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SENTENCED, LACUNA COIL & BLACKSHINE
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Wien, Planet Music
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17.11.2002
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Daß dieser Abend nicht ein "Metal"-Konzert im herkömmlichen Sinne werden würde, davon war von Anfang an anhand der Bandnamen zu erwarten; relaxte Rock-Atmosphäre war das, was ich erwartete und die wurde auch geboten. Wieder einmal vom Kartenpreis in der Höhe von 24 (T)Euro erschrocken, erhoffte ich mir wenigstens eine Entschädigung in Form von guten Shows, welche aber nur bedingt geboten wurde.
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Der Opener BLACKSHINE erspielte sich zwar unter den Zuschauern einige neue Fans, überzeugen konnten sie mich mit ihrem Rotz-Rock-Mix aus MOTÖRHEAD und älteren SENTENCED nicht wirklich. Zu eintönig das Ganze und viel zuwenig Abwechslung. Trotzdem legten die fünf Musiker eine ungebändigte Spielfreude an den Tag und sorgten so für die energiegeladenste Show des Abends.
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LACUNA COIL konnten da nicht mithalten, obwohl sie vom Publikum offenherzig in Empfang genommen wurden, vielleicht auch deshalb, weil Frontfrau Cristina als Vamp im roten Kleid für Entzücken unter den männlichen Besuchern sorgte. Mit dem gelungenen Opener "To live is to hide" begann das Sextett gleich mit ihrer härtesten und zugleich (fast) besten Nummer, gefolgt von "Swarmed" (vom neuen "Comalies"-Album), der ebensolches Hit-Potential besitzt. Leider konnte der Rest des Programms selbiges Niveau nicht halten, selbst wenn einige tolle Melodien zweifelsohne auch in anderen Songs vorhanden sind. Zu formelhaft und ähnlich wirken die Tracks, und ich verstehe auch nicht, warum "Comalies" so frenetisch bejubelt wird, zumal die Steigerung gegenüber der Vorgängeralben so groß gar nicht ist und auch hier einige Längen zu finden sind. Ein guter Gig, aber eine Band wie THE GATHERING ist trotzdem zehnmal besser und versprüht weitaus mehr Magie.
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SENTENCED wurden dann zwar ihrer Position als Headliner gerecht, obwohl die Setlist meiner Meinung nach nicht sehr günstig gewählt war. Zu ruhig, fast schon balladesk, begann die Show und kam erst nach ein paar Songs so richtig ins Laufen. Natürlich wurden nur Lieder von "Down" aufwärts gespielt, das tat der Stimmung aber ebensowenig Abbruch wie die relaxteren Sachen. Für mich eindeutig zu lahm, weil die Finnen nach wie vor irgendwie im Niemandsland zwischen "hart" und doch rockig unterwegs sind und anscheinend selbst nicht wissen, was sie wollen, denn eine "Metal-Show" können sie halt mit ihren neueren Veröffentlichungen nicht mehr wirklich bieten. Nichtsdestotrotz zogen sie das Publikum in ihren Bann, was will man mehr... Nach einer Stunde und zwei Zugaben war das Spektakel vorbei, leider ohne ihrem Hit "Killing me, killing you", was ich schade fand. Welche Funktion aber der neue Keyboarder hatte, bleibt wohl ein Geheimnis, vielleicht wollte er aber auch einfach seine Rolle als Backgroundsänger aufpeppen, denn von seinem Instrument war kein einziger(!) Ton zu hören...
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Fazit: Ein netter Abend, doch wieder einmal wurde ich darin bestätigt, daß die aktuellen Kartenpreise ein Witz sind!
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