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MARDUK waren bei den No Mercy Festivals 2001 die Headliner und beehrten dadurch am 20.04.2001 auch ihre Wiener Fangemeinde. Bei dieser Gelegenheit bot sich für mich die Möglichkeit, meinen Alltime Fave Morgan Steinmeyer Hakansson endlich einmal kennenzulernen und ihm jede Menge Fragen zu stellen, die er auch ausführlich beantwortete.
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A. P.: Wie lange seid ihr denn nun schon im Rahmen euerer Headliner-Tour bzw. der No Mercy Festivals unterwegs?
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M. S. H.: Der erste Gig dieser Tour fand am 21.03. in Irland statt und und wir haben bis 12.04. die Headliner-Tour absolviert. Seither sind wir mit dem No Mercy-Package unterwegs, das für uns somit ein Teil der regulären Tour ist, weil wir auch hier Headliner sind. Wir haben also in den letzten Wochen jede Menge Gigs hinter uns gebracht.
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A. P.: Und wie waren die Reaktionen des Publikums auf eure Liveshows?
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M. S. H.: Die Reaktionen waren wirklich absolut spitze! Ich meine, die Fans sind natürlich in jeder Stadt anders, aber an sich waren alle Shows gut besucht und die Stimmung war immer cool.
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A. P.: Bei den No Mercy Festival seid ihr ja mit vielen anderen Bands unterwegs. Wie ist die Stimmung untereinander?
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M. S. H.: Wir verstehen uns sehr gut miteinander. Es ist eine Art Wiedersehen, weil wir ja die Leute zum Großteil schon kennen, wir waren mit VADER oder auch mit MYSTIC CIRCLE bereits auf Tour und es ist großartig, die Leute wieder zu treffen.
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A. P.: Seid ihr eigentlich zufrieden mit der Touragentur? Ich habe da schon hin und wieder seltsame Sachen zu Ohren bekommen, was die Entfernungen zwischen den einzelnen Gigs betrifft...
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M. S. H.: Nun ja, gewisse Dinge in organisatorischer Hinsicht laufen tatsächlich etwas seltsam ab, aber sonst ist es eigentlich im Rahmen. Die Reihenfolge der Auftrittsorte ist zum Teil wirklich komisch, denn wir spielen heute in Wien und morgen treten wir in Mailand auf, das ist ja keine geringe Entfernung und es bedeutet, daß wir teilweise wirklich enorme Distanzen zurücklegen, was auf die Dauer sehr anstrengend ist. Wir hatten auch heute eine lange Anreise nach Wien, das war der Grund, weshalb wir hier so spät angekommen sind und deshalb verschiebt sich natürlich auch der Beginn des Festivals hier in der Arena.
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A. P.: Kannst du mir bitte euer neues Album "La grande danse macabre" in deinen eigenen Worten beschreiben?
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M. S. H.: Ich würde es einfach mit dem Titel beschreiben, er sagt im Grunde genommen alles über das Album aus. Deshalb haben wir auch den Song "La grande danse macabre" als Titelsong gewählt, denn er beinhaltet sowohl textlich als auch musikalisch alles, was die Scheibe ausmacht.
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A. P.: Im Vergleich zu eurem letzten Album "Panzerdivision Marduk" ist es auch wesentlich langsamer und heavier geworden.
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M. S. H.: Stimmt. Wenn du dir unsere früheren Scheiben anhörst, dann bemerkst du, daß wir immer jede Menge heavy Parts in den Songs hatte. Auf "Panzerdivision Marduk" fehlen diese Stücke völlig, während "La grande danse macabre" einfach eine Kombination von allem ist, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, ich würde es als eine wirklich gelungene Mischung bezeichnen.
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A. P.: Hast du den größten Teil der Songs geschrieben?
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M. S. H.: Ich habe etwa 98 Prozent der Songs geschrieben und ca. 60 Prozent der Texte. Die anderen Bandmitglieder haben dann ihre Ideen einfließen lassen, das variiert von Album zu Album, aber meist schreibe ich den Großteil des Materials.
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A. P.: Und warum ist das eigentlich bei euch so?
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M. S. H.: Erstens habe meist ich die Ideen zu den Songs und außerdem ist es für mich logisch, daß ich als Gitarrist die Grundstrukturen der Songs mit den Melodien bzw. den Riffs aufbaue. Und die anderen Mitglieder der Band haben kein Problem damit, daß das bei uns so ist.
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A. P.: Kannst du bitte auch ein wenig näher auf die Lyrics eingehen? Wovon handeln sie im Detail?
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M. S. H.: Sie handeln vom Tod. "La grande danse macabre" ist ein Konzeptalbum und jeder Song beschäftigt sich auf seine Art mit dem Thema Tod. Auf dem "Nightwing"-Album beschäftigten wir uns mit dem Thema Blut, das "Panzerdivision Marduk"-Album behandelte die Thematik Feuer und "La grande danse macabre" bildet den Abschluß dieser Trilogie.
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A. P.: War es beabsichtigt, daß euer neues Album deutlich langsamer werden wird?
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M. S. H.: Es wäre einfach gewesen, "Panzerdivsion Marduk" Teil zwei zu schreiben, aber das wollten wir nicht. Ein Teil des Materials ist schon älter, aber es paßte einfach nicht auf das vorherige Album, deshalb haben wir es aufgehoben und auf der neuen Scheibe verwendet. Wir wollten auch abwechslungsreicher werden und nicht nur aufs Gaspedal drücken.
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A. P.: Verarbeitest du eigentlich bestimmte Einflüsse in deine Songs oder versucht du, das zu vermeiden?
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M. S. H.: Natürlich habe ich bestimmte Bands, die ich absolut gern höre, aber sie beeinflussen mich nicht, wenn ich Material für MARDUK schreibe. Was mich allerdings wirklich beeinflußt, sind historische Ereignisse aus der Vergangenheit. Wenn ich einen Panzer aus dem zweiten Weltkrieg sehe, fallen mir mehr aggressive Songideen ein, als wenn ich mir bestimmte Musik anhöre. Denn ich kann mir in meiner Phantasie vorstellen, was damals passiert ist und die Dinge, die sich da vor meinem geistigen Auge abspielen, liefern mir neue Songideen. Auch wenn ich mir historische Filme ansehe oder Geschichtsbücher lese, fallen mir immer wieder neue Riffs ein.
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A. P.: Habt ihr als Band noch immer Probleme mit der Presse, wenn du in den Interviews auf deine Vorliebe für den zweiten Weltkrieg zu sprechen kommst? Eine zeitlang wurdet ihr ja mehr oder weniger von gewissen Magazinen boykottiert...
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M. S. H.: Manche Leute stört das sicherlich noch immer, aber größtenteils haben wir heute keine wirklichen Probleme mehr damit. Und selbst wenn wir die noch immer hätten, würden wir uns nicht drum scheren, denn wir tun, was wir für richtig halten, egal ob es Probleme deswegen gibt oder nicht.
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A. P.: Es ist im Endeffekt wichtig, daß eure Fans hinter euch stehen und das tun sie ja offensichtlich auch.
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M. S. H.: Da hast du recht. Außerdem hab ich mich mit diesen Journalisten schon mehrmals lange unterhalten und habe ihnen meine Sicht der Dinge erklärt, es ist heute kein großartiges Thema mehr für uns.
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A. P.: Und hattet ihr von Anfang an vor, wieder in den Abyss Studios bei Peter Tägtgren aufzunehmen oder habt ihr auch andere Studios in Erwägung gezogen?
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M. S. H.: Nein, wir hatten fix geplant, wieder bei Peter aufzunehmen und weil die Zusammenarbeit inzwischen so perfekt klappt, haben wir das gesamte Album in nur 9 Tagen aufgenommen. Wir kennen Peter schon so lange, er ist ein guter Freund von uns und daher ist die Stimmung bei den Aufnahmesessions total relaxt. Wir überlegen aber, ob wir die nächste Scheibe vielleicht nur im Abyss Studio aufnehmen werden und den Mix in einem anderen Studio machen werden, um einen neuen Sound zu bekommen.
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A. P.: Aber eure Scheiben haben trotzdem nie diesen typischen Abyss Studio-Sound. Warum?
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M. S. H.: Ich glaube, die meisten Bands, die zu Peter kommen, haben keine wirkliche Vorstellung, wie sie ihren Sound haben möchten. Im Gegensatz dazu wissen wir inzwischen ganz genau, wie unsere Songs klingen sollen und daher schaffen wir es auch trotz der Aufnahme im Abyss Studio, den typischen MARDUK-Sound hinzukriegen.
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A. P.: Steuert Peter eigentlich auch hin und wieder Ideen für die Songs oder für den Sound bei oder übernimmt er nur die technische Seite?
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M. S. H.: Er steuerte zum "Heaven shall burn"-Album einige Ideen bei, aber dieses Mal war das nicht der Fall. Wir kamen zu ihm und hatten in unseren Köpfen schon eine genaue Vorstellung, wie "La grande danse macabre" klingen muß und und er verpaßte uns exakt diesen Sound.
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A. P.: Welche Bands hörst du dir eigentlich privat an?
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M. S. H.: Ich höre mir sehr viele Black- und Death Metal-Bands an, aber ich mag auch andere Musikrichtungen wie Klassik. Ich schränke mich da nicht selbst ein, die Musik, die ich höre, muß mir nur in irgendeiner Weise etwas geben und eine innere Regung in mir auslösen. Manches Mal höre ich mir auch Soundtracks von Filmen an, wenn sie gut sind.
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A. P.: Ist es nicht irgendwie so, wenn du selbst "beruflich" Black Metal spielst, daß du in deiner Freizeit eine Pause davon brauchst?
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M. S. H.: Teilweise schon, aber diese Musik ist mein Leben und es gibt gute Bands, die ich mir dann trotzdem anhöre, weil ich die Musik einfach okay finde. Im Death Metal-Bereich zählen für mich MORBID ANGEL noch immer zu den absoluten Größen, sie haben all die Jahre wirklich hart gearbeitet und sind ihren Weg konsequent gegangen.
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A. P.: Und was hältst du eigentlich von den ganzen Black Metal-Bands, die Unmengen von Keyboards in ihren Songs einsetzen und die nicht mehr wirklich den Ursprung des Black Metal verkörpern?
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M. S. H.: Es ist ganz alleine ihre Angelegenheit, jeder kann machen, was er für richtig hält. Ich mag Keyboards im Black Metal zwar nicht besonders, aber ich kümmere mich nicht darum, was andere Bands machen. Ich lebe für das, was ich mache und ich kann mir nicht vorstellen, bei MARDUK einen Keyboarder aufzunehmen, denn bei uns dominiert der Gitarrensound.
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A. P.: Und was machst du, wenn du nicht gerade mit MARDUK beschäftigt bist? Dein Terminplan ist ja recht vollgepackt, bleibt da überhaupt noch Zeit für Freizeitaktivitäten?
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M. S. H.: MARDUK beansprucht 85 Prozent meiner Zeit, aber das soll auch so sein, denn es ist das, was ich gerne mache und was wichtig für mich ist. In der restlichen Zeit lese ich sehr viel. Was Freunde betrifft, kann ich nur sagen, daß die Leute in der Band meine Freunde sind. Wir kennen uns schon sehr lange und wir sehen uns fast täglich, außerdem proben wir vier bis fünf Mal pro Woche. Und unser jetziges Line Up ist ja auch seit längerer Zeit stabil, ich glaube, das spricht für sich.
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A. P.: Ich habe in einem alten Interview gelesen, daß ihr alle zusammen jede Menge Zeit bei McDonalds verbringt und euch außerdem hin und wieder in einem alten Haus rum treibt, in dem angeblich seltsame Dinge passieren.
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M. S. H.: Ja, zu diesem Haus fahren wir immer noch ab und zu, es ist einfach ein spezieller Platz für uns. Und auch unsere Lieblings-McDonalds-Filiale überfallen wir immer noch in regelmäßigen Attacken nach den Bandproben, wobei ich eigentlich gestehen muß, daß ich das Zeugs nicht besonders nahrhaft finde und man nach kurzer Zeit schon wieder einen immensen Hunger verspürt!
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A. P.: Neben deiner Hauptband MARDUK hast du ja auch ein Side-Project namens DEVILS WHOREHOUSE am Start.
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M. S. H.: B War und ich wollten schon längere Zeit eine MISFITS-Coverband ins Leben rufen und als wir etwas Zeit hatten, sind war dann diesbezüglich aktiv geworden. Wir habe eine Mini-CD mit dem Titel "The howling" veröffentlicht. Darauf befinden sich 4 eigene Tracks und die restlichen Songs sind Coverversionen. Wir planen auch, ein komplettes Album mit dieser Band aufzunehmen.
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A. P.: Seid ihr mit DEVILS WHOREHOUSE schon live aufgetreten?
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M. S. H.: Wir haben auf dem 10 Jahre-Jubiläumsgig von MARDUK als Supportband gespielt und es war ein großartiger Auftritt, der allen Riesenspaß gemacht hat.
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A. P.: Wollt ihr in nächster Zeit eine längere Tour absolvieren oder bleibt es bei Einzelgigs?
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M. S. H.: Ich glaube nicht, daß wir auf Tour gehen werden, weil uns im Moment einfach die Zeit dafür fehlt.
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A. P.: Inwieweit war Devo Andersson, der ja früher ein Mitglied von MARDUK war, an "The howling" beteiligt?
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M. S. H.: Er war nur insoweit beteiligt, als daß wir das Album in seinem Studio aufgenommen haben. Aber für die nächste Scheibe werden wir in ein anderes Studio gehen, um einen besseren Sound zu erzielen.
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A. P.: War deine Bewunderung für Glen Danzig und die Musik, die er geschrieben hat, ein Grund dafür, DEVILS WHOREHOUSE zu gründen?
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M. S. H.: Auf alle Fälle! Glen Danzig ist eine sehr starke Persönlichkeit, er hat sich nie irgendwelchen Leuten gebeugt und geht im Musikbusiness konsequent seinen eigenen Weg. Er ist wirklich etwas Besonderes für mich.
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A. P.: "La grande danse macabre", "The howling" und auch deine letzte ABRUPTUM-Scheibe wurden auf Blooddawn Productions veröffentlicht. Ist das dein eigenes Label?
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M. S. H.: Ja, Blooddawn Productions ist mein eigenes Label, aber ich kooperiere mit einem anderen Label, das sich Regain Records nennt. Wir arbeiten sehr eng zusammen.
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A. P.: Und warum hast du dieses Label gegründet? Wart ihr nicht mehr zufrieden mit dem, was Osmose für euch getan hat?
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M. S. H.: Manche Dinge gingen uns einfach zu langsam und daher habe ich mein Label gegründet, um die Kontrolle zu haben und von dort aus, wo ich wohne, auch alle Aktionen wie Promotion und dergleichen steuern zu können. Außerdem kann ich auf diesem Label Bands unter Vertrag nehmen, die mir persönlich gefallen, wobei aber im Moment mein Hauptaugenmerk natürlich auf MARDUK liegt. Alles andere wird sich in Zukunft ergeben.
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A. P.: MARDUK sind ja jetzt mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Hast du die Homepage kreiert oder hat das jemand anderer für euch gemacht?
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M. S. H.: Ich habe selbst nicht die Zeit und auch nicht die Geduld, um mich mit dem ganzen Computerzeugs zu beschäftigen, daher haben wir jemanden engagiert, der sich um unsere Homepage kümmert und auch die Updates vornimmt.
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A. P.: Kannst du uns bitte etwas über dein letztes ABRUPTUM-Album erzählen?
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M. S. H.: Einen Track von diesem Mini-Album habe ich bereits 1991 aufgenommen und das Album beschäftigt sich generell mit den verschiedenen Formen des menschlichen Seins und damit natürlich auch mit meinen persönlichen Emotionen.
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A. P. (angstvoll): Hast du bei gewissen Songstellen wirklich auf menschlichen Schädeln getrommelt? Zumindest habe ich das gelesen...
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M.H. (stolz lachend): Das stimmt, ich sammle menschliche Schädel. Leider hab ich zur Zeit nur sechs Stück, einer stammt von einem Kind und die restlichen Totenköpfe sind von Erwachsenen.
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A. P. (leicht geschockt): Und woher bekommst du diese Schädel, wenn ich fragen darf?
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M. S. H.: Haaaaaaaaaa! No Comment!
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A. P.: Verstehe! Kommen wir zum nächsten MARDUK-Ableger, du bist zwar nicht die richtige Ansprechperson dafür, aber vielleicht weißt du ja, ob Fredrik und B War noch mit ALLEGIANCE aktiv sind?
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M. S. H.: Ich glaube, die Band existiert nicht mehr. Zumindest hatten die beiden in den vergangenen Monaten keine Zeit, Songs zu schreiben oder sich mit den anderen Jungs zu treffen, weil wir auf Tour waren und danach mit den Arbeiten zu "La grande danse macabre" beschäftigt waren. Wir versuchen halt immer, daß sich all unsere anderen musikalischen Aktivitäten nicht mit MARDUK überschneiden.
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A. P.: Du hast gerade das Wort Tour erwähnt, ihr seid ja sehr oft und viel unterwegs und wart voriges Jahr unter anderem auf einigen Festivals live zu sehen. Wie hast du denn das Wacken Festival in Erinnerung?
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M. S. H.: Das war ein wirklich geniales Festival, obwohl ich normalerweise Festivals nicht besonders mag, da die Auftritte bei solchen Events oft relativ chaotisch und seltsam ablaufen. Und auch in Wacken hatten wir eine Panne, da DARK FUNERAL versehentlich unser Equipment mit ins Hotel genommen haben. Daher wechselten wir mit IMMORTAL die Position am Billing, denn wir mußten warten, bis wir unser gesamtes Zeugs wieder am Festivalgelände hatten.
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A. P.: Auch nicht schlecht! Ich habe gehört, daß ihr demnächst ein Homevideo rausbringen wollt. Stimmt das und wenn ja, was wird es auf diesem Video zu sehen geben?
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M. S. H.: Es stimmt, wir werden tatsächlich ein Video veröffentlichen und zwar im Rahmen einer MARDUK-Box. Auf dem darin befindlichen Video wird jede Menge Backstage-Footage drauf sein. Wir haben Sachen aus den Anfangstagen der Band auf dieses Video gepackt, also wirkliche Raritäten und auch neuere Aufnahmen aus der Gegenwart. Es handelt sich also nicht um ein einziges Live-Konzert, das wir aufgenommen haben, sondern das Teil wird ein außergewöhnlicher Film über MARDUK sein. Außerdem haben wir uns auch für das Booklet jede Menge einfallen lassen, es werden viele Fotos drauf sein und es wird alle Texte von MARDUK beinhalten.
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A. P.: In letzter Zeit habt ihr euch ja von manchen Magazinen immer wieder ohne Schminke ablichten lassen. Ich war total erstaunt, solche Pics von euch im Rock Hard oder im Legacy zu finden...
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M. S. H.: Bislang haben wir das ja eher vermieden, aber während der Aufnahmen zu "La grande danse macabre" waren immer wieder Journalisten im Abyss-Studio und wir wollten uns da nicht extra schminken, also haben wir uns ungeschminkt fotografieren lassen. Aber live werden wir uns immer schminken, das ist wichtig für uns, weil es die visuelle Seite unserer Musik ist. Wir haben das von Anfang an gemacht, warum sollten wir auf einmal damit aufhören? Soweit ich weiß, sind wir eine der letzten bekannten Bands, die sich für ihre Auftritte noch schminkt. Viele andere Musiker haben damit aufgehört, aber das kommt für uns nicht in Frage.
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A. P.: Findest du nicht auch, daß sich die ganze Szene, überhaupt in den letzten Jahren, stark verändert hat?
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M. S. H.: Die Scheiße ist, daß immer mehr Bands Black Metal machen und ihre Musik veröffentlichen. Die Fans verlieren den Überblick und dabei entgehen ihnen immer wieder Bands, die gut sind, aber leider die in der Veröffentlichungsflut untergehen.
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A. P.: Da muß ich dir rechtgeben. Zum Abschluß möchte ich noch wissen, was wir in den nächsten Monaten von MARDUK erwarten dürfen.
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M. S. H.: Wir spielen jetzt noch diese Tour zu Ende, dann kehren wir für drei Tage nach Hause zurück, um dann anschließend eine US-Tour zu absolvieren. Danach machen wir den letzten Mix für das Material, das in die MARDUK-Box kommt. Es sind auch weitere US-Dates geplant und unter Umständen haben wir die Möglichkeit, in Südamerika ein paar Gigs zu spielen. Zu Weihnachten werden wir an ein paar Christmas Festivals teilnehmen und uns dann an die Arbeit für ein neues MARDUK-Album machen.
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A. P.: Habt ihr bereits neue Songs geschrieben?
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M. S. H.: Nein, mir schwirren nur ein paar neue Riffs und Ideen für Lyrics durch den Kopf, aber wir haben noch keinen kompletten neuen Song fertig.
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Mit diesen Worten entließ ich den armen Morgan, der die ganze Zeit über an seiner Verkühlung gelitten hat, endlich in die Geborgenheit seiner Bandkollegen, damit er sich noch in Ruhe auf den kommenden Auftritt vorbereiten konnte. Und der hatte es in sich, wie wohl jeder der zahlreich anwesenden MARDUK-Fans bestätigen kann! - A. P.
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