MALEVOLENT CREATION, IN AETERNUM, HATE PLOW & ROTTEN SOUND
Wien, Arena
23.02.2001

Einen Tag nach NILE gings gleich weiter, allerdings reichte die heutige Darbietung vor den eher spärlich erschienen Zuschauern (ca. 100 - 120) nicht ganz an die des Vortags heran, was die verschiedensten Gründe als Ursache hatte.
Als Opener betraten an diesem Abend die Finnen ROTTEN SOUND die Bühne und präsentierten dem Publikum gewissermaßen "ENTOMBED goes Grindcore". Die Vergleiche beziehen sich vor allem auf den Gitarrensound und auch teilweise auf den Gesang. Der Gesamtsound wirkte im Endeffekt aber doch ganz schön übersteuert und die Publikumsreaktionen waren für eine ziemlich unbekannte Band zwar nicht schlecht, aber trotzdem eher verhalten.
Nummer zwei war dann der MALEVOLENT CREATION-Ableger HATE PLOW, in dem sich neben den beiden Gitarristen Phil Fasciana und Rob Barrett auch Megadrummer Dave Culross befinden. Um den Unterschied zwischen beiden Formationen auch optisch zu gewährleisten, betrat man die Bühne mit Guerillamasken, beziehungsweise Sänger Kyle Simons mit einer SM-Maske. Musikalisch war aufgrund der relativ ähnlichen Stücke und des eher miesen Sounds nicht wirklich viel zu erkennen, aber ich glaube neben den Titeltracks der beiden Alben "Everybody dies" und "The only law is survival" noch "Incarcerated" und "Outcast" erkannt zu haben. Nach etwa einer halben Stunde war dann auch das Thema Grindcore an diesem Abend abgehakt.
Auf die Schweden IN AETERNUM war ich bereits sehr gespannt, da mir ihre beiden Veröffentlichungen "Forever blasphemy" und "The pestilent plague" ausgesprochen gut gefallen, aber aufgrund des noch immer nicht besser geworden Sounds - man sollte überhaupt anmerken, daß am Vortag der Soundverhältnisse bei sämtlichen Bands besser waren, als an diesem Abend - hatte ich auch hierbei meine liebe Not, die einzelnen Songs zu erkennen. Sänger/Gitarrist David Larsson alias Impious (WAR, INFERNAL) ließ sich davon aber wenig beeindrucken und zog die Zuschauer ganz ordentlich mit. Von den Songs habe ich aufgrund der bereits oben genannten Gründe nur "The apocalypse division", "Spawned to crush", "Ultimate warfare" und "The pestilent plague" erkannt.
MALEVOLENT CREATION haben mit "Envenomed" wieder einmal ein Meisterwerk veröffentlicht und an diesem Abend wurde dieses Album dem Wiener Publikum präsentiert. Drummer Dave Culross konnte aufgrund von Spannungsstörungen seinen Trigger nicht verwenden und bei der akustischen Abnahme war das linke Mikrofon offensichtlich auch schon hinüber, eigentlich sehr schade, da es sich bei Dave um einen der begnadetsten Schlagzeuger innerhalb der gesamten Metal-Szene handelt. Also war auch der Headliner nicht von schwerwiegenden Soundproblemen verschont. Den Amis, die großteils nicht mehr ganz nüchtern waren, allen voran Gitarrist Rob Barrett, machte dies allerdings nicht viel aus und so wurde ein sehr energiegeladener, rund 45 bis 50minütiger Set absolviert. Die etwa 100 Anwesenden gingen auch ganz ordentlich mit und trainierten ihre Nackenmuskulatur zu Stücken wie "To die is at hand", "Kill zone", "Halved", "Serial dementia", "Manic demise" und "Envenomed", um nur einige zu nennen. Als letzte Nummer des regulären Sets wurde dann das obligatorische "Bloodbrothers" und als Zugabe "Homicidal rant" zum Besten gegeben.

E. M. P.