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HOLY MOSES, DESASTER, FATAL EMBRACE & OUTRAGE
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Graz, Explosiv
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25.09.2002
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OUTRAGE aus dem steirischen Birkfeld, die sich voll und ganz dem Death Metal
verschrieben haben, durften als Anheizer auf die Bühne. Als einziger
lokaler Act konnte die Band bei diesem Fast-Heimspiel durchaus
überzeugen. Ihr sehr schleppender, teils stark an
Szenegrößen wie SIX FEET UNDER erinnernder Death Metal bietet
zwar zu keinem Zeitpunkt etwas Neues oder gar Außergewöhnliches.
OUTRAGE boten jedoch gute Ansätze und gingen vor allem live
mächtig ab. Auch wenn das nicht jeder quittieren wollte (ein gewisser
Res-Mitarbeiter lästerte in einer Tour "I brauch ka billige
SFU-Kopie!") würdigte der Großteil den gelungenen Auftritt
mit verdientem Applaus. (SFU sind schon im Original billig genug, also laß
mich lästern! - P. Z.) Ein großes Manko haben OUTRAGE allerdings
noch bei ihrer Bühnenperformance. So agierte die Rhythmus-Fraktion so
lethargisch wie am Dynamo! ;-) Nach einer "Ballade" als Zugabe
mußten OUTRAGE allerdings die Bühne räumen.
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Die folgenden FATAL EMBRACE waren eigentlich keinem der Anwesenden ein
Begriff. Umso hervorragender waren dann allerdings die Reaktionen auf den
Auftritt der Berliner. Innerhalb weniger Minuten konnten sie nahezu
sämtliche Anwesende zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Was
auch nicht verwunderlich war bei dem Brett, das die Berliner hinlegten. Mit
brachialer Gewalt donnerten FATAL EMBRACE Song um Song ins Publikum. Und die
Meute ließ sich nicht lange bitten! Als man schließlich noch der
Thrash-Legende EXODUS mit einer Coverversion des
Klassikers "Bonded by blood" huldigte, ging es erstmals so richtig
rund an diesem Abend. Schade nur, daß die kurze Spielzeit keine Fortsetzung
dieses Gemetzels zuließ... Bleibt nur zu hoffen, daß diese Band sich
öfter in unsere Gefilde verirrt. (J. K.)
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Nachdem meine Wenigkeit extra wegen DESASTER den weiten Weg aus Wien nach
Graz gemacht hatte, war es natürlich Pflicht, mich in die erste Reihe
zu stellen. Denn daß DESASTER live eine der Besten sind, haben sie ja bereits bei ihrem Auftritt in Wien im März gezeigt.
Zwar war die Stimmung im Explosiv nicht ganz so euphorisch wie damals im
Planet Music, doch konnten die Deutschen die Menge durchaus begeistern. Denn
eine Band mit so einer Spielfreude erlebt man selten! Und so ist es
natürlich klar, daß DESASTER einen sofort in den Bann ziehen und man
einfach mitbangen muß.
Neben Stücken von "Hellfire's dominion" und "Tyrants of
the netherworld" gab es als Kostprobe auch einige Songs des neuen
Albums "Divine blasphemies", welches in Kürze erscheinen
soll. Und die klangen auf jeden Fall sehr vielversprechend! Natürlich
folgte dann noch die obligatorische Coverversion (SLAYERs "Black
magic") und die (Düster- - P. Z.) Metalhymne schlechthin
("Metalized blood"), die zumindest mir den Rest gegeben hat. Ich
kanns nur noch einmal betonen: DESASTER sind live ein Wahnsinn, den man
sich nicht entgehen lassen sollte. Bang or be banged! (D. E.)
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Der Kontrast hätte schärfer nicht sein können: Auf das
gelungene Black/Thrash-DESASTER folgen bekiffte Reggae-Rhythmen aus der
Konserve. Aber was krakeelen die Rasta-Men da in einer Tour? "Holy
moses, holy moses!" Kult, Kult, Kult! Doch der vermeintliche
Sonnenschein währt nicht lange. Schon färbt sich die Bühne
blutrot, ein unheilvolles Intro ertönt, und dann bläst uns ein
teutonisches Thrashgewitter das letzte Stück Jamaica-Feeling aus den
Lauschern. Mit lautem Gegröle werden HOLY MOSES willkommen
geheißen. Kein Wunder, haben sie sich doch seit zehn Jahren nicht mehr
in Graz blicken lassen.
Doch am besten grölen kann immer noch Thrash-Queen Sabina Classen. Das
stellt sie gleich beim eröffnenden "Master of desaster"
eindrucksvoll klar. Und die vorderen Reihen toben sich aus, egal ob bei den
starken neuen Nummern oder bei Klassikern à la "Life's destroyer",
"Current of death" und "Lost in the maze". Als Dank
bitten HOLY MOSES mit dem "Devil's dancer" einen Spezialgast auf
die Bühne. Und der Demo-Track legt trotz seiner 21 Jahre eine
heiße Sohle aufs Parkett.
Aber einen Song später soll schon Schluß sein? Nix da, "Zugabe,
Zugabe!" Die erfolgt zunächst mit dem ungewöhnlich
schleppenden, aber eindringlichen "Hate is just a four letter
word". HOLY MOSES als Englischlehrer? Eine reizvolle Vorstellung!
Definitiv geeigneter sind Sabina & Co. aber immer noch als Saufkumpane. Und
zwar so lange, bis wir alle zwar "Too drunk to fuck" sind, aber
beim gleichnamigen DEAD KENNEDYS-Cover trotzdem völlig ausrasten.
Oops, hab ich gerade "ausrasten" gesagt? Von Ruhe noch keine Spur:
Die Band wird für einen zweiten "Master of desaster" auf die
Bühne zurück gebrüllt. Dann aber fällt endgültig
der Vorhang, schließlich treten HOLY MOSES am nächsten Tag im
tiefsten Bosnien auf. Erst als der Thrash-Rausch langsam abklingt,
schießt es mir wie eine Patrone durch den Kopf: Hoffentlich spielen
sie dort nicht "We are at war"... (P. Z.)
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