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SODOM, DESTRUCTION, KREATOR, WYKKED WYTCH & SERAPH
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Salzburg, Rockhouse
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11.01.2002
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Eine der prestigeträchtigsten (und wichtigsten!) Tourneen der letzten Jahre - das unsterbliche Dreigestirn des deutschen Thrash Metals, alle 3 mit überzeugenden neuen Alben am Start. Wer da nicht dabei war, ist selbst schuld und somit machte ich mich auf den Weg nach Salzburg, da ich am darauffolgenden Tag in Wien aus zeitlichen Gründen nicht dabeisein konnte. Komplettiert wurde das Package von den Amis WYKKED WYTCH und den Grenzländern SERAPH. Hoffentlich wird das Geschehen wieder - wie bei den Nuclear Blast Festivals 2000 - auf DVD bzw. Video für die Nachwelt konserviert!
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SERAPH aus Freilassing (nicht zu verwechseln mit den Black Metallern aus Wien!) fungierten in Salzburg als Opener, und das nicht zum ersten Mal. So wurden die 4 auch wie alte Bekannte begrüßt und legten, dementsprechend vom Publikum unterstützt, einen gelungenen Gig hin. SERAPH schaffen es, ein Grundgerüst irgendwo zwischen Power und Thrash Metal mit tollen Melodien und aggressivem Wechselgesang - für den die 2 Gitarristen zuständig sind - zu verbinden. Man merkte außerdem, daß die Band ihren Spaß bei diesem Auftritt hatte und gern auf der Bühne gestanden ist. Hoffentlich findet diese Combo nach dem Rock Shock 2000 wieder mal ihren Weg nach Wien!
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Was die Amis WYKKED WYTCH in diesem Billing zu suchen hatten, frage ich mich heute noch, handelt es sich doch dabei um eine ziemlich eindeutige CRADLE OF FILTH-Kopie. Melodiebögen, Songstrukturen und vor allem der "Gesang" des rothaarigen Frontfräuleins erinnern permanent an Dani & Co. - was aber nicht heißen soll, daß WW eine schlechte Band sind. Die Sechs machen das, was sie machen, gut; es mangelt leider völlig an der eigenen Identität.
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An diesem Abend mußten KREATOR als erster des deutschen Triumvirates auf die Bühne. Nach den Publikumsreaktionen gemessen, muß man allerdings sagen, daß die Essener die heimlichen Headliner waren, denn schon die Montage des Backdrops (also ca. 20 Minuten, bevor ein Musiker die Bühne betrat) hatte frenetischen Jubel zur Folge. Der sich dann bis ins Bedenkliche steigerte, als KREATOR mit "Violent revolution" und "Reconquering the throne" (ein Unternehmen, welches als gelungen bezeichnet werden kann) ihren Set begannen. Aber es sollte noch besser kommen und das darauffolgende "Extreme aggressions" sollte noch lange nicht der tiefste Griff in die Schatzkiste sein. "Pleasure to kill" befand sich ja auch schon in der Setlist der "Endorama"-Tour mit MOONSPELL, aber "Riot of violence" (sorgte standesgemäß für einen riesigen Moshpit), "Flag of hate" (Chuck Schuldiner gewidmet) und dann gar "Tormentor" als letzten Song beförderten die Anwesenden direkt ins Thrash Metal-Paradies. Aber auch sonst gabs keine Füller: "All of the same blood" und "Servant in heaven/King in hell" vom neuen Album, "Phobia" vom "Outcast"-Album (welches sich nahtlos einfügte), "Betrayer" von "Extreme aggression", "People of the lie" von "Coma of souls" und das Titelstück von der "Terrible certainty"-Scheibe ließen die Nackenmuskulatur der Anwesenden nicht zum Verschnaufen kommen. Auffallend aber, daß manche Songs, z.B. "Extreme aggressions", etwas langsamer(!) gebracht wurden... Einen persönlichen Kritikpunkt habe ich auch noch, denn mein KREATOR-Lieblingssong "Some pain will last", langjähriger Opener des Livesets, fehlte...
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Als nächstes waren DESTRUCTION dran - die mir persönlich wider Erwarten besser als KREATOR gefielen, da sie einfach kompakter und auch authentischer rüberkamen. Denn die Bühne wurde hier von dem Ur-"Brüderpaar" Schmier und Mike beherrscht und der einzige Legionär sitzt ja hinten auf dem Drumhocker; KREATOR bestehen ja nur mehr zur Hälfte aus Originalmitgliedern. Als Opener wurde das als Bonus für "The antichrist" neuaufgenommene "Curse the gods" gewählt, was wie eine Bombe einschlug. Ein sehr motivierter Schmier führte dann durch ein Greatest Hits-Programm, welches sich aus den besten Songs vom neuen Album ("Bullets from hell", "Nailed to the cross" und "Thrash till death" - gutes Näschen, Schmier!), Klassikern wie "Total desaster", "Life without sense", "Mad butcher", letzteres genialerweise gefolgt von "The butcher strikes back", zusammensetzte. Und auch ein "Release from agony" hatte seinen Platz im Set, klang aber fast schon wie ein Song von "The antichrist", wodurch das progressive Flair natürlich verlustig ging. Auf eine aufwendige Pyroshow wie die der letzten Tour mußten die Anwesenden leider weitestgehend verzichten, was meiner Vermutung nach an den etwas beengten Platzverhältnissen im Rockhouse lag.
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Als letztes schritten dann Onkel Tom pardon Angelripper & Co. ans Werk. Ich muß jetzt ehrlich gestehen, daß ich zu diesem Zeitpunkt schon mit konditionellen Problemen zu kämpfen hatte und mich deshalb in das Rockhouse-Foyer zurückzog. Bei meiner Rückkehr war schon ungefähr Halbzeit im SODOM-Set, aber ich habe sicherlich genug gesehen, um sagen zu können, daß auch SODOM eine Leistung boten, die der der beiden anderen Bands kaum nachstand. Auch hier Hits en massé - "Remember the fallen", "Ausgebombt", "Nuclear winter", "M-16" und und und - sodaß wirklich jedermann zufrieden nach Hause gehen konnte.
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