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MYSTIC CIRCLE waren im Zuge der heurigen No Mercy Festivals in Wien zu Gast und Sänger Graf von Beelzebub nahm sich die Zeit, dem Resurrection ein paar Information preiszugeben.
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A. P.: Ihr seid ja nun bereits das zweite Mal gemeinsam mit MARDUK auf Tour. War das euer Bestreben oder hat sich das mehr oder minder durch Zufall so ergeben?
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G. V. B.: Das Ganze hat sich voriges Jahr am Wave Gotik Treffen entwickelt, weil wir sowieso geplant hatten, 2001 eine Europatournee zu absolvieren bzw. wollten wir bei den No Mercy Festivals mitmachen und da MARDUK in der gleichen Zeitspanne eine Headliner-Tour machen wollten, sind wir quasi einfach mit aufgesprungen auf das Package. Wir kennen die Jungs von MARDUK ja mittlerweile recht gut und die hatten absolut nichts dagegen, gemeinsam mit uns zu touren.
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A. P.: Ezpharess hat mir ja bei euren letzten Wien-Gig erzählt, daß ihr euch blendend mit den Jungs verstanden habt.
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G. V. B.: Ja klar, wir sind auch so öfters im Kontakt und außerdem war es so, daß vor kurzem unser neues Album veröffentlicht wurde und da hat es der Touragentur ganz gut in den Kram gepaßt, daß wir gemeinsam auf Tournee gehen. Wir werden ja dann heuer im September noch eine eigene Headliner-Tour machen.
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A. P.: Wißt ihr schon, welche Bands euch dann begleiten werden?
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G. V. B.: Vielleicht EVER EVE, aber es ist nichts fix, die anderen Bands stehen noch nicht fest. MYSTIC CIRCLE wird definitiv der Headliner sein.
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A. P.: Und wie ist diese Tour bisher verlaufen? Gab es Highlights oder auch Gigs, die enttäuschend für euch waren?
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G. V. B.: Nein, für mich ist es eigentlich nur dann eine Enttäuschung, wenn ich finde, daß ich selbst schlecht gesungen habe. Aber sonst ist für uns jeder Auftritt auf dieser Tour ein Highlight, weil wir das erste Mal die Chance haben, im Rahmen der No Mercy Festivals vor so vielen Leuten zu spielen und weil wir auch an Orten aufgetreten sind, an denen wir vorher noch nie waren, z.B. in Frankreich, Spanien oder Portugal.
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A. P.: Ihr habt ja ein neues Album mit dem Titel "The great beast" am Start. Meiner Ansicht nach klingt es wesentlich erwachsener als die Scheiben, die ihr bisher veröffentlicht habt.
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G. V. B.: Da hast du recht, wir haben uns wieder auf das besinnt, was wir eigentlich zu Beginn gemacht haben und diese Ideen weiter entwickelt. Wir haben die Melodien miteinander kombiniert, die Songs sind wesentlich straighter geworden und wir haben das Tempo reduziert, um dadurch druckvoller zu klingen. Die Produktion ist fetter geworden als bei den unseren anderen Alben und das gesamte Artwork ist tatsächlich erwachsener geworden. Das Cover sieht wesentlich professioneller aus als das bisher der Fall war und ich bin der Ansicht, daß wir mit dieser CD auf alle Fälle einen Schritt vorwärts gegangen sind. Wir wollen diesen Stil auch in Zukunft beibehalten, die nächste Scheibe wird dann auf der einen Seite monumentaler und auf der anderen Seite aber auch wesentlich brutaler werden.
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A. P.: Du singst ja auf "The great beast" Death Metal-lastiger als auf euren anderen Scheiben. Hast du das beim Songwriting schon beabsichtigt oder hat sich das bei den Aufnahmen so ergeben?
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G. V. B.: Ich habe ja schon früher Death Metal-mäßig gesungen, da einer meiner Einflüsse z.B. DEICIDE sind, aber wir haben unsere Musik als Black Metal bezeichnet, weil wir eine antichristliche Gruppe sind und der Death Metal für uns doch eine Zeit lang zu sehr in die soziale Richtung tendierte. Aber die tiefe Stimme war immer schon ein Teil von MYSTIC CIRCLE und dieses Mal hab ich speziell damit gearbeitet, weil mir das Gekrächze schon auf den Arsch gegangen ist. Ich habe die ganze stimmliche Bandbreite drauf und da unser neues Album kein Konzeptalbum ist, blieb nicht so viel Raum dafür, die Stimme extrem zu variieren und damit den Texten mehr Ausdruck zu geben. Wir wollten mit dem neuen Album einfach zeigen, daß wir wieder zurück sind und das besser als je zuvor. Wir haben ja einen neuen Drummer und das Feeling in der Band ist zur Zeit so, als ob wir neu geboren wurden.
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A. P.: Du hast also beim neuen Line Up schon den Eindruck, daß es stabil ist und daß ihr wirklich eine Einheit bildet?
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G. V. B.: Ich denke schon, obwohl unser Schlagzeuger an sich aus Berlin kommt und nur als Sessiondrummer geplant war. Nur ist er jetzt doch sehr begeistert von dem, was wir machen und möchte fix einsteigen. Aber das andere Line Up, sprich Ezpharess, Baalsulgorr und ich, das ist auf jeden Fall gefestigt. Der Drummer muß sich halt jetzt noch in diese Einheit einfügen.
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A. P.: Von welchen Themen handeln denn die Texte auf "The great beast"?
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G. V. B.: Die Texte sind dieses Mal nicht so aus unserer Phantasie entsprungen, sondern spiegeln unsere persönliche Meinung wider. Sie handeln hauptsächlich von unserer Abneigung gegen die Institution der Kirche.
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A. P.: Habt ihr wirklich so eine Abneigung gegen die Kirche oder ist es zum Teil auch nur ein Klischee, weil es zu eurer Musik paßt?
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G. V. B.: Für mich ist die Musik kein Klischee, sondern ein Lebensstil und ich interessiere mich generell für die dunkle Seite des Lebens. Ich bin z.B. auch ein Fan von Horrorfilmen. Die Institution der Kirche hasse ich deshalb, weil jede Art von Religionen die Menschen beeinflußt und die Menschheit endlich lernen sollte, für sich selbst zu denken. Das ist meine Grundeinstellung, das hat mit Klischee nichts zu tun. Vielleicht haben das einige Menschen gedacht, weil sie unsere Cover- bzw. Promofotos gesehen haben. Aber damit wollten wir den Metalfans nur etwas fürs Auge bieten und ein weiterer Hintergedanke war, unsere Musik mit den Fotos visuell umzusetzen. Aber der Schuß ist leider nach hinten losgegangen und wir haben uns letztendlich gefragt, wozu wir jeden Abend bei den Shows eine Menge Geld dafür ausgeben sollen, um vom Publikum belächelt zu werden.
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A. P.: Habt ihr die neuen Songs zusammen geschrieben oder ist bei euch ein Bandmitglied doch so etwas wie der musikalische Kopf?
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G. V. B.: Die Musik selbst ist wirklich absolutes Teamwork, für die Texte bin ich alleine zuständig. Da jedoch alle Bandmitglieder verantwortlich sind für das, was veröffentlicht wird, setzen wir uns immer wieder zusammen und diskutieren die Songs und die Texte gemeinsam durch. Die Arbeiten rund um die Band sind zwischen uns aufgeteilt, ich bin z.B. für das Tourbooking zuständig.
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A. P.: In welchem Studio habt ihr "The great beast" aufgenommen und wer hat die Scheibe produziert?
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G. V. B.: Wir waren für die Aufnahmen wieder bei Gerhard Magin im Commusication Studio, wo unter anderem auch schon THEATRE OF TRAGEDY aufgenommen haben. Wir sind mit dem Resultat an sich zufrieden, aber ich glaube, daß das Limit erreicht ist und wir werden für das nächste Album wahrscheinlich in ein anderes Studio wechseln.
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A. P.: Welche Dame hat denn auf euren Alben die weiblichen Gesangparts übernommen und warum nehmt ihr diese Parts nicht mit auf in eure Livegigs?
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G. V. B.: Auf einem Album von uns sang Sarah, die schon bei THERION oder CRADLE OF FILTH mit dabei war. Bei der neuen Scheibe hat uns eine Dame ausgeholfen, die auch bei AGATHODAIMON mitgesungen hat, sie ist also nicht ganz unbekannt. Der Grund, warum wir nicht wieder Sarah gefragt haben, war der, daß wir eher eine tiefe Frauenstimme als Hintergrund haben wollten und Sarah singt ja bekanntermaßen sehr hoch. Allerdings planen wir für das nächste Album wieder eine Zusammenarbeit mit Sarah und außerdem wollen wir einen männlichen Sänger mit klarer Stimme dabei haben. Live bauen wir den weiblichen Gesang deshalb nicht ein, weil es eigentlich nicht auffällt, wenn er fehlt, da dies ja kein Hauptbestandteil von MYSTIC CIRCLE ist. Und im übrigen würde es bedeuten, daß wir wieder eine Kabine mehr im Bus brauchen und das kostet Geld.
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A. P.: Habt ihr das Cover von "The great beast" selbst entworfen oder habt ihr jemanden dafür engagiert?
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G. V. B.: Die Idee stammte von uns und wir kennen Photographen und Künstler, die diese Einfälle dann für uns umsetzen. Unsere Plattenfirma ist froh, daß wir das selbst in die Hand nehmen und sie geben uns da keine Richtlinien betreffend des Artworks. Das aktuelle Cover hat der Zeichner entworfen, der schon Covers für IMMORTAL oder IMPALED NAZARENE gemacht hat.
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A. P.: Wie hat denn die Metalpresse bislang auf euer neues Album reagiert?
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G. V. B.: Im großen und ganzen waren die Reaktionen gut, wobei wir natürlich auch wieder negative Kritiken bekommen haben. Aber für mich sind sowieso die Reaktionen der Fans wichtiger als die der Presse, denn letztendlich entscheiden die Fans darüber, ob das Album ein Erfolg wird oder nicht. Ich habe mich bei den Konzerten mit den Leuten unterhalten und da bekamen wir durch die Bank positive Reaktionen auf "The great beast" und teilweise waren die Fans richtig überrascht vom neuen Material. Das Publikum war zum Teil auch von den Liveshows überrascht, weil heute nur noch die Musik für uns zählt und die Bühnenshow daher wesentlich aggressiver als früher ist.
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A. P.: Was hat sich sonst noch Nennenswertes rund um MYSTIC CIRCLE in den letzten Monaten getan?
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G. V. B.: Wie gesagt, wir haben einen neuen Drummer und wir waren mit den Aufnahmen zu unserem neuen Album beschäftigt und haben viel getourt. Sonst ist eigentlich nichts Außergewöhnliches passiert.
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A. P.: Und was wird sich im restlichen Jahr 2001 noch bei euch tun?
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G. V. B.: Im September steht die Headliner Tour für 5 oder 6 Wochen ins Haus, unmittelbar nach der Tour gehen wir dann wieder ins Studio, weil wir unser 10-jähriges Bestehen mit einer DVD feiern wollen. Danach werden wir erneut auf Tour gehen und im September 2002 werden wir in einem englischen Studio unsere nächste Scheibe aufnehmen. Du siehst, wir haben wirklich jede Menge zu tun in der nächsten Zeit.
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Tatsächlich vielbeschäftigte Jungs und sie konnten mich auch mit ihrer Liveshow an diesem Abend in Wien davon überzeugen, daß sie sich tatsächlich musikalisch und bei der optischen Umsetzung ihrer Songs ein schönes Stück weiterentwickelt haben. - A. P.
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