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ANNIHILATOR, SEVEN WITCHES, DEBASE & R.I.P. DEPARTMENT
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Wien, Planet Music
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30.04.2002
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Nur ein Jahr und 2 Monate nach der letzten Tour mit NEVERMORE, SOILWORK und
RAWHEAD REXX beehrten uns Kandadas Finest erneut. Mit im Gepäck das neue
Album "Waking the fury" und als Supports SEVEN WITCHES & DEBASE.
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Die beiden ersten Bands, RIPD aus Laa/Thaya und DEBASE aus Schweden, habe
ich leider wegen einer Terminkollision versäumt - zeitgleich stand ein
telefonisches Interview mit MANOWARs Eric Adams an, welches der Grund war,
daß ich erst gegen 21.30 Uhr im Planet Music ankam. Aber laut Aussagen von
pünktlich Anwesenden sollen beide Bands nicht gerade das Gelbe vom Ei
gewesen sein...
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Dafür entschädigten SEVEN WITCHES mit einer gediegenen Metal-Show, obwohl
diese zum Zeitpunkt meines Kommens auch schon fast 30 Minuten im Gange war.
Jack Frost überzeugte wie immer als Metalhead reinsten Wassers sowie mit
kernigen Riffs, während Sänger Wade Black eine etwas äh eigenwillige
Performance in etwas äh eigenwilligem Outfit an den Tag legte... Aber
gesanglich gehört der gute Mann fraglos zur ersten Power Metal-Liga. Am Bass
half übrigens ARMORED SAINT-Legende Joey Vera für den kurz vor der Tour
ausgestiegenen Bill Mez aus und ließ durch ein paar spacige Einlagen
aufhorchen. Alles in allem sind SEVEN WITCHES mit einem Album wie dem
überragenden "Xiled to infinity and one" und solch guten Live-Shows sicher
eine große Hoffnung für die Zukunft.
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ANNIHILATOR setzten dem aber - wie erwartet - locker noch einen drauf. Denn
die Kanadier haben ja schon lange einen Ruf als exzellente Live-Band inne.
Und den bestätigten sie an diesem Abend wieder einmal bzw. konnten ihn noch
ausbauen, denn mit den zwei neuen Leuten in der Band war die Band noch
agiler und energetischer. Im Falle von Drummer Randy Black eigentlich "alter
neuer", denn dieser saß ja schon einmal, nämlich während "King of the
kill"-Zeiten, hinter dem ANNIHILATOR-Schlagzeug - und beeindruckte so wie
damals durch technisch hochwertiges und gleichzeitig kraftvolles Drumming. Der neue Mann an der zweiten Gitarre, Curran Murphy, den Jeff Waters ja von der letztjährigen
Tourbegleitband NEVERMORE "ausgespannt" hat, fügte sich sofort in die Band
ein und kann als absoluter Aktivposten bezeichnet werden, was man ja von
seinem Vorgänger Dave Davis nicht unbedingt behaupten konnte. Der
Riffmeister selber beglückte uns wieder einmal durch sein gewohnt
durchgeknalltes Stageacting, genauer gesagt seine einmalige
Grimassenschneiderei - KULT. Was sich Jeff Waters allerdings bei Teilen der
Setlist gedacht hat, hinterläßt ein großes Fragezeichen. "Murder" vom
"Remains"(!!!)-Album als Opener grenzt an geistige Umnachtung, und auch "The
box" (Opener vom "Kill of the king"-Album) braucht wohl wirklich keiner
live. Die Songs an diesem Abend setzten sich generell aus Album-Openern ("Ultra-motion", "Set the world on fire", "Denied" etc.) und Titelsongs ("King of the kill", "Set the world...", "Never, neverland",...) zusammen. Dazu gabs als Zugaben noch das wie immer alles zermalmende "Phantasmagoria", das meiner Ansicht nach zwar witzige, an dieser Stelle aber überflüssige "Shallow grave" und als Schlußpunkt wie immer das umjubelte "Alison hell". Von der wie gesagt teilweise etwas merkwürdigen Setlist abgesehen, ein toller Gig!
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