|
Die Schweizer CROPMENT lieferten mit ihrer ersten, unter Eigenregie veröffentlichten MCD "Braindrain timeslavery" ein auch im internationalen Rahmen mehr als konkurenzfähiges Lebenszeichen in der Schnittmenge von alten DEICIDE und DEEDS OF FLESH ab. Ich kontaktierte deshalb Drummer Claudio, der auch prompt Rede und Antwort stand.
|
 |
|
E. M. P.: Hallo Claudio, seit wann gibt es euch?
|
|
C. F.: Seit drei Jahren, wir haben zu zweit (ich und Gitarrist Stephan) im Spätsommer 1999 mit Jam-Sessions begonnen, kurze Zeit darauf stieß Adrian an der zweiten Gitarre zu uns.
|
|
E. M. P.: Wie lang spielst du bereits Schlagzeug, beziehungsweise seit wann bist du in Bands aktiv?
|
|
C. F.: Mit 11 Jahren hab ich mir mein erstes Drumset gekauft, so gibt das ohne große Unterbrechungen satte 13 Jahre Spielzeit, die meiste davon verbrachte ich mit Jam-Sessions mit diversen Freunden, zudem spielte ich bei einer Dark Ambient Metal-Band, mit welcher wir einige Konzerte spielen konnten. Bei meinem Einstieg dort, war so mit 16, danach gings sofort ins Studio, um ein Demotape aufnehmen. Es folgten ein paar Konzerte in der Schweiz, Österreich und Tschechien. Aber aufgrund der fehlenden Motivation bei diversen Mitstreitern verließ ich die Band, worauf sich die Kapelle auflöste. Es folgten ein paar Monate Training im Keller, da ich eine neue Band gründen wollte, sich aber die Suche nach motivierten Mitstreitern als schwierig herausstellte. Es folgte der Tag, an dem ich mich mit Stephan über das besagte Problem unterhielt und wir entschieden uns spontan zu einer ersten Probe. So nahm das Ganze seinen Lauf.
|
|
E. M. P.: Wie alt seid ihr eigentlich?
|
|
C. F.: Zwischen 21 und 26 Jahren.
|
|
E. M. P.: Wen würdest du als eure Haupteinflüsse nennen?
|
|
C. F.: Das ist immer so ne Frage, Bandnamen fallen mir da spontan keine ein, scheinbar hören gewisse Leute Bands wie CANNIBAL CORPSE, DEICIDE oder DEEDS OF FLESH heraus. Wir gönnen uns sicherlich viel Brutal Death Metal, lieben diese Musik und ziehen uns viel Underground-Stoff rein. Es gibt aber auch noch andere Musikrichtungen, die den einen oder anderen interessieren. Ich mag auch einige Grindcore- und Hardcore-Sachen, andere Thrash oder gar Black Metal oder Ambiente. Ich sehe uns da als ziemlich offene Band, wir sind nicht fixiert.
|
|
E. M. P.: Was bedeutet der Name CROPMENT?
|
|
C. F.: Um es einfach zu sagen: Nichts! Er ist als Künstlername zu betrachten.
|
|
E. M. P.: Wie funktioniert bei euch das Songwriting, primär durch jammen oder kommt einer der Gitarristen mit einem fertigen Song in den Proberaum?
|
|
C. F.: Es läuft immer ein wenig anders ab, meist kommen aber von der Gitarre her zwei, drei Riffs, die wir aufgreifen und weiterverfolgen, danach entwickelt sich der Song meist von selbst. Wenn wir nicht weiterkommen, wird halt ein wenig gejammt, um neue Ideen zu sammeln. Das funktioniert eigentlich ganz gut, braucht aber seine Zeit.
|
|
E. M. P.: Wie schaut es eigentlich mit der Death Metal-Szene in der Schweiz aus?
|
|
C. F.: Die Death Metal-Szene selbst ist eigentlich ganz in Ordnung, sie ist zwar ziemlich klein, aber es geht was weiter und es gibt endlich wieder ein paar Bands. Leider gibt es immer noch viele Eigenbrötler, die zwar etwas reißen, sich aber keinen Deut drum scheren, was andere tun. So kommt es, daß an einem Samstag vier Konzerte im ganz harten Bereich stattfinden können, das Wochenende darauf aber kein einziges. Das kann in einem so kleinen Land für einen Veranstalter sehr deprimierend sein, wenn er noch ein fettes Minus in der Kasse hat, da sich die meisten der Konzerte eh nur im deutschsprachigen Teil der Schweiz abspielen.
|
|
E. M. P.: Kennt ihr eigentlich auch einige österreichischen Underground Death Metal-Bands?
|
|
C. F.: Gewiß! BROKEN TORSO sind geil oder MASTIC SCUM. Ebenfalls gefallen mir CEPHALIC und ESOPHAGUS.
|
|
E. M. P.: Mit wem würdet ihr gerne mal auf Tour gehen?
|
|
C. F.: Es kommt für uns wohl hauptsächlich auf die Leute hinter der Band an, auf ihre Persönlichkeit, die Art und Weise und wie wir mit ihnen zurechtkommen und nicht, ob sie weltbekannt sind. Zudem sollte ihre Musik einfach unseren Geschmack treffen, da man ja täglich deren Zeugs hören muß. Geschmacklich gesehen fallen mir da grad DISAVOWED, ABORTED, INHUMATE, DYING FETUS oder ORIGIN ein.
|
|
E. M. P.: Besteht die Möglichkeit, euch in nächster Zeit auch einmal in Österreich livehaftig zu erleben?
|
|
C. F.: Leider haben wir momentan keine Konzerte in Österreich offen. Ich versuchte diesen Sommer einen Gig für unsere Minitour mit CENSORED in Graz oder Wien zu bekommen, es gab aber keine Rückmeldungen auf meine Anfragen. Wir würden natürlich sehr gerne mal in Österreich spielen, es fehlen aber die entscheidenden Kontakte dazu. Eigentlich wären wir ganz froh um Angebote, da wir im Frühling wieder in Tschechien auftreten.
Vielen, vielen Dank für das Interview und den Support!!! Wie gesagt, wir würden gerne in Österreich spielen und sind um jedes Angebot dankbar! Think different - stay yourself!
|
|