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GOREROTTED zählen auf jeden Fall zu den aufstrebendsten UK-Bands, dies untermauert zum einen ihr Zweitwerk "Only tools and corpses", für das man immerhin einen vier Alben umfassenden Vertrag mit Metal Blade unter Dach und Fach bringen konnte, sowie die gleichsam heftigen wie unterhaltsamen Shows des Sextetts. Ich kontaktierte Sänger Jay alias Mr. Gore, der Rede und Antwort stand.
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E. M. P.: Hallo Jay, erst einmal Gratulationen für das neue Album und die coole Show vor ein paar Wochen in Wien im Zuge der PUNGENT STENCH-Tour. Wie war der Trip mit PUNGENT STENCH deiner Meinung nach?
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M. G.: Hi, hier ist der Gore Man von GOREROTTED, erst einmal Entschuldigung für die Verzögerung, aber bei mir wars nach der Tour mit PUNGENT STENCH ziemlich stressig. Die Tour war brillant, ich war ja schon großer Fan, lange bevor wir gemeinsam auf Tour gegangen sind. Sie sind wirklich nette Typen mit einem großartigen Schmäh.
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E. M. P.: Wann habt ihr eigentlich mit GOREROTTED angefangen und was war deiner Meinung nach der bisher größte Erfolg?
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M. G.: Wir haben Anfang 1995 begonnen. Es war einer dieser Tage, wir waren alle betrunken und sahen uns gerade Horror-Filme an, das war damals ganz normal. Wir spielten alle zu diesem Zeitpunkt in Bands, wo aber irgendwie nicht wirklich etwas weiterging, also entschlossen wir uns, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Unser größter Erfolg bisher war auf jeden Fall die Vertragsunterzeichnung mit Metal Blade.
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E. M. P.: In welchen Bands siehst du eigentlich deine Haupteinflüsse, und welche können für die gesamte Band genannt werden?
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M. G.: Ich denke, wir haben alle recht unterschiedliche Einflüsse, ich mag ziemlich viel Thrash und alten Death Metal, außerdem bin ich eine großer IRON MAIDEN-Fan und Siebziger-Punk gefällt mir ebenfalls. Fluffy ist ebenfalls ein fanatischen MAIDEN-Fan, Wilson mag vor allem MANOWAR, Rushy hört vor allem Grind und Death Metal, Goreskin ist ein Fan der MACC LADS, einer Band, die übers Saufen singt und Robin Pants ist vor allem ANAL CUNT-Fan.
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E. M. P.: Wann hast du eigentlich mit Metal angefangen?
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M. G.: Ich höre eigentlich Metal, seitdem ich mich erinnern kann. Als ich noch ziemlich jung war, hörte ich vor allem BLACK SABBATH und JUDAS PRIEST. Später kamen dann METALLICA, SLAYER und so ist es dann weitergegangen.
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E. M. P.: Spielst du eigentlich ein Instrument?
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M. G.: Naja, ein wenig Bass. Ich kann immerhin "Deathcrush", den Anfang von "Grease" und ein bißchen was von "Raining blood" spielen. Soweit reichen meine Talente am Bass, also ist meine Antwort nein.
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E. M. P.: Und wann hast du deine Karriere als Sänger gestartet?
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M. G.: Die erste Band, für die ich je gesungen habe, war GOREROTTED. Vorher hab ich bei einer Band, die TRINITY DENIED geheißen hat, Bass gespielt, das hat aber nicht lange gedauert.
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E. M. P.: Wer ist bei GOREROTTED für die Musik verantwortlich?
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M. G.: Nun ja, wir alle geben unseren Teil zur Musik von GOREROTTED ab. Im Grunde genommen sind wir alle zu gleichen Teilen daran beteiligt, was ihr dann zu hören bekommt.
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E. M. P.: Was kannst du mir eigentlich über die Texte und Inspirationsquellen erzählen? Mir erscheinen sie so, als ob sie voll mit typisch britischem schwarzem Humor sind.
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M. G.: Ein Großteil davon basiert auf Horror-Filmen, ich sammle schon eine halbe Ewigkeit und bin ehrlich gesagt ziemlich stolz auf meine Sammlung. Es steckt auf jeden Fall viel Humor in den Texten von GOREROTTED, ich meine, wir stehen alle total auf Comedy, sind sogar richtiggehend gierig darauf. Das neue Album beispielsweise geht vor allem auf Neunziger Jahre-Comedy zurück, wo es um eine Geschichte geht, wo zwei Fly Pitchers einfach nur Müll verdrehen, hier ist das eine der größten Comedy Shows, es war irgendwie vorhersehbar, daß wir auf dieser Schiene landen würden.
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E. M. P.: Worin bestehen deine Interessen abseits von GOREROTTED?
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M. G.: Mein Hauptinteresse gilt, wie du wahrscheinlich schon unschwer erkannt hast, Filmen, ich habe Hunderte und sammle vor allem eifrig rare und auf dem Index stehende Filme, ebenso wie Erinnerungsgegenstände und Bücher über Serienmörder. Ich habe Zeichnung und Briefe von sehr bekannten Serientätern, beispielsweise ein Bild von John Wayne Gacy oder einen Brief von Jeffrey Dahmer aus dem Gefängnis.
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E. M. P.: Wie schauts eigentlich mit der britischen, und hier mit der Londoner Szene im speziellem aus?
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M. G.: Die Metal-Szene hierzulande war mir irgendwie schon immer zu anstrengend. Derzeit ist so etwas wie Aufbruchstimmung, aber wirklich gut schauts für Underground-Bands nicht aus. Für jene, die wo unter Vertrag stehen, rennts aber ziemlich gut.
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E. M. P.: Was habt ihr als Band so für 2004 geplant?
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M. G.: Bisher sind wir für einige Festivals im Sommer gebucht. Im Herbst sollte dann eine Tour mit VOMITORY anstehen, es schaut also recht gut aus. Weiters werden wir nach jetzigem Stand der Dinge eine England-Tour mit DISGORGE absolvieren. Es läuft also im Moment eigentlich alles bestens.
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E. M. P.: Wie kam eigentlich der Vertrag mit Metal Blade zustande?
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M. G.: Ursrünglich wurde der Vertrag mündlich gemacht. wir spielten vor ein paar Jahren auf dem Fuck The Commerce-Festival, und irgendwie konnte sich dort (bei Metal Blade - Anm. d. Verf.) jeder an das Konzert erinnern (wohl im positiven Sinne - Anm. d. Verf.). Last Words: Auf jeden Fall solltet ihr einen Nachschlag erhalten, hoffe, daß wir uns im Sommer in Wien wieder sehen. Mr. Gore
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