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PRIMAL FEAR, CHILDREN OF BODOM & SACRED STEEL
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Wien, Planet Music
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15.02.2001
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Ein recht seltsames Package hatte sich da an diesem kalten Wintertag ins Planet Music bzw. auf Tour verirrt. Sprechen PRIMAL FEAR und SACRED STEEL ja noch dieselbe Zielgruppe an, wollen CHILDREN OF BODOM da meiner Ansicht nach nicht wirklich reinpassen. Aber letztere sind sicher DIE Band, die für annehmbare Besucherzahlen an diesem Abend gesorgt hat, sind doch sicher die Hälfte der Anwesenden nur wegen der 5 Finnen ins Planet gekommen.
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SACRED STEEL dürften nicht ihren besten Tag erwischt haben - und noch dazu auch nicht den besten Sound. Anfangs viel zu laute Drums, was der Mischer aber nur dahingehend korrigiert hat, daß er die Snare zurückgeschraubt und auf den Rest einfach "vergessen" hat, so gabs halt ziemlich dominante Bassdrums und sehr zurückhaltende Gitarren... Auch muß man auf die Lichtshow eingehen, denn diese war schon einigermaßen ineffektiv, zu dunkel für den Sound von SACRED STEEL und dazu noch wenig abwechslungsreich. Auch hatte ich den Eindruck, daß Gerrit nicht ganz bei Stimme war, denn teilweise klang er etwas gepreßt und auf die höchsten Höhen (z.B. beim Anfangsschrei von "Wargods of metal") verzichtete er gleich ganz. Wenn ich mich an den Gig am 06.03.1999 in Wörgl mit NEVERMORE, LEFAY und NOCTURNAL RITES erinnere, so muß ich sagen, daß da im Vergleich zu diesem Abend leider eine gute Klasse dazwischen war. Aber wer sich glücklich schätzen kann, damals in Wörgl dabeigewesen zu sein, der weiß auch, daß dort das gesamte Komma wie ein Mann hinter den umstrittenen Deutschen stand und diese zu Höchstleistungen anspornte, was ja im Planet Music (wie erwartet) ganz anders aussah, dort gab es nämlich nur ein paar Dutzend eingefleischter Metaller, die da den Platz direkt vor der Bühne bevölkerten; der überwiegende Rest zog es vor, dem truemetallischen Treiben auf der Bühne aus sicherer Distanz beizuwohnen und z.B. bei Gerrit´s Schwerteinlage bei "Blood on my steel" hämisch zu grinsen... Da blieben auch solche begnadeten Metal-Hymnen wie "Wargods of metal", "Stormhammer" oder "Metal is war" recht wirkungslos... (J. S.)
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CHILDREN OF BODOM hat leider kein Resurrection-Mitarbeiter gesehen, weil uns nämlich während deren Auftrittes SACRED STEEL Interview-Audienz gewährten.
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Nachdem die finnische Metal-Boygroup ihre sexy Show beendet hatte (endlich erkennt das mal wer... - J. S.), war es an der Zeit für die Senkrechtstarter PRIMAL FEAR zu zeigen, was sie so drauf haben. Da ich PRIMAL FEAR schon mehrmals auf diversen Festivalbühnen lauschen durfte, war meine Erwartungshaltung doch sehr hoch, da ich die Jungs rund um Mat Sinner und Ausnahmesänger Ralf "Glatzo" Scheepers in sehr guter Erinnerung habe. PRIMAL FEAR enterten die Bühne dann auch mit einem wahren Knalleffekt. Mit den ersten Klängen der Live-Performance wurde nämlich ein Pyroeffekt gezündet, der gleich einem Blitz einer alten, alten Kamera unweigerlich zur sofortigen Erblindung führte. Nicht nur ich bangte kurz um mein Augenlicht, denn minutenlang sah man nur von "der Erleuchtung" gequälte Gesichter. Unbeeindruckt davon starteten PRIMAL FEAR ihre Show mit "Angel in black". Nach diesem gelungenen Start spulten sie routiniert Song um Song herunter. Und bei Songs wie "Now or never", "Fight the fire", "Chainbreaker", "Silver & gold", "Battalions of hate", "When the night comes", um nur einige zu nennen, brachten sie die nach dem CHILDREN OF BODOM-Gig rasant dezimierte Meute (wen wunderts, die Kinder mußten heim - J. S.) auch recht schnell in Stimmung. Besonders ins Auge stach die sehr gut auf die einzelnen Songs abgestimmte Lichtshow, die mir wirklich sehr gut gefiel. Im Laufe des Gigs begannen die teils wirklich schon peinlichen und extrem kitschigen Ansagen und Einwürfe von Scheepers und Co. allerdings wirklich zu nerven. So vergingen z.B. keine 3 Minuten, in welchen die Fans nicht zum Mitklatschen etc. aufgefordert wurden. Als Ralf Scheepers dann fröhlich verkündete: "Wir brauchen eure Hände!" fühlte ich mich fast schon auf der "Bravo Supershow" oder ähnlichem. Der Höhepunkt wurde allerdings bei der Vorstellung der Band erreicht, als sich die Burschen gegenseitig mit "Mein bester Freund etc." ankündigten und in innige Umarmungsorgien verfielen (muß wirklich nicht sein in aller Öffentlichkeit...:-). Kurz darauf erfolgte ein weiterer Erblindungsstoß, sodaß ich mir die Heimfahrt schon sehr abenteuerlich vorstellte, mit diesem dauerhaftem Leuchten in meinen Augen. Naja... Doch mit dem Zugabenblock konnten PRIMAL FEAR mich dann zum Glück doch wieder halbwegs vertrösten. Denn mit "Nuclear fire", "Running in the dust", dem Priest-Cover "You've got another thing coming" und zum Abschluß noch "Church of blood" legten sie einen wirklich hervorragenden Endspurt hin, der über so einige Dinge hinwegtrösten vermochte. Mit zugedrückten Augen (deswegen wohl die Erleuchtung) war es dann doch noch ein hervorragender Gig der deutschen Senkrechtstarter. Mit weniger Tamtam und einem auf die Musik und nicht auf etwaige Klatscherei gelegten Fokus... (J. K.)
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