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ANNIHILATOR, SEVEN WITCHES & DEBASE
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Graz, Orpheum
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02.05.2002
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Nachdem für mich aufgrund diverser Probleme, die ich hier nicht weiter breittreten möchte, der geplante Besuch des Wien-Gigs des genannten Packages ausfiel, mußte ich mich wohl oder übel allein mit dem Graz-Auftritt zufriedengeben. Deshalb pilgerte ich samt Kollegen am Tag des berühmten Gösser-Fests im Rahmen der Grazer Frühjahrsmesse ins Orpheum, um Jeff Waters und Co beizuwohnen. Doch welch Anblick mußten wir ertragen, als wir das Lokal betraten? Vielleicht 20 einsame Metalheads irrten in den Vorräumen der Konzerthalle umher und warteten auf den Einlaß.
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So waren zu Beginn der Show vielleicht 30 hartgesottene Fans in der Halle, als DEBASE die Bühne stürmten. Die verrückten Schweden ließen sich allerdings von der mageren Kulisse nicht beeindrucken und spulten einen recht routinierten und kraftvollen Gig herunter. DEBASE profitierten von einem, wie fast immer im Orpheum, hervorragenden Sound, wenngleich der Gesang zu leise gedreht war. Auch wenn DEBASE die Menge nicht gerade zum Kochen brachten, sie wurden mit gebührenden Applaus gefeiert. Und sie durften an diesem Abend, was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wußten, ein paar Minuten länger spielen. So kamen wir in den Genuß eines Drum-Solos (wirklich gut gespielt) und einiger zusätzlicher Nummern. DEBASE stellen meiner Meinung nach ein wirkliches Versprechen für die Zukunft dar. So kann ihr erstes Album "The world is listening" durchaus beeindrucken und einige Songs wie "Black Cesar" - stand übrigens bereits auf dem allerersten Rock Hard-"Unerhört"-Sampler -, "Star wars", "White flag" oder "Candyman messiah" zeigen auf CD sowie live das Potential der Band.
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Danach wartete gespannt alles auf SEVEN WITCHES, um ein wenig Metal "backzutaken" (hell yes!!! - J. S.). Doch wie man irgendwie an diesem Abend schon vermuten konnte, wollte doch einfach alles auf einen beschissenen Konzertabend hindeuten, kam doch ein ziemlich beschämter Jack Frost allein auf die Bühne, um zu verkünden, daß SEVEN WITCHES ihren Auftritt leider absagen müssen, da Sänger Wade Black erhebliche gesundheitliche Probleme hatte. So stand er bereits den ganzen Tag in ärztlicher Behandlung, weil er Blut spuckte und rotzte. Nur gab es nicht viel Zeit, um sich darüber zu ärgern, denn gleich darauf enterten ANNIHILATOR die Bühne mit dem Ziel, den vielleicht 50 anwesenden Fans einen unvergeßlichen Abend zu bereiten...
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Und das gelang der Truppe um Metal-Maniac Jeff Waters dann auch in eindrucksvoller Manier. Mit "Ultra-motion" stürmte das Quintett die Bühne und versprühte von der ersten Sekunde an eine unglaubliche Spielfreude. Bereits mit den ersten Riffs hatten ANNIHILATOR die anwesenden Banger in der Hand und brachten diese zur Ekstase. Mit einer unglaublichen Brachialgewalt donnerten Jeff Waters und Co. Ihre Thrash-Granaten herunter und profitierten dabei von einem wirklich lupenreinen Sound. Dazu kommt noch, daß ANNIHILATOR live einfach immer noch eine Spur härter und druckvoller kommen als auf CD und so war dieser Gig wirklich eine Demonstration, wie diese Art von Musik zu klingen hat. Und auch die Songlist konnte sich, natürlich, sehen lassen. Bei Songs wie "King of the kill", "Refresh the demon" "The box", "The ritual", "I am in command", "Never Neverland" und natürlich "Alison hell" war kollektives Ausrasten angesagt. Auch Sänger Joe Cameau, der übrigens an diesem Abend Geburtstag hatte und dafür auch just ein Ständchen der Anwesende erhielt, bot eine mitreißende Performance und zeigte, daß er imstande ist, auch die älteren Songs hervorragend zu interpretieren. So konnten ANNIHILATOR wirklich allen Anwesenden einen genialen Abend bereiten, an den sie ihre Nackenmuskeln bestimmt auch noch eine Woche danach erinnern werden. Denn es gab wohl wirklich keine Rübe, die während dieses Gigs auch nur 5 Sekunden stillhalten konnte. Schade nur, daß zwar zu jeder Scheiß Durchschnitts-Band zumindest 200-300 Leute kommen, aber eine geniale Band wie ANNIHILATOR, die seit Ewigkeiten zeitlose und vor allem außergewöhnlich gute Musik macht, vor einer solch mickrigen Kulisse spielen muß. Nein, eigentlich ist es gar nicht schade, es ist traurig.
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