CHILDREN OF BODOM, SOILWORK & SUIDAKRA
Wien, Planet Music
17.05.2003

Dank der neuen Children’schen Promo-Managerin von Universal Music konnten wir noch kurzfristig ein Interview erhaschen und so fanden wir uns bereits um 19.00 beim Planet Music ein, wo schon ein reger Andrang herrschte. Unter anderem stand da ein Typ aus Mexiko(!), der extra wegen dem Konzert hergeflogen war! Sachen gibts.
Als Opener fungierten die deutschen SUIDAKRA, welche zwar an "Professionalität" den restlichen zwei Bands um ein klein wenig nachstanden (im Sinne von leichten Schlampereien spieltechnischer Natur), aber dennoch einen respektablen Gig auf die Bretter legten. Das bereits gut gefüllte Planet wußte dies zu würdigen und die Deutschen wurden - für einen Opener ungewöhnlich - gleich mal ziemlich abgefeiert. Mir persönlich waren die Gitarren etwas zu schrill und die "Piefke-Ansagen" etwas zu blöd, aber die Jungs waren voller Enthusiasmus und kamen deshalb sympathisch rüber.
SOILWORK preßten als nächstes einen sehr tighten Gig runter. Soundmäßig um einiges transparenter und druckvoller rüberkommend als bei ihrem letzten Wien-Konzert (während der IN FLAMES-Tour), kochte die Stimmung in der mittlerweile schon mehr als vollgefüllten Halle. Das "Belüftungs-Environment" der Location war natürlich auch diesmal wieder komplett überfordert. Ich hoffe, da ändert sich jetzt bald mal was (zusätzlicher "Dank" in dieser Hinsicht gebührt dem Planet-Team für das Nicht-Öffnen der Garderobe. ;-) Geil war es, vier Stunden deppert die Lederjacke zu halten).
CHILDREN OF BODOM kosteten dann ihren Headliner-Status gleich mal ordentlich aus und spannten die Fans (in 80iger-Stadionband-Manier) auf die Folter. Aber wir warteten gerne. Frenetisch bejubelt enterten Alexi und seine Mannen nach einem kurzen Intro die Bühne und die nun bis auf den letzten Platz (und mehr) gefüllte Halle bebte von Beginn an "like hell". Die Band spielte sich in gewohnt unglaublichst souveräner Manier, Spielfreude und Professionalität durch ihre Discographie. Das Zusammenspiel dieser finnischen Wildchilds sucht wirklich seinesgleichen. Allen voran Leadgitarrist und Sänger Alexi Laiho. Extrem. Ich hätte zwar gerne mehr Songs von ihrem Debut-Album "Something Wild" (weil für mich immer noch der beste Output des Fünfers) gehört, aber dafür gab es dann reichlich Gitarren/Keyboard-Duelle und sogar ein Drum-Solo. Letzteres klang vielleicht soundmäßig ein bißchen eigenartig (synthetisch), war aber trotzdem cool anzuschauen... Alleine schon aus dem Grund, weil das heutzutage kaum mehr jemand macht. That’s fuckin’ Rock`n´Roll! Nach guten 80 Minuten inklusive Zugabe setzte die sichtlich zufriedene Band (Wien zählt zu den Lieblingsspielorten der Band) dann dem Spektakel ein Ende. Als Outro kam dann noch "Wild side" von MOTLEY CRUE in anständiger Lautstärke vom Band, um die "Attitude" der Combo nochmals zu unterstreichen (ahso, sind sie Poser?! ;-) - J. S.). Authentisch. CHILDREN OF BODOM kamen, sahen und siegten.

R. S.