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BON JOVI & LIVE
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Wien, Praterstation
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28.05.2003
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Alle (zwei) Jahre wieder... 1999, 2001 und 2003 beehrten BON JOVI Österreich mit einem Gig. Diesmal leider wieder nicht am A1-Ring, sondern das zweite mal in Folge im Ernst-Happel-Stadion, wo halt eben nicht ganz die Atmosphäre wie in Zeltweg zustandekommt. Aber Hauptsache, einer der letzten Vertreter des guten alten Stadion-Rock macht überhaupt hierzulande Station.
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Als Vorband zogen diesmal LIVE aus Pennsylvania das große Los, ihre Musik zig-Tausenden von Fans auf der ganzen Welt präsentieren zu dürfen. Gemacht haben sie aber meiner Ansicht nach relativ wenig daraus. Gut, für den eher dürftigen, sehr blechernen Sound kann die Band nichts - aber LIVE gaben sich quasi fast kampflos geschlagen, indem sie die riesige Bühne kaum nützten und eine ziemliche Stehpartie abhielten. Außerdem nervte die nach JEDEM Song von Sänger Ed Kowalczyk getätigte Ansage "if you don´t know - we are LIVE!". Ich denke, die Musik von LIVE gehört eher in kleinere Clubs/Hallen als in ein Stadion...
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Dafür kamen dann nach einer - für eine Band dieser Größenordnung relativ - kurzen Umbaupause BON JOVI und zeigten, wie mans richtig macht. Der Opener "Bounce" schallte zwar noch in "Zimmerlautstärke" aus der riesigen P.A., aber dann wurden die Regler in die Höhe gewuchtet und Jon Bongiovi & Co. zeigten sich von Seite, die ich an ihnen liebe:"You give love a bad name", "Wild in the streets"(!) und "Livin´ on a prayer" vom bis heute besten BON JOVI-Album "Slippery when wet". Nach diesem Dreifach-Schlag wurde mit "Everyday" ein zweiter "Bounce"-Song eingeschoben, um mir dann mit meinem unangefochtenen BJ-Lieblingssong "Runaway" fast die Tränen in die Augen zu treiben. Wobei sich hier aber die Frage auftat: Kann oder will Jon nicht mehr hoch singen? Denn die hohen Passagen gegen Ende des Tracks ließ der gute Mann nämlich völlig weg. Aber meinereins ist schon froh, den Song diesmal wieder in der Original-Version und nicht als Ballade (wie es die Band zu meiner Enttäuschung anno 1999 am A1-Ring praktizierte) gehört zu haben. Und das daraufhin folgende Hitfeuerwerk ließ sowieso keine Wünsche mehr offen: "Keep the faith", "Wanted dead or alive", "It's my life", "Someday I'll be saturday night", "I'll be there for you" (mit Ritchie Sambora an den Lead Vocals), "Born to be my baby", "I'll sleep when I'm dead", "Raise your hands", das stürmisch bejubelte "Blaze of glory" und "In these arms" beendete dann den regulären Set. Auffallend übrigens, daß Jon Bongiovi auffallend oft (ca. bei der Häfte der Songs) zur zweiten Gitarre griff - was einen "rockigeren" Gesamtsound als bei den früheren Open Air-Gigs zur Folge hatte. Und auch die Setlist war diesmal (siehe oben) nicht ganz so kuschel-orientiert. Als Zugabe fungierten wieder einmal "Captain Crash & the Beauty Queen from Mars" und die "Twist & shout"-Coverversion, ergänzt durch "Bad medicine" und das Finale "These days". Das ist Stadion Rock at it´s best!
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