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GAMMA RAY, SONATA ARCTICA, PAIN OF SALVATION & FIRESTORM
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Wien, Planet Music
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11.10.2001
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Nachdem GAMMA RAY ja 1999 auf der "Powerplant"-Tour Wien sträflicherweise ausgelassen hatten, ließen sie sich diesmal wider Erwarten doch in der Bundeshauptstadt blicken. Mit im Gepäck die Proggies von PAIN OF SALVATION und die STRATOVARIUS-Jünger SONATA ARCTICA. Als lokalen Support durften FIRESTORM auf die Bretter des Planet Music.
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FIRESTORM versetzten mir mit ihrem neuen Bühnenoutfit gleich mal einen Schock. Was bitte zum Geier soll dieses verunglückte "Corpsepaint"?!? Damit tut sich die Band sicher keinen Gefallen, was man auch an den Publikumsreaktionen feststellen konnten, welche zwischen Belächeln und Unglauben schwankten. Am kraftvollen Heavy Rock FIRESTORMs war aber wie immer nichts auszusetzen; die Niederösterreicher stellten einmal mehr unter Beweis, daß sie zu den besten Bands dieses Genres in unserem Land zählen. Weiter so - aber bitte ohne Kriegsbemalung!
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Auf PAIN OF SALVATION war ich schon sehr gespannt, denn die Schweden konnten schon mit mehreren tollen Prog-Alben überzeugen. Live funktionierte das aber nicht sonderlich gut, die Band wirkte viel zu brav, ja fast bieder und die Musik ließ jegliche Ecken und Kanten vermissen. Musikalisch waren PAIN OF SALVATION aber dennoch die interessanteste Band an diesem Abend, weil hier eine eigene Identität vorhanden war und versucht wurde, ein wenig abseits ausgetretener Pfade zu spazieren.
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Dies kann man von SONATA ARCTICA nämlich kaum behaupten. Zu groß ist der Schatten, den die übermächtigen STRATOVARIUS werfen. Keyboard- plus Gitarrengedudel mit hohem, fast weinerlichem Gesang machen noch lange keine gute Power Metal-Band! (J. S)
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Nach den doch eher langweiligen Gigs der Support Acts war ich nun doch voller Hoffnung, daß GAMMA RAY, wie schon im Rahmen ihrer letzten Tour, ein wahres Feuerwerk ihrer Klassiker abfeuern werden. Sie starteten dann mit einigen Nummern des neuen Albums auch recht gut in den Gig und konnten von der ersten Sekunde an vor allem durch ihre enorme Spielfreude überzeugen. Ebenso zeigten die Vier wieder einmal, daß sie ein perfekt eingespieltes Team sind, das alte wie neue Songs nahezu perfekt wiedergeben kann. Danach folgte eine gute Mischung aus Klassikern wie "Rebellion in dreamland" und Songs aus dem neuen Album wie "New world order" oder "Fire below"(der beste Song der neuen Scheibe). Zu dem traditionell langgezogenen und mit Mitsingteil ausgestatteten "Somewhere out in space" hampelte ein Maskottchen über die Bühne und versuchte den Fans noch ein wenig einzuheizen. Dieser Auftritt mutete zwar recht lächerlich an, aber verfehlte seine Wirkung nicht und wurde generell als unterhaltsamer Gag angenommen. Bis dahin wars eigentlich ein recht gemütlicher Abend, doch als dann die Zugabe "Heading for tomorrow" (14 Minuten) angespielt wurde, war nicht nur ich erst mal richtig baff, um dann einfach in der Musik zu versinken und dieser Göttergabe zu lauschen... Danach folgten noch "I want out"(schade, daß sie wieder diesen überdrüber-abgedroschenen Song aus den seligen HELLOWEEN-Zeiten wählten. "Ride the sky" oder "Future world" wären mir weit lieber gewesen) und "Valley of the kings", bevor Kai Hansen und Co. diesen wieder einmal hervorragenden Gig endgültig beschlossen. Ich fand es zwar schade, daß mit "Short as hell" nur ein Song vom hervorragenden "Powerplant"-Album gespielt wurde, aber gerade an der Setlist läßt sich ja immer der eine oder andere Kritikpunkt finden.
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Auf jeden Fall war es ein wirklich gelungener Abend mit, wie ich glaube, nur zufriedenen Fans wie auch Bands. Auch wenn die Jungs von SONATA ARCTICA wohl einen Kulturschock mit aus Wien nehmen werden, da sie, wohl unfreiwillig, einem Frank Sinatra-Ständchen von Mephisto mit Unterstützung meiner Wenigkeit beiwohnen durften und dies mit ungläubigen Kopfschütteln kommentierten. *ggg* (SONATA ARCTICA-Fans, wenn Eure Lieblinge ab jetzt Wien meiden, wißt ihr, warum! I kenn Leit... - J. S.) Abschließend kann ich eigentlich nur mehr sagen, daß GAMMA RAY wieder einmal einen super Gig abgeliefert haben. Ich will nicht sagen, daß der Gig absolut hervorragend war, doch auf jeden Fall sehr gut. (J. K.)
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