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WACKEN OPEN AIR
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Wacken (D)
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02., 03. & 04.08.2001
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Das Warten ist zu Ende! Die Woche des Jahres ist gekommen. Wie für viele andere auch, ist das Kult-Festival im hohen Norden für mich nicht nur zur festen Institution geworden, sondern in den letzten Jahren zum absoluten Jahreshighlight avanciert. So pilgerten wir, wie jedes Jahr, in dies kleine Städtchen nördlich von Hamburg, um mit ca. 30.000 Gleichgesinnten die ultimative Metal-Party zu feiern.
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Nachdem wir den letzten Jahren schon mehrere Anreisemöglichkeiten durchprobiert hatten (Bus, PKW,...), haben wir uns diesmal in einer kleinen Gruppe organisiert und uns einen Kleinbus gechartert, mit dem wir uns auf den Weg machten. Nach ausgiebigen Einkauf heizten ich und Little Wolf am Mittwoch Abend (immer noch viel zu spät, nächstes Jahr fahren wir montags) mit meinem Henker erst mal in die burgenländische Sandwüste nach Neufeld, wo die Zusammenkunft der "Glorreichen Sieben" bei der Hütte des Neufeld-Rangers vonstatten gehen sollte. Kaum angekommen, stellten wir die Gepäck/Proviant-Schlichter Lu und Eugen vor die erste Zerreißprobe, denn mit unseren Vorräten hatte wohl niemand gerechnet. Brachten wir doch zu zweit mit 12 Dopplern Herrenbichler, 2 Paletten Bier, 8 Flaschen Wodka sowie 2 Flaschen Whiskey und Bacardi plus Mischgetränken weit mehr als der Rest der Truppe mit uns. ;-)
Und die Anreise hatte es dann auch in sich. In 14 Stunden geht sich ja doch einiges aus... So mußten ich und der Wolf kurz vor der Ankunft in Wacken erst einmal aus dem Koma erweckt werden, in das wir uns mit 1 ½ Paletten Bier gezwitschert hatten. Und welch Erwachen! It's time for Wacken again!!!
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Donnerstag
Durch die Verlegung des CREMATORY-Auftrittes auf den Samstag kamen die impotenten Seeschlangen zu der Möglichkeit, zur besten Zeit auf der Hauptbühne aufzutreten. Und was dieser kranke Haufen mit dem noch kränkeren Bandnamen zu bieten hatte, war dann eigentlich auch nur als mehr oder weniger kurios zu bezeichnen. Denn im großen und ganzen handelte es sich um nicht mehr als eine mit durchschnittlich mieser Musik untermalte Pornoshow. Neben Titten in allen Variationen gab es jede Menge Bewegung auf der Bühne und so manch "unfreiwillige" Komik. Die Meinungen zu diesem Gig sind natürlich weit gestreut. Doch im Endeffekt gefiel zumindest der anregende Ausblick dem durchschnittlichen, um diese Zeit stockbesoffenen Headbanger. So kann man dem Auftritt durchaus seine Berechtigung geben. Mal was anderes...
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Zum Abschluß der Opening Party ging es schließlich heftig zur Sache. Denn schließlich hat man nicht alle Tage die Möglichkeit, sich W.A.S.P. mit komplettem Best Of-Programm zu geben. Und so war bereits an diesem Donnerstag, obwohl das Festival eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hatte, der Platz vor der Main Stage vollends gefüllt. Und Blackie Lawless präsentierte sich mit seinen Mannen außerordentlich motiviert und energiegeladen. Mit voller Wucht dröhnten Alltime Classics wie "Animal (Fuck like a beast)", "I wanna be somebody", "Wild child" usw. aus den Boxen und dazu wurde noch eine absolut verrückte Live-Show geboten. So ritt Blackie auf seinem überdimensionalen Harley-Mikroständer, daß man fürchtete, ihn jeden Moment im Fotograben wiederzufinden. Dazu gesellten sich Funkenregen aus dem Gitarrenhals und seinem Gemächt sowie etliche andere Pyroeffekte. Im Endeffekt boten W.A.S.P. eine absolut geniale Show, welche die zigtausenden Fans in pure Euphorie und so manchen in Kindheitserinnerungen (Lu hehe) versetzte. Wahnsinn! (J. K.)
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Freitag
Als Opener fungierten auf der Black Stage am Freitag die Death Metal-Legende DECEASED, die sich keinen Millimeter des von ihnen Ende der Achtziger Jahre eingeschlagenen Stils entfernt haben. Sprich, hier wurde eine Old School-Show in Reinkultur geboten und die machte, trotz leichter Katerstimmung vom Vortag, mächtig Spaß. (E. M. P.)
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Nach einer halbwegs erträglichen Zugfahrt und einer meiner Meinung nach sinnlosen Warterei am Itzehoer Bahnhof auf die Abfahrt des Shuttlebusses (an die 40 Metaller mußten eine knappe Stunde VOR dem Gefährt auf die Abfahrt warten) kamen wir kurz vor 11 Uhr auf dem Festivalgelände an. Meine Freude, daß ich aufgrunddessen doch gerade noch rechtzeitig zum Auftritt unserer Landsmänner und Österreichs bester Metal-Band STYGMA IV kam, war mit einem Schlage zunichte, als uns beim Eingang zum Campingplatz von einem Security eröffnet wurde, daß wir zuerst unsere Backstagepässe an einem Stand HINTER dem Festivalgelände abholen müßten, bevor wir hineindürften. Und so begann eine ca. halbstündige Wanderung rund um das Gelände, begleitet von den Klängen STYGMA IVs. Die laut Anwesenden einen tollen, recht umjubelten Auftritt hingelegt haben sollen, was mich natürlich sehr für die Band freut! (J. S.)
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Schon bevor CARNAL FORGE auf der Black Stage anfingen, wußte ich schon, daß ich mir diese Band nicht bis zum Ende anschauen würde, da sich die Schweden mit ihren Landsleuten SOILWORK um eine Viertelstunde überschnitten. Was mich allerdings schon früher dazu bewegte, der Black Stage den Rücken zu kehren, war der miserable, total übersteuerte Sound, der sich als Ohrenkiller entpuppte, was eigentlich recht schade war, da CARNAL FORGE gleich zu Beginn mit "Too much hell ain’t enough for me" in die Vollen griffen.
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Wie gerade erwähnt, machte ich mich dann auf den Weg zur Wet Stage, wo SOILWORK ein Lehrbeispiel zeitgemäßen Metals ablieferten. Logischerweise überwogen in der Setlist Songs des letzten Outputs "A predator’s portrait", wie beispielsweise "Needlefeast", "Like the average stalker", "Final fatal force", "Bastard chain" und das grandiose "Structure divine", desweiteren kamen die Helsingborger nicht an den Standards "Chainheart machine", "Millionflame" und "Room no. 99" vorbei und stellte eindrucksvoll unter Beweis, daß SOILWORK eine der ersten Adressen bei qualitativ hochwertigem Metal sind und die Reaktionen der schätzungsweise 4000, die sich rund um die Bühne versammelten, waren dann dem auch angemessen und die Schweden wurden logischerweise dementsprechend abgefeiert. (E. M. P.)
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Für mich war das diesjährige Wacken Anlaß für einige Prämieren. Unter anderem hatte ich nun zum ersten Male die Gelegenheit, die Energiebündel von NAPALM DEATH live zu Gesicht zu bekommen. Noch verstört von der langen Reise und der "bequemen" Übernachtung im Furzmobil Hermanns (zu viert!), aber gestärkt von einen dreifachen italienischen ultrastarken Espresso (die Kellnerin hat mir hoch und heilig geschworen, ich würde dadurch bis zum Morgengrauen keine Müdigkeit verspüren - es hat gewirkt!), taumelte ich auf dem Festivalgelände umher, als um 15 Uhr die Götter des Grind erschienen. NAPALM DEATH gaben von Anfang an ihr Bestes. Technisch brillanter Grindcore, von wahren Profis in die Szene gesetzt, erquickte die vor der Double Mega Stage versammelte Menge. Vor allem "Springball" Barney hatte keinen Moment Ruhe und versuchte wohl, einen neuen Laufrekord während eines Auftritts. Sehr stark!
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Kaum hatte sich das Wacken-Festival vom zerstörerischen Grind NAPALM DEATHS erholt, ertönten die Riffs einer der genialsten Bands des Planeten. Endlich konnte ich wieder EXCITER live sehen! Das Quartett gab schon von Anfang an Vollgas und zeigte allen JUDAS PRIEST und Konsorten, wie heutzutage Heavy Metal zu klingen hat! Was für ein Drumming! Welche Gewalt lag in den Bässen! Es war einfach phantastisch, den Kanadiern zuzusehen! John Ricci verzauberte die Fans mit Riffs, von denen 99% der Menschheit nur träumen können. Sein vokales Gegenstück Belanger bewies wieder einmal, eine der besten Sirenen im Metal-Bereich zu sein! So scharf, wuchtig und gnadenlos kann Metal sein! Granaten wie "Heavy metal maniac" oder "Violence and force" wurden von den Fans abgefeiert, als wäre es das letzte Konzert bis zum jüngsten Gericht! Aber schade. Nur 45 Minuten waren da vieeeel zu wenig. Jedenfalls wird garantiert NIEMAND diesen wütenden Orkan (oder war es doch der Auftritt einer Band?) vergessen! (S. R.)
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Beim Vorbeigehen in Richtung Zelt erhaschte ich noch die letzte Viertelstunde der Bombast-Amis KAMELOT. Seit der grandiosen "Siege perilous"-Scheibe habe ich leider etwas den Bezug zu KAMELOT verloren, aber diese gutklassige Viertelstunde wird mich wohl dazu motivieren, den Faden wiederaufzunehmen, denn das Quartett zeigte sich gut aufeinander eingespielt und Sänger Khan gut bei Stimme. Und beim nächsten Festival werden KAMELOT als Fixpunkt eingeplant! (J. S.)
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Schon in den letzten Jahren wahren PRIMAL FEAR ein Garant für energiegeladene und schweißtreibende Festival-Shows. Und auch diesmal zeigten Mat Sinner und Co., warum sie sich langsam, aber sicher in der absoluten Spitzenklasse heimischer Bands etablieren. Ralf Scheepers beeindruckte erneut durch sein Goldkehlchen und mit ihren Dampfhammern wie "Chainbreaker", "Running in the dust", "Church of blood" oder der Hymne "Nuclear fire" vom neuen Album sorgten PRIMAL FEAR klarerweise für eine gewaltige Stimmung. Mit dem neuen Line Up präsentierte sich die Band zudem noch weit druckvoller und geschlossener, sodaß bestimmt auch in Zukunft voll mit PRIMAL FEAR zu rechnen sein wird. (J. K.)
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NEVERMORE ist auch eine der Bands, die mir mittlerweile "wohin" gehen. Zu Zeiten des Debuts und des zweiten Albums "Politics of ecstasy" von mir vergöttert, können mich Warrel Dane & Co. heutzutage nicht mehr mitreißen. Wie immer wurden nur Songs der letzten beiden Alben zum Besten gegeben, mit denen ich mich noch dazu bis heute nicht so recht anfreunden kann. Da vertschüßte ich mich nach einer halben Stunde zur Party Stage, um den EXUMED-Bassisten kotzen zu sehen, was sich als aufregender als der Auftritt der Seattler herausstellen sollte... (J. S.)
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Erneut verberge ich mein schamgerötetes Gesicht und muß gestehen, daß ich Wacken 2001 OVERKILL das erste Mal live zu Gesicht bekam. So schritt ich in Begleitung der zwei Resurrection-Jürgens in Richtung Bühne, wobei einer der beiden nicht mehr wirklich im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte war und eher vor sich hin stolperte und torkelte als ging. Das machte er allerdings wett, als er während des Songs "Fuck you" mit breit gespreizten Beinen im Dreck kniete und alle paar Sekunden beim Headbangen mit dem Kopf fast am Boden aufschlug - der Titel "Brachial-Headbanger des Jahres" wird an dieser Stelle an den betreffenden Herren vergeben! OVERKILL selbst waren ebenfalls in Hochform und ich habe mich während des Auftrittes mehr als einmal in den Arsch gebissen, daß ich mir diese großartige Band schon so oft live entgehen ließ. Die Amis boten den Fans genau das, was sie hören wollten - von "Rotten to the core" bis "In union we stand" gab es alle Highlights zu hören und Sänger Blitz schrie sich mit allen Kräften die Seele aus dem Leib. OVERKILL gaben eine furiose Show zum Besten und haben in Wacken erneut bewiesen, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. (A. P.)
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Spät in der Nacht waren MORTICIAN dann noch auf der Wet Stage an der Reihe, und selbst wenn ihre Musik eher tiefster Underground und für kleine Clubs gemacht sein mag, live kommen die New Yorker auf einer derart großen Bühne weitaus besser zur Geltung als eben in kleinen Venues. Hier wurde pures Entertainment geboten, allein schon die kultigen Ansagen von Will Rahmer, wie "This next song is from the `Chainsaw dismemberment´ album, this on is called *röchelröchelröchel*", dazu die ganzen Splatterintros, eine sichtlich bestens aufgelegte Band und der entsprechende Bierkonsum meinerseits taten das ihre dazu. (E. M. P.)
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Wacken ist wohl das geeignetste Pflaster, um den ersten SAXON-Gig seines Lebens beizuwohnen. Nirgendwo anders werden Bands wie eben SAXON so dermaßen abgefeiert - ist doch vieler anderer Orts der Old School Metal noch immer tot und nicht genug trendy. Und erstaunlicherweise fanden sich jede Menge Fans der verschiedensten Metalrichtungen vor der Bühne in Wacken ein, um SAXON ihre Ehre zu geben - es standen Black Metal-Shirt-Träger erwartungsvoll neben Fans mit IRON MAIDEN Shirts - so soll es sein! Und als die Herren rund um Sänger Biff dann die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Hymnen wie "Crusader" stachelten die Fans zu enthusiastischen Beifall an und die Band hatte sichtlich Freude an den Reaktionen der Publikumsmenge. Wacken 2001 war für SAXON ein weiteres Glanzlicht in ihrer langjährigen Karriere und wollen wir hoffen, daß diese noch lange nicht zu Ende ist! (A. P.)
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Passend zur unchristlichen Stunde tauchten die Teufelsbuben von DIMMU BORGIR auf. Die späte Stunde wird ihnen auch etwas zugesetzt haben, ganz so munter kamen sie mir nicht vor. Vor einigen tausend Augen legten sie einen passablen Auftritt hin. Zwar verspielten sie sich einige Male, doch ist diese Truppe bereits derartig eingespielt, daß sie solche Fettnäpfchen spielerisch wegwischen. Die Menge vor ihnen bejubelten die Black Metaller bei jedem Song und zeigte, auf welche Energiereserven echte Metaller auch nach einen harten Festival-Tag zugreifen können. (S. R.)
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Samstag
Zur meiner Ansicht nach denkbar ungünstigsten Zeit, nämlich Samstag vormittags um 10 Uhr, mußten die HELLHAMMER-Fanatiker WARHAMMER auf die Hauptbühne. Erstaunlicherweise fanden sich aber überraschend viele Headbanger zu diesem metallischen Frühschoppen ein. Und WARHAMMER belohnten dies mit einer tollen, energetischen Show und nutzten die 45 Minuten bis zur letzten Sekunde aus. Auch wenn manche Zeitgenossen (Eugen!) dem Treiben WARHAMMERs mit Unverständnis gegenüberstehen und die Band zugegebenermaßen nicht gerade die beste an ihren Instrumenten ist, darf man nicht vergessen, daß es genau darum hier gar nicht geht. Sondern vielmehr um Intensität, Spirit und die Huldigung der Gottheit HELLHAMMER! (J. S.)
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Die erste Band, die ich mir am Samstag anschaute, waren CRYPTOPSY auf der True Metal Stage und die Kanadier lieferten beim Abschiedsgig ihres Sängers Mike DiSalvo eine technisch perfekte Show. Als Opener wählte man dann auch eben den des letzten Albums und lieferte "...and then it passes" beeindruckend umgesetzt dem vom ersten Augenblick in heftiger Bewegung befindlichen Publikum, wo sich im vorderen Drittel ein riesiger Moshpit bildete. Weiters präsentierte uns die Band aus Montreal das recht schwedisch angehauchte "Cold hate, warm blood", "We bleed", das mit einem großartigen, Malmsteen-artigen Solo von Jon Levasseur versehen ist, "My prodigal sun", "White worms" und meinen persönlichen Fave "Phobophile". (E. M. P.
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BRAINSTORM legten meiner Meinung nach einen der besten Auftritte dieses Wacken Open Airs hin! Hochmotiviert und perfekt aufeinander eingespielt enterten die Deutschen die Bühne und begeisterten einige Tausend Headbanger mit ihrem amerikanisch angehauchten Power Metal. Geboten wurde ein guter Querschnitt aus den Alben 2 und 3 plus einem neuen Song plus "Liar´s edge" vom Debut "Hungry". Höhepunkt des Sets war für mich eindeutig das orientalisch beeinflußte "Maharaja palace", welches vom phantastischen Sänger Andy B. Franck (sicherlich einer der drei besten deutschen Metal-Frontmänner) im Sitzen(!) gesungen wurde und mir eine ordentliche Gänsehaut bescherte. Wenn diese Band nicht groß werden sollte, hat der Teufel die Finger im Spiel gehabt! (J. S.)
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KRISIUN war die Band, auf die ich mich eigentlich am meisten gefreut habe, da es sich bei den brasilianischen Brüdern um so ziemlich die wahnwitzigste Death Metal-Partie des Planeten handelt. In die 45-minütige Setlist wurde alles hineingestopft, was man hineinbringen konnte und so wurden "Kings of killing", "Hatred inherit", "Vengeance revelation", "Conquerors of armageddon", "Soul devourer", "Apocalyptic victory", sowie die beiden neuen Songs "Evil gods havoc" und "Ageless venomous" noch um einiges schneller als auf Tonträger der begeisterten Meute entgegengeschleudert. Es war echt ein Wahnsinn, was für Publikumsreaktionen die Camage/Kolesne-Brüder hier entfachten, ein paar Tausend bangten sich zu den mittlerweile noch eine Spur technischer agierenden Brasilianern die Genicke wund, so wie auch haufenweise Crowdsurfer unterwegs waren. Für mich war jedenfalls die aus Sao Paolo stammende Band der Höhepunkt dieses extrem gut besetzten Festivals. (E. M. P.)
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PARAGON zeigten dann, warum sie zu den Power Metal-Hoffungen Europas zählen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde donnerten sie ihren Brachial-Metal in die Menge und diese feierte voll ab. Mit ihrem straighten In-Die-Fresse-Metal fanden sie beim Publikum vollsten Anklang. Vor allem die Songs des neuen Albums "Steelbound" hämmerten bis zum Abwinken. Diese Band ist wirklich Metal und die Jungs zeigen das auch unentwegt und ohne Kompromisse. Bleibt nur zu hoffen, daß dieser Band endlich der Durchbruch gelingt und sie vielleicht schon im nächsten Jahr auf einer größeren Bühne ran darf. Ansonsten zeigen PARAGON vor allem durch ihre Fanverbundenheit auf. Denn es gibt nicht viele Bands, die den Rest des Festivals in aller Ruhe auf dem Festivalgelände verbringen und mit den Fans das eine oder andere Bier zwitschern. (J. K.)
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Da ANNIHILATOR bei der Anreise im Stau steckten, mußte ihr Auftritt mehrmals verlegt werden. Statt um 16.00 Uhr auf der Hauptbühne mußten Jeff Waters & Co. um 17.45 Uhr auf der Party Stage ran, was leider dazu geführt hat, daß einige Fans diesen Auftritt mangels Information verpaßt haben. Und sie haben wirklich was versäumt! Die Energie, die ANNIHILATOR wieder mal freisetzten, stünde vielen Combos mit wesentlich jüngeren Bandmitgliedern gut zu Gesicht. Der Opener "Set the world on fire" war gleich mal der passende Schlag ins Gesicht zur Einstimmung, weiters droschen die Kanadier noch Kraftfutter der Marke "King of the kill", "Refresh the demon" und das umjubelte "Phantasmagoria" in die Menge; bei letzterem fand ich mich unversehens in einem zünftigen, mittelgroßen Moshpit wieder. Das danach folgende "Shallow grave" sollte dann auch der letzte Song des Abends sein und ANNIHILATOR schon nach einer halben Stunde die Bühne verlassen. Für mich unverständlich, daß nicht ein Kracher wie "Alice in hell" oder "Human insecticide" das Ende markiert hat - nix gegen "Shallow grave", aber als Abschlußsong ist die AC/DC-Hommage wohl eher ungeeignet. Nichtsdestotrotz aber einer der Höhepunkte des Festivals. (J. S.)
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Legendär ist ja der STS-Auftritt beim Wacken Open Air 1999. Niemals werde ich diesen Gig vergessen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie etwas von STS gehört, doch dieser geniale Auftritt, inklusive Hochzeit, hat wohl nicht nur mich von der einzigartigen Klasse dieser Band überzeugt. Doch was die Band in diesem Jahr zeigte, konnte die damaligen Reaktionen fast noch übertrumpfen. Denn was hier teilweise vor der Bühne abging, war einfach phänomenal. Es wirkte teils schon richtig bedrohlich, als die gesamte Meute zum "Veitstanz" nahezu ausrastete oder zu der neuen STS-Hymne "Kleid aus Rosen" sprang, tanzte und sang. Schlußendlich wurde die Band mit minutenlangen Schlachtgesängen von der Bühne verabschiedet. Denn das abschließende "Räuber" mit seinem Kultrefrain war mit Ende der Show noch lange nicht vorbei. Ähnliches kann man sonst meist nur bei den LENINGRAD COWBOYS beobachten... Schade nur, das durch die beschränkte Spielzeit eine Masse an Killersongs im Kasten blieb. Doch wieder einmal zeigten SUBWAY TO SALLY, daß sie zu den absolut besten Live-Bands dieser Welt zählen. Genial! (J. K.)
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Leider verbrachte ich den Großteil des TANKARD-Gigs in der Fan-Masse vor dem Eingang zum Bühnenbereich und hatte gerade mal die Chance, mir die letzten Nummern der Germanen zu Gemüte zu führen. Deutschlands Thrash-Riege der frühen 90er-Jahre feiert ja im Moment die Auferstehung von den Toten und neben DESTRUCTION und HOLY MOSES gehören wohl auch TANKARD zu den erfolgreichsten Bands dieser Zeit. "Space beer" und "Empty tankard" gehören nach wie vor zu den Musts einer feuchtfröhlichen Metal-Fete und Sänger Gerre gibt nach wie vor Vollgas auf der Bühne, ist er auch 2001 durch sein wuchtiges Bierbäuchlein (von Rock Hard Mannen so nett als "Plautze" bezeichnet - der Running Gag in unserem Zeltlager!) ein bißchen in seinem Tatendrang behindert. Soweit ich das beurteilen kann, ging bei TANKARD die Post ab, selbst davon überzeugen konnte ich mich bei "Empty tankard" - ohne viel Nachdenken gleich wieder mitgebrüllt und dabei den Bierbecher geschwungen und sich von oben bis unten angeschüttet. Kult! Das schreit geradezu nach weiteren Auftritten der Mannen rund um Herrn Gerre... (A. P.)
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Bereits vor Beginn der Show sammelten sich unzählige DIGGER-Fans, die dem Auftritt der Metal-Heroes entgegenfieberten. Doch als dann noch verkündet wurde, daß GRAVE DIGGER ein Live-Album sowie eine Live-DVD mitschneiden wollen und nur kurz darauf die Band auf die Bühne stürmte, begann ein Triumphzug über Wacken, der einfach nicht zu stoppen war. Und GRAVE DIGGER glänzten nicht nur durch volle Motivation und hervorragende Laune, sondern auch durch eine erlesene Setlist und bombensicheres Spiel. Auch Sänger Chris Boltendahl agierte wie aufgezogen und animierte die Fans noch zusätzlich zu wahren Begeisterungsstürmen. Als schließlich mit den beiden Band Hymnen "Rebellion" und "Heavy metal breakdown" Schluß war, stand endgültig fest, daß GRAVE DIGGER zu den absoluten Siegern dieses Festivals gehörten. Ich warte jetzt nur noch auf das Back-Cover der Live-CD, denn was würde sich da besser anbieten als ich, während ich zu "Knights of the cross" an vorderster Front mit meinem überdimensionalen Holzkreuz (wie immer Kult... - J. S.) abgurkte?
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Die amerikanischen Metal-Götter rund um Ausnahmesänger Harry "The Tyrant" Conklin zeigten erneut in beeindruckender Manier, was zum Teufel Heavy Metal ist. Denn kaum eine andere Band versteht es, die Grundwerte des Heavy Metal so überzeugend zu bringen wie JAG PANZER, auch wenn der Tyrant im momentanen Stadium (Haare wachsen langsam) fast zur Parodie verkommt. Doch was ist schon eine peinliche Frisur gegen diese Stimme? Auf jeden Fall war es wieder einmal absolut überzeugend, was die Amis darboten. Egal ob sie alte Songs vom Kult-Album "Ample destruction" oder Songs neueren Datums spielten, die Menge quittierte es mit rauschenden Beifall. Und das mit Recht. Denn JAG PANZER heizten so dermaßen ein, daß man als Fazit zu diesem Gig einfach nur ein Wort finden kann: Genial! (J. K.)
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Die wohl beste Zeit haben NIGHTWISH ergattert. Wenn man am Samstag um halb zehn auf die Bühne steigt, kann der Auftritt gar nicht in die Hose gehen. So wars auch bei NIGHTWISH. Von Anfang an begeisterten die Finnen mit ihren Hits, allen voran "Wishmaster", "Oceanborn" und "Over the hills and far away" die Meute. Klar, daß im Publikum die Hölle los war: Von vorne bis hinten sangen, sprangen und bangten alle zu den Takten der Band. Super! (S. R.)
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Die künstlerisch wirklich hervorragenden OPETH haben an diesem Festival leider die absolute Arschkarte gezogen und mußten just zu dem Zeitpunkt auf die Bühne, als HAMMERFALL auf der Main Stage aufgeigten. Und da diese für sich in Anspruch nehmen durften, mit einer irrsinnigen Lautstärke anzukommen, mußten jegliche OPETH-Fans damit leben, daß der Auftritt ständig von Joacim Cans johlenden Organ übertönt wurde. Aus diesem Grund war es nahezu unmöglich, der komplizierten und mitreißenden Musik von OPETH zu lauschen. Hier sind für das nächste Jahr vor allem auch die Veranstalter gefragt, es in Zukunft zu verhindern, daß solch gravierende Soundüberschneidungen nochmals vorkommen. Schade! (J. K.)
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Ich habe HAMMERFALL jetzt schon einige Male live gesehen, sodaß sich eigentlich schon Abnützungserscheinungen einstellen sollten; noch dazu hat die Band meiner Meinung nach mit den Nachfolgern des grandios frischen Debuts diesem kaum das Wasser reichen können. Aber hier an diesem Samstagabend legten HAMMERFALL eine Show hin, die einfach nur mehr als Triumphzug zu bezeichnen ist. Songtitel erspare ich mir an dieser Stelle, denn es wurde einfach ALLES von dieser unglaublich großen Headbanger-Versammlung vor der Hauptbühne lauthals mitgesungen bzw. -gegröhlt. So eine Stimmung hab ich in Wacken bislang noch nie erlebt, auch nicht bei SAVATAGE bzw. BLIND GUARDIAN anno 1998. Danke, daß ich hier dabeisein durfte! (J. S.)
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Endlich! Endlich war es soweit! Nach -zig Absagen in meinen Breiten konnte ich zum ersten Male Lemmy & Co. auch live sehen. Schon zu Beginn wurde alles klargelegt: "Guten Abend! We are MOTÖRHEAD. And we are gonna fuck you up!" Keine weiteren Fragen mehr. Nicht, daß sie noch nötig gewesen wären. Schon "We are Motörhead", eine der schwachen Nummern der Platte, ging live voll nach vorne los und riß (im wahren Sinne des Wortes) einen Begeisterungsorkan los. Dem folgten Klassiker wie "Iron fist" oder "Orgasmatron". Sogar für Songs wie das umstrittene "God save the Queen"-Cover war Platz. Dem kürzlich verstorbenen Joey Ramone war "Ramones" gewidmet. Was aber ALLES in diesem Festival in den Schatten stellte, war der "Bomber". Dieses Monster aus Stahlrohren und Scheinwerfern war das Wacken-Highlight schlechthin und machte durch sein überwältigendes Auftreten die Songs "Bomber" und "Ace of spades" zu einem Erlebnis! (S. R.)
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Dieses Wacken Open Air war wieder ein deutlich besserer Event als 1999. Aufgrund des Security-Fehlverhaltens und des größtenteils echt grausamen Sounds auf der Main Stage blieb ich dem Festival ja 2000 fern. Wacken 2001 ist zwar wieder größer und unübersichtlicher geworden, doch lag diesmal PARTYFEELING pur in der Luft und die Organisation war wieder deutlich besser. Trotzdem möchte ich den Veranstaltern raten, wieder einen Gang zurückzuschalten und das Festival 2002 wenigstens nicht noch größer aufzuziehen. Auch die Sache mit dem Akkreditierungsstand für die Presse schreit nach Verbesserung, denn hier kann doch eine bessere Lösung als die bisherige mit dem Fußmarsch ums komplette Gelände kein Problem sein, oder? (J. S.)
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