur die Produktion auf, da besonders Gitarre und Bass noch um einiges druckvoller ausfallen könnten, jedoch kann man dies auch nur als kleinen Schönheitsfehler betrachten. "Wahre Werte" gibt es übrigens mit einem auf 50 Stück limitierten weißen Cover + Bonustrack, danach mit schwarzem Cover, um € 5 bei:

Alexander Egart
Durchlaßstraße 35
A-9020 Klagenfurt
svartalfar@gmx.at

Ein Demo, das von Überzeugung und Kraft strotzt - allerdings nichts für Leute, die mit dem ursprünglichen Black Metal nichts anfangen können. - D. E