YNGWIE MALMSTEEN
Wien, Pepsi Music Club
14.05.2001

Der Gitarrengott schlechthin beehrte endlich das erste Mal seit 1994 wieder Wien und präsentierte dem Publikum im ziemlich gut gefühlten Pepsi Music Club eine Show der Extraklasse.
Als Opener wählte man "Rising force" vom 89er-Machwerk "Odyssee", und mit diesem Song konnten der Maestro und seine Begleitband einfach nichts falsch machen. Die Stimmung war dem entsprechend auch von Anfang an, oder besser gesagt schon vor Beginn es Gigs ausgelassen. Weiter gings mit "Catch 22" und "Crucify" vom neuesten Werk der schwedischen Gitarrenlegende "War to end all wars". Mit "Bedrome ryes" vom 90er-Album "Eclipse" zauberte man sogleich den nächsten Klassiker hervor, und wie es sich bei einem Konzert eines, oder vielmehr DES Guitar-Hero schlechthin gehört, wurden alle Songs mit exzessiven Soli aufgemotzt. Das erste Instrumentalstück ergab sich mit "Far beyond the sun" eigentlich von selbst. Das darauffolgende "Wild one", bei dem man als Mittelteil das Instrumental "Preludium" intonierte, stammte ebenfalls vom neuesten Album des gebürtigen Schweden. Mit dem nächsten Stück "Bad reputation" blieb man auch gleich bei eben jener Scheibe. Der nächste Instrumentalklassiker war "Trilogy suite", in dem zur Abwechslung wieder "Spacebo blues" eingebaut wurde. Danach brauchte der Meister erst einmal eine Pause, in der seine Begleitband ihre herausragenden Fähigkeiten präsentierte. Das einzige Problem, das ich jetzt habe, ist, daß mir außer Keyboarder Mats Olausson und Sänger Mark Boals der Rest der Band nicht bekannt war und eben gerade der Bassist wußte mit einem außergewöhnlichen Solo ebenso wie Meister Malmsteen selbst zu überzeugen. Im regulären Set befanden sich dann mit "Masquerade" noch ein neuer Track und "The seventh sign" vom gleichnamigen 94er-Opus. Der Zugabenteil ergab sich eigentlich von selbst. Als erstes natürlich "Black star" vom Debütalbum, wobei Mr. Malmsteen zu Beginn erst einmal gut fünf Minuten die akustische Gitarre malträtierte und als abschließenden Höhepunkt "I’ll see the light..." von "Marching out".
Fazit: Ein Konzert das die Zuschauer sicher nicht so schnell vergessen werden, denn es gab weder davor irgendeine störende Vorband, noch gab es bei Sound oder Lightshow irgend etwas auszusetzen und an die zweieinhalb Stunden Spielzeit sieht man heutzutage nur mehr von den wenigsten Künstlern.

E. M. P.