CRADLE OF FILTH & IMMOLATION
Graz, Orpheum
05.04.2003

Mit neuem Album im Gepäck waren CRADLE Anfang April wieder in heimischen Gefielden zu betrachten. So pilgerte ich ins Orpheum um mir wieder mal die "Lords of darkness" zu Gemüte zu führen. Als ich ankam, war die Supportband schon am spielen und da die mich zugegebener Maßen nicht wirklich interessiert haben, entschloß ich mich mit meinem Resurrection-Mitstreiter Markus (Gruß an dieser Stelle an Markus & den Elch), ein Bier auf unseren vor kurzen verstorbenen finnischen Metalbruder Teemu Raimoranta trinken zu gehn.
Nachdem IMMOLATION mit ihrer Performance fertig waren, begannen die Umbauten für CRADLE und wir postierten uns in den vordersten Reihen. Die Bühne zierten große Leinwände, wo während der langen Umbauphase Ausschnitte aus dem Splattermovie "Cradle of fear" gezeigt wurden. Das Orpheum war zwar nicht ausverkauft, aber trotzdem sehr gut gefüllt. Als endlich nach langem Warten die Lichter erloschen und Nebel die Bühne einhüllte, fing das Publikum mit "Cradles"- und "Dani"-Rufen an. Als der "Prince of farkness" erschien, tobte die Menge und Dani legte gleich mächtig los. In den ersten paar Nummern gabs kleinere Soundprobleme, denn Danis Mikro war definitiv zu leise eingestellt. Sein berühmt-berüchtigtes Kreischen kam einfach nicht zur Geltung. Der technische Fehler wurde aber nach wiederholtem heftigem Fuchteln und Winken von Dani dann doch noch behoben.

Man präsentierte einige der Songs des neuen Albums "Damnation and a day", unter anderem auch "Thank god for the suffering" welchen ich persönlich wahnsinnig geil finde. Unterstützt wurden die Songs mit passenden Bildern der Album-Cover und Ausschnitten aus den dazugehörigen Videos auf den Leinwänden. Wie man es von den Cradles bereits gewohnt ist, hatten sie auch wieder eine Tänzerin mit an Bord, die sich aufreizend in einem schwarzen Nachthemdchen auf der Bühne räkelte. Leider sah das ganze doch etwas unbeholfen und peinlich aus und so wurde die Dame von einem Teil des Publikums nicht sehr nett empfangen, hatte diese doch etwas Cellulite an ihren Oberschenkeln, die durch das kurze Nachthemdchen natürlich super zum Vorschein kam. Bei einer Nummer wagte sich das Mädel dann zu weit an den Bühnenrand und wurde prompt von den Zuschauern von der Bühne gezogen. Die Securities hatten alle Hände voll zu tun, um sie wieder auf die Stage zu stellen. Der Platz des im September letzten Jahres ausgestiegenen Gitarristen Gian Pyres wurde fabelhaft durch einen Sessionplayer ersetzt, der seine Aufgaben bravorös erledigte.

Geboten wurde der jolenden Menge ein guter Querschnitt aus alten und neueren Stücken. Klassiker wie "Dusk and her embrace" und "Her ghost in the fog" wurden zum Besten gegeben. COF wissen auch nach langen Jahren noch immer ihr Publikum zu begeistern und geben unbeirrt Gas. Alles in allem ein toller Abend mit einer geilen Show und noch geileren Songs.

T. K.