THEATRE OF TRAGEDY, LACUNA COIL & BESEECH
Innsbruck, Hafen
09.02.2001

Mit etwas Verspätung kam ich am Hafen an und versäumte so einen Teil des Sets von BESEECH. Schade, denn der groovige Gothic Metal kam ganz gut an und verleitete die Anwesenden zum rhythmischen Mitbangen. Leider kenn ich das von frühen PARDISE LOST beeinflußte Material der Schweden nicht, aber gut gefallen haben mir die Jungs auf jeden Fall.
Gleich nach der Umbaupause kam sodann auch der Höhepunkt des Abends: LACUNA COIL. Die sympathischen Italiener gingen sofort hoch wie eine Rakete und beschenkten die Banger mit einer guten Zusammenstellung neuer und alter Hits. Das Publikum war begeistert und feierte die Band ordentlich ab. Der Sound war gut und auch in Punkto Heavyness kommen sie live besser rüber als auf CD. Zudem hat mich die Leistung Cristinas echt beeindruckt. Daß die Band nach dem Gig geschlossen ins EXCALIBUR zur Aftershow-Party gegangen ist, um mit den Fans zu feten, rundet nicht nur den musikalischen, sondern auch den persönlich Eindruck von ihnen ab, bravo!
Zuerst die gute Nachricht: Liv hat abgespeckt, wodurch sie nun wieder als Blickfang für die männlichen Zuseher dient. Außerdem hat sie sogar das Singen einigermaßen gelernt. Wenigstens klingt sie besser als bei früheren Erscheinungen. Nun die schlechte: Eine in rotes Leder gekleidete Tussi genügt nicht, um von der Mucke abzulenken. Und die ist Kacke! Diese Elektronikzeugs hätten sich die Norweger einfach sparen können. Wo sind die schweren Gitarren geblieben? Wo die tiefen Grunts? Nein, THEATRE OF TRAGEDY sind eine Mainstream-Elektro Rock-Kapelle geworden, die mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun haben (wollen). Auch die Zugabe, der "Tanz der Schatten", drang derartig amputiert aus den Boxen, daß mir die Lust zu bleiben total verging. Schade.

S. R.