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Die Kings Of Metal haben endlich ihr neuntes Studio-Album veröffentlicht und haben damit für einige Kontroversen gesorgt - siehe "An american trilogy" oder den Auftritt bei Stefan Raabs "TV Total" oder die lange Wartezeit oder... Als sich dann ein Phoner mit Joey DeMaio anbot, mußte ich natürlich sofort zuschlagen. Noch dazu, da sich dieser beim Rock In Allhau Festival 1999 ja gedrückt hatte und sich damals von Eric Adams vertreten ließ (was im Endeffekt auch eine coole Sache war). Und diesmal sollte es genauso kommen... Man lese also mein zweites Interview mit dem besten Metal-Sänger aller Zeiten, der erneut unter Beweis stellte, daß es sich bei ihm um einen sehr symphatischen und humorvollen Mitmenschen handelt.
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E. A.: Hallo Jürgen, wie gehts dir?
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J. S.: Gut, danke! Und wie gehts dir?
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E. A.: Mir gehts gut, wirklich gut!
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J. S.: Hast du heute schon viele Interviews gegeben?
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E. A.: Nein nein, es hält sich in Grenzen. Ich bin übrigens grad in Indianapolis, im Zuge einer kleinen Tour.
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J. S.: Alles klar, laß uns mit dem neuen Album beginnen. Wie lange habt ihr für das Songwriting benötigt?
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E. A.: Das Songwriting... Du kannst dir sicher vorstellen, daß nicht jeden Tag ein neuer Song entsteht. Es hat ungefähr... (überlegt) Hm... (lacht) Also, die Aufnahmen haben zwei Monate gedauert. Nur die Aufnahmen. Das Songwriting... (überlegt wieder) Ich schätze mal, ein Jahr. Es hat länger gedauert, das Studio zu bauen als die Songs zu schreiben...
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J. S.: Ein Jahr? Das wundert mich aber ein wenig, denn Joey hat vorigen Herbst in Interviews gesagt, daß ihr zuerst das zweite Video veröffentlichen wolltet und dann erst das Album.
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E. A.: Ich nehme an, du meinst jetzt "Hell on earth, Pt. II", richtig?
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E. A.: Gut. Der erste Teil ist fertig und veröffentlicht, wie du weißt. Der zweite ist ebenfalls fertig, aber noch nicht veröffentlicht. Der dritte Teil ist ebenfalls schon fertig.
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E. A.: (lacht aufgrund meiner Reaktion) Ja, so ist es. Und "Blood in Brazil", das ist eine komplette Show, die wir in Brasilien mit 12 Kameras und Sourround-Sound mitgeschnitten haben, ebenfalls. Das ist eine sehr coole Sache geworden. Das ganze Zeug braucht nur mehr veröffentlicht zu werden. Du siehst also, es wird eine Menge passieren. It goes downhill and we are gathering speed. (lacht) Jetzt haben wir einmal das Album veröffentlicht und die nächste DVD sollte so gegen Weihnachten draußen sein.
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J. S.: Das hört man gerne.
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E. A.: Yeah! Weißt du, die Leute fragen immer wieder, was zum Teufel wir in diesen sechs Jahren gemacht haben, dabei waren wir wie die Berserker gearbeitet. (lacht) Wir haben dreimal getourt, wir haben zwei Live-Alben veröffentlicht, UND wir haben drei Re-Releases veröffentlicht, UND eine DVD, UND weitere DVDs produziert, UND manchmal haben wir auch noch am neuen Album gearbeitet. (lacht) Weißt du, was das heißt? 14 verschiedene Projekte? (lacht)
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J. S.: Ja, das klingt gut... Und was ist mit dem nächsten Album, Joey sagte...
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E. A.: (unterbricht mich und kriegt sich vor Lachen nicht mehr ein)
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J. S.: Hehe, was soll ich machen, Joey hat gesagt, nächstes Jahr kommt Album Nr. 10 raus.
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E. A.: (lacht noch immer) Ja, er erwartet, daß wir das schaffen. Ich würde eher sagen, 1 1/2 Jahre wird es dauern. Das sollten wir schaffen, auf die Art und Weise, wie wir jetzt aufnehmen. In unserem eigenen Studio, welches auf den Namen "Hell" hört und genau das ist es auch. Und deswegen wird es sicher nicht so lang mit dem nächsten Album dauern.
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J. S.: Äh, eigentlich dachte ich, ihr hättet schon längst euer eigenes Studio?! Was ist mit "Haus Wahnfried"?
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E. A.: "Haus Wahnfried", das gibts noch immer; aber wir haben ein Video-Studio draus gemacht. Das Video haben wir dort gemacht und auch die DVDs haben wir alle dort produziert. Das, was vorher der Kontrollraum des Studios war, ist jetzt mit PCs, Bearbeitungs-Equimpment usw. vollgestopft; und nebenbei ist das auch unsere "Rehersal Hall" (bei MANOWAR kann man "Hall" wohl für bare Münze nehmen... - d. Verf.). Wir mußten natürlich einiges umbauen und das Equipment erneuern. Bruder, in diesem Geschäft, in der digitalen Welt; das Equipment verändert sich laufend, was gestern neu war, ist heute schon wieder alt!
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J. S.: Alles klar... Laß uns nun übers Album sprechen. Warum habt ihr gleich zwei Cover-Songs aufgenommen?
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E. A.: (nimmt einen sehr ernsten Ton an) Weil wir noch nie zuvor Coverversionen aufgenommen haben. Wir haben uns gedacht, "An american trilogy" wollten wir schon so lange einmal machen, nur war bis jetzt die Zeit noch nicht reif dafür, es hat bislang auf kein Album gepaßt. Und dieses Album hat seine Form schön langsam angenommen, als wir es geschrieben haben und da haben wir auf einmal festgestellt, daß es genau das Album für den Song ist. Wir haben vorher noch nie einen Coversong aufgenommen und dann eine Elvis-Song wie diesen, ich meine, es ist ein brillianter Song! Ich singe zuerst über den "Süden" - und das wurde noch vor Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges geschrieben! - dann über den "Norden" und der dritte Teil heißt "All my trials", wo es um Kriegstote geht. Und zwar um alle Kriegsopfer, nicht nur die Amerikas. Es geht um die ganze Welt, und die ganze Welt ist derzeit in der Scheiße! Es scheint, als wäre es die perfekte Zeit, um mit dem Song und mit der Message rauszukommen. Wie gesagt, es ist ein brillianter Song mit brillianten Vocals und so haben wir uns entschlossen, ihn zu machen. Elvis hat den Song zum Abschluß seiner Konzerte gebracht. Heuer ist sein 25. Todestag. Es ist also alles darauf hinausgelaufen, den Song jetzt zu machen. Jürgen, man kann das von zwei Seiten betrachten: Du kannst den Track einspielen und sagen 'ok, das ist jetzt unsere Version'. Oder du sagst 'der Komponist wollte, daß es so klingt, also gib ihm den Respekt und spiel den Song genauso, wie er es haben wollte!' Und genau das haben wir gemacht. Mann, jeder Part des Songs besteht aus verschiedenen Tempi und wir haben die alle einzeln in unseren Computer eingegeben, das war eine verdammte Scheiß-Arbeit! Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich das eine andere Band antun würde. (lacht) "Nessun dorma" haben wir gemacht, weil wir das ja damals in Italien live gebracht haben...
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J. S.: Du meinst am Gods Of Metal Festival?
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E. A.: Genau! Wie ich damals ins Publikum geschaut habe, habe ich erwachsene Männer weinen gesehen, erwachsene Männer haben geweint! Es war einfach unglaublich, diese Reaktion. Und dann im Umkleideraum kam Joey zu mir und hat mich gefragt, ob ich das gesehen hätte. Ich sagte: YEAH! Und dann meinte er, daß wir uns ernsthaft überlegen sollten, das auf das nächste Album zu stellen. Ich hab nur gesagt 'Brother, I´ll be there, lets do it!'. Jürgen, welche andere Metal-Band könnte das sonst machen??? Weißt du, was ich meine? Mit "Warriors of the world" haben wir die Grenzen des Metals weiter ausgedehnt, als sie jemals waren. Und da ist noch immer kein Limit! Und das ist verdammt aufregend! Überleg mal, die Leute, die jetzt bei MANOWAR spielen, können alles tun. Da gibts keine Limits! Wir sind eine Band, die schnelle Songs spielen kann, ich kann ins Mikrofon growlen, wenn ich das will; und der nächste Song könnte "Nessun dorma" sein. Und das ist total aufregend! Das neue Album ist großartig geworden, es ist das abwechslungsreichste Album, daß wir jemals veröffentlicht haben. Wir haben epische Songs; wir haben Hymnen, diese MANOWAR-Hymnen eben; wir haben schnelle Songs, dann ist da "Nessun dorma" - das ist also wirklich ein abwechslungsreiches Album!!! Oder ist es das nicht?! (lacht) Magst du es? Sei ehrlich, Mann!
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J. S.: Ja, ich werde ehrlich sein. Ich hab das Promo-Tape bekommen, es angehört, wieder rausgenommen und gegen die Wand geworfen. Jetzt mag ich das Album.
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E. A.: (kurze Pause, dann brüllendes Gelächter) Bruder, du weißt, man kann es nicht jedem rechtmachen... Wir haben noch nie ein Album veröffentlicht, nur um irgendjemanden damit zufriedenzustellen, denn es kommt von unserem Herzen! We play from the heart! Ich muß auch sagen, daß das Album weltweit phantastisch angekommen ist. Ich habe heute ein paar Reviews gelesen, wir haben eigentlich nur 9,5 und 10 Punkte bekommen.
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J. S.: Ja, jetzt gebe ich der Scheibe auch 9+...
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E. A.: (lacht wieder) Wirklich?
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J. S.: Ja, ich mußte sie aber ein Dutzend Mal hören. Aber wie gesagt, nach dem ersten Hören war ich enttäuscht.
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E. A.: Es ist lustig, das zu hören. Ich glaube, die meisten Leute wissen nicht recht, was sie erwartet, bevor sie es gehört haben. Aber auch, wenn jemandem kein einziger Song des Albums gefällt, kann er nicht sagen, daß es nicht gut gemacht ist! Wenn du z.B. "Nessun dorma" nicht magst, kannst du nicht behaupten, daß es nicht gut gemacht ist. Es IST gut gemacht!
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J. S.: Ich glaube nicht, daß das das Problem ist...
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E. A.: Wir können das auch live bringen, das ist es, was uns von anderen Metal-Bands unterscheidet.
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J. S.: Werdet ihr "An american trilogy" live bringen?
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E. A.: (kurze Pause) Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, was wir auf der Tour live spielen werden. Ich will schnelle Songs live singen, ich... (lacht) Es ist lustig, die Songs sind jetzt zwei Jahre alt und ich will rausgehen und sie singen. Und die Fans fragen uns nach älteren Songs, die sie schon jahrelang kennen und endlich live hören wollen. Und ich hoffe, wir können da ein paar neue Songs reinschmuggeln. (lacht) Wie gesagt, ich will die schnellen Songs singen, "Fight until we die", ich liebe diesen Track!
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J. S.: Wie siehts mit "The march" aus, wie ist diese Komposition entstanden?
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E. A.: Joey hat es mir damals vorgespielt, ohne mir zu sagen, was ich da höre. Und ich war mir sicher, eine Komposition von Wagner zu hören! Joey ist da sehr stolz drauf, der Song stellt für ihn etwas Besonderes dar.
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J. S.: "The march" ist sozusagen sein "Baby"?
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E. A.: (lacht) Yeah! Sein Baby. Es ist etwas Spezielles, vielleicht auch gerade deshalb, weil der Song ohne Metal-Instrumente auskommt.
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J. S.: Was kannst du mir über die kommende Tour sagen?
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E. A.: Wir haben jetzt eine Amerika-Tour und ein paar Einzel-Gigs in Tschechien und der Slowakei gespielt, sowie ein paar Festival-Auftritte. Im Herbst wirds dann eine große Europa-Tour geben, die uns ca. 3 Monate lang in viele verschiedene Städte führen wird. Das wird ein Killer!
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J. S.: Das hört sich ja fantastisch an...
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E. A.: Yeah! Österreich wird definitiv am Tourplan stehen.
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E. A.: Ich mag es, in Wien zu spielen, wirklich. Wir haben dort viele Fans.
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J. S.: Das mag schon stimmen, aber manche dieser "Fans" werfen mit Bierbechern...
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E. A.: Ja, das ist Scheiße!!!
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J. S.: Weißt du, das ist fast wie ein Ritual hier, das kommt nicht so selten vor...
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E. A.: Ja, das kann ich mir vorstellen! Verstehst du, wir haben Harleys mit dabei und die haben die komplette Rampe und die Bühne mit Bier besudelt und damit die ganze verdammte Show ruiniert! Ich hatte gerade den Mund weit offen, weil ich gesungen habe, ich habe den Mund voller Bier bekommen, die Augen haben gebrannt - what the fuck??? Ich bin keiner dieser Typen, die (röchelt) es so machen, sondern ich SINGE. Ich muß mich auf jeden Ton konzentrieren! Das ist einfach Scheiße.
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J. S.: Schon klar... Aber das ist jetzt Vergangenheit.
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E. A.: Richtig. Österreich ist großartig! Als wir das letzte Mal bei euch gespielt haben, 1998, war es großartig, also denke ich, daß es beim nächsten Mal nicht anders sein wird.
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J. S.: Habt ihr schon konkrete Vorstellungen bezüglich eurer Performance?
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E. A.: Einiges. (lacht) Irgendwer hat mir mal gesagt, wenn du etwas geheim halten willst, dann sag es niemandem. (lacht) Wir haben schon einige Ideen für die Shows und es wird auch wieder bei jeder Show Überraschungen geben, so wie es halt schon immer auf früheren Tourneen war. Wir werden sehen, was dabei herauskommt.
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J. S.: Werdet ihr diesmal wieder Vorgruppen haben?
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E. A.: Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht... Es wird darüber geredet, daß es Supports geben wird, es wird darüber geredet, daß wir wieder alleine auf Tour gehen und drei Stunden spielen - ich kann es dir nicht sagen. Wir haben kein Problem mit Vorgruppen, aber wir wurden deswegen immer wieder angegriffen. Wir haben keine Angst vor anderen Bands. (lacht)
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J. S.: Hat es dir eigentlich gefallen, so lange Shows zu spielen, wie auf der Tour 1998?
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E. A.: Das war großartig! Du schwitzt 1 1/2 Stunden, gehst dich dann in der Pause umziehen und dann nochmal auf die Bühne - das war eine tolle Idee. Möglicherweise werden wir das bei der kommenden Tour wieder so machen. Du weißt, wir haben 9 Alben veröffentlicht...
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J. S.: Genau das ist der Punkt!
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E. A.: Exakt. Und auch wie wir das gemacht haben, hat es noch immer Leute gegeben, die enttäuscht waren, weil wir ihre Lieblings-Songs nicht gespielt haben. (lacht) Was solls...
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J. S.: Werden irgendwelche alten Schätze in der Setlist auftauchen?
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J. S.: Naja, ich denke da z.B. an "Mountains" oder "Revelation"...
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E. A.: (lacht hämisch) Das, was die Leute dem Fanclub schreiben, werden wir spielen. Wenn du "Mountains" hören willst, werden wir es spielen; wenn du "Revelation" hören willst, werden wir es spielen. (Da bin ich aber gespannt!!! - Anm. d. Verf.) Ich bin offen für alles! Und "Mountains" halte ich sowieso für einen großartigen Song. Ich habe ihn immer genossen. Ja, und deshalb sollten wir ihn eigentlich bringen...
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J. S.: Laß uns über euren Auftritt in "TV-Total" sprechen...
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E. A.: (lacht) Hast du das gesehen???
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E. A.: Aha, ich habe nicht gewußt, daß das in Österreich auch gesendet wurde. Toll!
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J. S.: Und wie ist es dazu gekommen?
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E. A.: Wir wurden angerufen, daß die uns gerne in der Show hätten und da wir zu dem Zeitpunkt ohnehin gerade zwei Wochen zwecks Promotion in Europa waren, hat das perfekt gepaßt. Die wollten übrigens, daß wir playback spielen... FUCK THAT!!! Wir haben gesagt: 'No way, we play live!'! Wir haben unsere Gitarren mitgebracht, ein Drumkit wurde uns zur Verfügung gestellt und wir haben es getan. Wir mußten allerdings den Song auf 3:26 kürzen... Aber es war cool. Wie haben dir eigentlich unsere Füße auf dem Tisch gefallen? (lacht)
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J. S.: Ihr hattet nette Stiefel an.
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E. A.: (lacht) Ja, das war ein Spaß! (lacht wieder)
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J. S.: Habt ihr eigentlich gewußt, daß das eine Comedy-Show ist?
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E. A.: Ja, das wußten wir schon. Uns wurde gesagt, daß das so ähnlich wie die "Night Show" hier in den USA ist. Es hat Spaß gemacht und wir hatten eine gute Zeit, also was solls?
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J. S.: Und wie waren die Reaktionen darauf?
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E. A.: Sie haben es geliebt. Unglaublich. Nächsten Tag am Flughafen sind viele Leute zu uns gekommen und haben gesagt, daß sie uns im Fernsehen gesehen hätten - unglaublich! Es ist immer gut, im Fernsehen zu sein, denn da bekommen Leute die Band zu sehen, die noch nie von uns gehört haben.
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J. S.: Also eine tolle Promotion für euch?
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J. S.: Was läuft mit Magic Circle Music derzeit? Bist du da eigentlich auch involviert?
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E. A.: Yeah man! Die ganze Band ist dabei. Wir sind ein junges Label, welches neue Bands sucht. Weißt du, wir wollen gute Musik hören, Musik, die vom Herzen kommt. Wir wollen, daß die Bands spielen können, was sie wollen, ohne jemanden, der ihnen anschafft, was sie zu spielen haben! So wie das bei anderen Labels üblich ist. Sie sollen spielen, was aus ihren Herzen kommt und wenn das gut ist, dann werden wir sie unterstützen. BLUDGEON war unsere erste Band...
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J. S.: Die finde ich großartig, haben von mir 9 Punkte bekommen.
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E. A.: Ja, die sind verdammt gut, tolle Burschen... Die nächste Veröffentlichung wird die unseres alten Drummers Rhino sein, er hat ein Projekt, das nur mehr veröffentlicht werden muß. Die Band heißt SHADOW SYMPHONY. Die dritte wird dann das Projekt von unserem alten Gitarristen Dave Shankle sein. Und wir sind weiter auf der Suche!
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J. S.: Laß uns über deine Ziele sprechen, die du vor 20 Jahren hattest, als du mit MANOWAR begonnen hast - und ob du sie erreicht hast.
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E. A.: (kurze Pause) Ich habe meine Ziele noch nicht erreicht, denn es gibt dort draußen noch immer Girls, die ich noch nicht gefickt habe. (lacht) Und da kann ich noch lange nicht davon sprechen, meine Ziele erreicht zu haben, Bruder! (lacht und kriegt sich fast nicht mehr ein)
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J. S.: Sag, was waren damals deine Beweggründe als junger Mann?
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E. A.: Rauszugehen und meine Musik zu spielen, das war mein Ziel. Und das zu meinem Leben zu machen. Denk darüber nach! Ich kann aufstehen, wann ich will, ich kann mich auf meine Harley setzen, wann ich will, ich kann mit meinen Brüdern Platten aufnehmen und auf Tour gehen, wann ich will, ich kann dabei Frauen haben und werde für das Ganze bezahlt! Das nenne ich ein Leben.
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J. S.: Hm, das klingt nicht schlecht... (lacht)
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E. A.: (lacht) Aha, du würdest das also als gar kein schlechtes Leben bezeichnen? (lacht) Bruder, das war mein Ziel vor 20 Jahren und das ist es auch heute noch. Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwas anders zu machen!
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J. S.: Was war für dich das wichtigste MANOWAR-Album?
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E. A.: (denkt länger nach) Das ist eine harte Frage. Ich denke, jedes Album war wichtig, denn es hat uns, wie einen Meilenstein, zum nächsten gebracht und das hat uns wiederum dahin gebracht, wo wir heute sind. Und so, wie wir selbst gewachsen sind, so ist auch unsere Musik gewachsen und unsere Kreativität. Vor 20 Jahren hätte ich mir sicher niemals vorstellen können, "Nessun dorma" zu singen, verstehst du? Heute sind wir Persönlichkeiten, die alles tun könnten, es gibt da keine Grenzen. Welche Herausforderungen gibt es noch für uns? Karl hält sich manchmal sogar zurück! Ich sehe es, wenn ich ihn live spielen sehe und er ist noch schneller - wo ist da das Ende? Niemand weiß es. (lacht) Das ist eine aufregende Sache. Ich finde, jedes MANOWAR-Album ist aufregend und so wird auch das nächste sein. Das war jetzt eine harte Frage! (lacht)
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J. S.: Gibt es für dich einen speziellen MANOWAR-Song?
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E. A.: Ahhh, und gleich noch eine... (lacht) Dies deshalb, weil ich so ziemlich alle Songs mag. Die neuen Sachen sind mir aber irgendwie lieber - ganz einfach, weil sie eben neu sind! Ich liebe "Blood of my enemies", es ist ein großartiger Track, es ist auch live großartig; ich liebe "Mountains", ich liebe... "Fight until we die"! Ich mag die wilden Songs, ich mag jene, die mir eine Gänsehaut bescheren, wenn ich sie singe... (lacht) Auch aus dem Grund ändern wir die Setlist von Konzert zu Konzert, damit die Leute immer andere Songs zu hören bekommen.
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J. S.: Ok, das wars, danke für das Interview!
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E. A.: Gerne. Und danke, daß du uns 9+ Punkte gegeben hast! Das werde ich gleich Joey erzählen. Und ich werde ihm erzählen, daß du das Tape zuerst zertrümmert hast. (lacht)
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J. S.: Vergiß nicht, daß ich dann auch noch draufgesprungen bin.
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E. A.: (kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen) Das finde ich großartig... Hast du ein Ersatz-Tape bekommen? (lacht wieder) Ich halts nicht aus... Wenn wir auf Tour sind, mußt du dich bei mir vorstellen, denn so einen Typen will ich kennenlernen... (lacht wieder)
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