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NIGHTWISH, EDENBRIDGE & VISIONS OF ATLANTIS
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Wien, Planet Music
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06.08.2001
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Kann ich mir nicht vorstellen, daß sich an diesem schwül-heißen Sommertag viele Leute ein Konzert antun werden - so meine Meinung vor dem Gig. Und ich muß sagen, daß ich damit falsch lag, ziemlich falsch sogar. Scheinbar erfreuen sich die Finnen mittlerweile einer derartigen Beliebtheit, daß man auch Saunatemperaturen um die 40 Grad in Kauf nimmt, um sie zu sehen.
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Die beiden Vorbands, beides mehr oder weniger talentierte Nachwuchs-Combos aus Österreich, taten ihr Möglichstes, um beim Publikum zu punkten. Bei den ersten, VISIONS OF ATLANTIS, konnte sich scheinbar nur die mitgereiste Familie und die Verwandtschaft zu Jubelstürmen hinreißen lassen. Die Armen müssen sich wahrscheinlich jeden Gig, den die Jungs und das Mädel in Österreich absolvieren, ansehen. Mann muß jedoch sagen, daß beide Bands stilistisch wunderbar zu NIGHTWISH paßten, hatten doch beide eine Dame hinter dem Mikro stehen.
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Als dann EDENBRIDGE ihre erste Platte "Sunrise in Eden" präsentierten, war schon spürbar mehr los. Mittlerweile haben sie ja schon ihren zweiten Longplayer heraußen, der eine hörbare Steigerung darstellt. Auch sie frönten dem eher speedigen Power Metal, hörbar von HELLOWEEN & Co. beeinflußt, nur halt wie gesagt mit einer Sängerin. An sich nicht schlecht, wirklich nicht, nur eben noch etwas unausgereift. Ihre Musik eignet sich sicher ganz prima zum Gartenzaunanstreichen, was weiß ich, live jedoch knallts noch nicht so richtig.
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Euer geneigter Rezensent hatte sich mit seinen Kumpels in der Euch sicherlich bekannten Jugendherberge neben dem PM eingenistet. Um so freudiger war die Überraschung, als neben uns einige Brocken Finnisch durch die Tür zu vernehmen waren. NIGHTWISH hatten also direkt neben uns Quartier bezogen - ein gutes Omen? :-) Doch nun zu deren Auftritt selbst: Als die Band nach einem kurzen "Star Wars"-Intro die Bühne betrat, war innerhalb von 2 Sekunden die Hölle los, und die Halle glich einem Hexenkessel - bei grob geschätzten 40 Grad!!! Tarja war wiedermal allerfeinst anzusehen, und bei ihrer außergewöhnlichen Stimme bekommt man glaub ich noch in einer finnischen Blockbohlensauna eine Gänsehaut! Ein Wahnsinns-Gig auf jeden Fall, kein Wunder bei den Hits, die sie mittlerweile haben, vielleicht etwas kurz, was aber sicher auch an der Temperatur lag. Gerade deshalb auch bemerkenswert, wie unglaublich tight diese Combo live rüberkommt: Gitarrist und Keyboarder liefern sich die ärgsten Soloduelle, Emppu fiedelt sich den Lack vom Klampfenhals und auch Jukka, der Drummer, ist immer wieder für ein Späßchen gut. Von Tarjas gesanglichen Fähigkeiten und ihrer unglaublichen Ausstrahlung ganz zu schweigen. Was ich aber bis heute nicht kapiere, ist, daß die meisten Leute im Publikum permanent "Wishmaster" forderten, wenn sie doch genau wissen, daß dies immer der letzte Song ist, den NIGHTWISH spielen (kann mir nicht vorstellen, daß die Band SO berechenbar ist - J. S.). So etwas kann man doch wirklich verlangen. Denn ein, zwei Zugaben mehr wären mit Sicherheit dringewesen... Doch damit war noch lange nicht Schluß: Nach dem Gig standen alle noch beim NW-Tourbus rum, und als dann nach und nach die Musikanten erschienen, fing der Fun erst richtig an. Die Jungs luden uns in den Bus ein, schrieben uns Autogramme, wir unterhielten uns blendendst (über ihre neue DVD, ihren Gig in Wacken usw.) und sie spendierten uns einige Gratis-Drinks. Außerdem brachten sie mir auch noch einige "nette", nicht ganz druckreife finnische Wörter bei :-) Wer von euch ihre grandiose DVD "From wishes to eternity" gesehen hat, weiß ja, wie so etwas enden kann :-) Danach machten wir noch einige Fotos mit den Jungs, die übrigens alle total sympathisch und noch richtig Fan-verbunden sind, also keine Spur von Arroganz oder Rock Star-Allüren. Das ganze zog sich noch etwa bis 03.30 hin (Finnen sind sehr ausdauernd). Tarja war bei der ganzen Aktion übrigens nicht anwesend, die macht nie Party, um ihre Stimme zu schonen (gute Ausrede! - J. S.)!
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Ein Abend, wie er schöner nicht enden könnte, hat man doch nicht alle Tage die Gelegenheit, eine Metal-Band so hautnah kennenzulernen. In diesem Sinne - HYVÄ PÄIVÄ!!!
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