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MORTICIAN, DARKSIDE, CARNAL FORGE & ARKHON INFAUSTUS
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Wien, Arena
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18.01.2002
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Den Auftakt an diesem Samstagabend machten die Franzosen ARKHON INFAUSTUS, die mich ehrlich gesagt mit ihrer mehr als stumpfsinnigen Variante aus VENOM und POSSESSED (die halt insofern adaptiert wurde, da man eben auch Blastbeats verwendet, allerdings ohne je das Niveau der Amis zu erreichen) zu keinem Zeitpunkt überzeugen oder gar begeistern konnten. Da hätte es bei Osmose einen ganzen Haufen weitaus talentierterer Bands gegeben, die man hier mit auf Tour schicken hätte können.
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Als zweite enterten dann die Schweden CARNAL FORGE die Bühne, und die waren die Abräumer des Abends. So lieferten sie schon vor etwa einem Jahr bei der Tour mit NILE eine relativ beeindruckende Performance, die aufgrund von THE FORSAKEN und vor allem von THE HAUNTED doch etwas unterging, diesmal galt ihnen mit ihrem hyperaggressiven Highspeed-Thrash die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Publikums. Der Sound war im Vergleich zum letzten Mal, als ich die Band um die Kuusisto-Brüder beim W.O.A. gesehen habe, auch deutlich differenzierter und mit einer Setlist, in der sich solche Kracher wie "Everything dies", "Pull the trigger", "No resurrection", "Twisted" oder der von den vorderen Reihen mitgebrüllte Quasi-Hit "Too much hell ain’t enough for me" konnten sie auch nichts falsch machen.
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Die Wiener Neustädter DARKSIDE hatten, zumindest an diesem Abend, die relativ undankbare Aufgabe, nach einem derart intensiven Vorstellung der Schweden vor einem ziemlich ausgelaugten Publikum auftreten zu müssen. Line Up-technisch gab es übrigens wieder Mal eine Umstellung zu vermelden, Gitarrist Basta verließ kurz vor der Tour die Band und wurde durch einen mir bis dato unbekannten 23-jährigen Wiener namens Max ersetzt, der seine Sache ausgezeichnet meisterte. Von Seiten der Songauswahl gabs eigentlich keine Überraschungen und so konzentrierten sich DARKSIDE, wie auch schon das ganze letzte Jahr, ausschließlich auf das Material des neuesten Outputs "Cognitve dissonance".
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Vom technischen Anspruch bewegen sich MORTICIAN logischerweise in einer weiter unten angesiedelten Liga, aber gerade das irrsinnig stumpfsinnige Geprügel ist es, was die Faszination der aus New York stammenden Death/Grind-Pioniere ausmacht. Sonderliche hohen Widererkennungswert gibts da logischerweise beim dargebotenen Material nicht, was aber dem Spaßfaktor keinen Abbruch tat, weil ganz ernst dürften sich die Amis nicht nehmen (ich bin mir da nicht so sicher... - J. S.) und so konnte man bei den Akteuren Will Rahmer (b., v.), Ronny Kachnic (g.) und Roger Beaujard (d.) auch immer wieder ein Grinsen erkennen. Mir haben MORTICIAN zwar ein paar Monate früher ebenfalls in Wacken doch um einiges besser gefallen, aber trotzdem lieferten sie hier eine recht unterhaltsame und kultige Performance ab und rechtfertigten aufgrund des hohen Entertainment-Faktors ihre Headliner-Position.
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