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DEATHSTARS sind der neue Hoffnungsträger am Industrial Rock/Metal-Sektor. Mit ihrer Mischung aus FIELDS OF THE NEPHILIM, MINISTRY, RAMMSTEIN und THE KOVENANT bewegen sie sich zwischen Düster-Pop und Neuer Deutscher Härte und bestechen durch Eigenständigkeit und prägnante Songs. Schwer zu glauben, daß sich dahinter ehemalige SWORDMASTER- und DISSECTION-Members verbergen. Ein Grund mehr, mit Gitarrist und Bandleader Nightmare Industries in Kontakt zu treten und ihm ein paar interessante Infos zu entlocken.
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C. M.: Hallo Leute! Gratulation zu eurem Debut-Album. Wie ist der Stand der Dinge?
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N. I.: Wir machen gerade sehr viel Promotion rund um die Debut-CD mit sehr vielen Interviews und haben gerade einen neuen Bassisten für die Live-Performances engagiert, der sehr gut in die Band paßt. Aus diesem Grund sind wir auch fleißig am Proben, aber alles geht wunderbar voran, das Album kommt ja demnächst raus, somit gibts aber noch eine Menge zu tun.
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C. M.: "Synthetic generation" ist ja eigentlich euer erstes Album, obwohl es in Schweden bereits einige Zeit auf dem Markt ist. Was war der Grund für die große Verzögerung hinsichtlich eines europaweiten Releases?
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N. I.: Die CD wurde ursprünglich bei LED Rec. rausgebracht, welche ein Sublabel von Universal (jetzt Warner) darstellen. Aber weil die Major-Labels so ein kompliziertes Netzwerk an Verträgen und Optionen haben, hat es ca. 9 Monate gedauert, bevor wir uns überhaupt einmal auf die Suche nach einer Firma außerhalb Schwedens machen konnten. Schließlich sind wir dann aber bei Nuclear Blast fündig geworden, die für uns, denke ich mal, das richtige Label auf dem internationel Markt darstellen.
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C. M.: Hat euch die DISSECTION-Vergangenheit dabei geholfen, bei Nuclear Blast unterzukommen?
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N. I.: Ja, schon. Ich habe nämlich damals beim Wacken-Auftritt von DISSECTION Jaap von Nuclear Blast kennengelernt und er war der, den wir als ersten kontaktierten, um die Label-Crew dazu zu bewegen, sich unser Material anzuhören.
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C. M.: DISSECTION werden demnächst "auferstehen". Seid ihr in Kontakt mit Jon? Habt ihr schon neues Material gehört?
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N. I.: Ja, wir sind in Kontakt und ich habe bereits aktuelle Tracks gehört, aber ich werde dir nichts dazu erzählen, da mußt du schon DISSECTION selbst fragen...
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C. M.: Was war der Grund, von Extrem-Metal plötzlich mit DEATHSTARS auf doch sehr "sanfte" Musik umzusteigen? Kommerzielle Gründe (yeah, ich muß das fragen - haha) oder einfach, um eine völlig neue Richtung auszuprobieren?
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N. I.: Ich, Whiplasher und Beast kamen an einem Punkt an, wo wir feststellen mußten, daß wir aus unserer damaligen Band SWORDMASTER einfach rausgewachsen waren und keine Inspiration in diese Richtung mehr aufbringen konnten. Wir begannen mit einer Unmenge an Side-Projects, faßten aber den Beschluß, all diese Dinge zu stoppen und alle Energie von nun an in eines zu investieren, woraus DEATHSTARS resultierte. Da wir viel mit Ole (Bone) von DISSECTION gespielt hatten und er auch für kurze Zeit ein Mitglied von SWORDMASTER war, war es klar, daß wir ihm den Drum-Posten geben würden. Ich hatte bereits über einen Zeitraum von 10 Jahren Songs auf Synthesizern geschrieben, Material, welches wir nie verwenden konnten, weil es einfach nicht geeignet für unsere damalige Musik war. Somit hatte ich jetzt endlich die Chance, das Keyboard als grundlegenden Bestandteil am Songwriting-Prozess zu verwenden, was mir eine Menge an Inspiration einbrachte. Und wir waren auch endlich so weit, richtige Gesangslinien auszuarbeiten, obwohl Whiplasher gelegentlich noch immer wie am Spieß schreit auf dem Album (und wo bitte? - Anm. d. V.).
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C. M.: Gibt es eine Philosophie hinter dem Begriff "Deathstars"?
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N. I.: Manche Leute denken, es wär von "Star wars" inspiriert, aber wir dachten daran erst, nachdem wir den Namen kreiert hatten. Der ursprüngliche Gedanke war im Prinzip die Idee der "Death (Metal) Stars", weil wir einfach wollten, daß er als Eyecatcher dienen sollte. Und irgendwie hat der Name auch eine sehr eingängige Aussprachsweise, somit paßt er wie die Faust aufs Auge und man vergißt ihn nicht mehr.
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C. M.: Es scheint, als würde euer Label eine Menge an Potential in eurer Band sehen. Glaubst du, daß DEATHSTARS die Zukunft von extremer Rock-Musik sind?
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N. I.: Hm, ja, zumindest können wir einer der größten Namen in diesem Bereich werden... Wir sind völlig von uns überzeugt, weil wir unsere Musik lieben und stehen zu 100% hinter dem, was wir machen (wer sagt das nicht - Anm. d. Verf.). Unsere Musik kommt direkt aus der Seele und wir haben den Willen und Ehrgeiz, die Welt zu erobern!
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C. M.: Glaubst du, ein gewisses MURDERDOLLS-mäßiges "Weirdo"/Psycho-Image ist für eine Band wie DEATHSTARS nötig?
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N. I.: Ich weiß nicht, wir machen eher, was uns gefällt. Wir haben schon ein "Image", um der Band eine tiefere Dimension zu geben und nicht einer von vielen Acts zu sein, die einfach in Alltags-Klamotten auf die Bühne stürmen. Es ist auch ein Weg, um zu zeigen, wie wir unsere Musik empfinden und wie sie gesehen werden soll. Wir nehmen unser Image ernst - als einen Teil der Band -, aber es wird nie vor der Musik selbst stehen, denn die hat 100%igen Vorrang.
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C. M.: Was sind eure Pläne mit DEATHSTARS, gibts irgendein bestimmtes Ziel, das ihr euch gesetzt habt?
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N. I.: Unser Ziel ist, unsere Musik so weit wie möglich in der ganzen Welt zu verbreiten.
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C. M.: Meiner Meinung nach habt ihr zuwenig elektronische Elemente in euren Sound eingebaut. War das Absicht? Ich denke, daß die Tracks teilweise besser klingen würden, wenn mehr Synthesizer verwendet worden wäre...
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N. I.: Wir wollen eine gute, geschmackvolle Balance zwischen den zwei Elementen Keyboards und Gitarren finden und nicht eine Seite überwiegen lassen. Ich denke, daß das unsere Stärke als Band ist, wir übertreiben es nicht. Aber wenn du dir z.B. "Syndrome" anhörst, so ist das einzig Nicht-Elektronische die Gitarre und die Vocals. Nur wie ich bereits erwähnt habe, merkt man das erst gar nicht, weil das in dem guten Mix gar nicht auffällt. Das Tolle an heutiger Technologie ist einfach, daß selbst wenn etwas nicht elektronisch klingt, es trotzdem aus der Konserve kommen kann (sollte uns das nicht eher Angst machen?! - J. S.).
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C. M.: Wie gefällt dir eigentlich die ziemlich eigenständige Musik von Labelkollegen wie RAUNCHY, THE KOVENANT oder RE:AKTOR?
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N. I.: Ja, das sind alles wirklich gute Bands, obwohl ich von RAUNCHY bislang noch kein Material gehört habe. Aber ich werde sie mir demnächst mal reinziehen.
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C. M.: Da "Synthetic generation" doch bereits einige Zeit auf dem Buckel hat, habt ihr inzwischen schon neue Songs geschrieben? Was können wir in der Zukunft erwarten? Irgendwelche Experimente?
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N. I.: Wir arbeiten bereits am zweiten Album, welches voraussichtlich irgendwann im Sommer 2004 aufgenommen werden soll. Ein paar Tracks sind bereits fertig und hören sich super an. Industrial Rock/Metal ist das, was wir spielen, erwarte deshalb keine großartigen Veränderungen. Aber ich denke, daß wir in unserem Genre unseren Stil gefunden haben, den wir im Prinzip nur von Album zu Album weiterentwickeln werden, das ist das Gute. Ich denke auch, daß wir ein weites Spektrum an Möglichkeiten haben, somit läßt sich da schon einiges Kreatives basteln.
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C. M.: Bestehen bereits Tour-Pläne?
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N. I.: Wir haben bereits ein paar Angebote für Tourneen mit Bands wie PARADISE LOST, LACUNA COIL oder MOONSPELL, sind aber nicht 100% sicher, welches die beste Wahl ist, weshalb wir noch abwarten. Egal, ob mit den genannten Bands oder einer anderen, wir werden auf jeden Fall Europa betouren, deshalb haltet die Augen offen!
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C. M.: Danke fürs Interview, viel Glück mit der Band!
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N. I.: Ich danke auch! Unsere Website wurde übrigens auf www.deathstars.net geändert, die alte funktioniert nicht mehr.
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