BOLT THROWER, BENEDICTION, FLESHCRAWL & DEMONIZE
Innsbruck, Hafen
16.01.2002

Bei meinem Eintreffen lärmten bereits FLESHCRAWL vor sich hin. Ihr Death Metal hatte so einige Grooves, war aber nicht ausgereift, um irrsinnig viele Leute vom Tresen herzulocken. Ganz in Gegenteil zum lokalen Support Act DEMONIZE, von denen mir man gutes berichtet hat.
Bei BENEDICTION ging dann die Post ab! Mittlerweile waren so um die 350 Leute da, und diesmal kann ich auch meine Landsleute aus Südtirol wirklich loben, denn es waren viele bekannte (und lang nicht mehr gesehene) Gesichter in der Menge. Schon bei den ersten Takten bildete sich ein ordentlicher Moshpit. Die folgende Dreiviertelstunde war Old School-Death Metal angesagt! Zäh rollende Stücke, die immer wieder von groovigen Parts abgelöst wurden, kämpften sich siegreich ins Wohlwollen des Publikums. Auch der neue Fronter machte einen guten Eindruck und wanderte die ganze Zeit auf der Bühne hin und her. Zudem verdienen BENEDICTION für ihr DEATH-Cover (R.I.P. Chuck) einen Extrapunkt.
Anschließend war es für BOLT THROWER Zeit, allen zu zeigen, wie brachial, gewaltig und beeindruckend technisch perfekter Death Metal sein kann! Wie eine Dampfwalze plättete die Soundmauer der Briten Meter für Meter die ganze Halle nieder. Tolle Riffs paarten sich in ein harmonisches Gebilde mir wuchtigen Drums und Basslines, die gewaltig aus der P.A. explodierten. Jeder Takt hinterließ tiefe Spuren in den Gemütern der Zuschauer. Leider kriegt man solche Grooves, solche Brutälität und solch ein spielerisches Niveau nicht jeden Tag geboten. Der eine oder andere Smasher fehlte zwar, aber das konnte den Gesamteindruck auch nicht lindern. Super!

S. R.