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WACKEN OPEN AIR 2002
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Wacken (D), Festivalgelände
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02. & 03.08.2002
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Wie schon im letzten Jahr mieteten wir uns einen Van, mit dem wir zu siebent den langen Weg in den Norden Deutschlands ins geheiligte Metal-Land nach Wacken antraten. Während sich Eugen (I schwitz lieber mitn Longsleeve bei 30 Grad im Schatten als an Sonnenbrand auf di Unterarm), Jürgen (Wer singt denn bloß bei Rob Rock???) und der gute Woria (Ihr saufts owa net wida die ganze Fahrt durch, oder???) um die Anfahrt kümmern wollten, begannen der Elchenlord und Little Wuif sich ausgiebigst für das Festival aufzuwärmen... Nach gut dreizehnstündiger Anreise (Hardcore-Driver Eugen meisterte fast die gesamte Strecke im Alleingang ;-) kamen wir am Donnerstag so gegen neun Uhr in Wacken an, wo sich die beiden Kollegen Schachinger und Kölldorfer sowie E. M. P. die Backstage-Ausweise abholten, danach gings auf zum Campingplatz C, auf dem sich wieder ein kleines Österreich-Camp befand, auf dem auch diesmal unter anderem der Neuföd-Ranger, Lu, Gertschi, Roli und insgesamt rund fünfzehn weitere Heimische hausten. Jedenfalls schaffte es Kollege Kleschenwerk äh Kölldorfer bereits drei Stunden später in voller Panier, die ersten Zelte wieder einzureißen. Am späteren Nachmittag setzte leider ein ziemliches Unwetter ein, weshalb wir, abgesehen von einem kurzen Sprung, nicht weiter das eigentliche Festivalgelände betraten, da man auf eben diesem knöcheltief im Schlamm versank. Daher war dann für den Rest des Tages ein erstes Aufbrauchen der mitgebrachten Alkvorräte angesagt. Und das wurde mit Konsequenz erledigt... (J. K.)
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Freitag
Am Freitag war dann die erste Band, von der ich zumindest teilweise etwas mitbekam, die Italiener DOMINE, bei denen sich unter den letzten drei dargebotenen Songs unter anderem "Thunderstorm" und "Dragonlord" vom gleichnamigen 99er-Output befanden, die bei ziemlich guten Soundverhältnissen auf die Meute losgelassen wurden. (E. M. P.)
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Danach gings gleich zur Black Stage, auf der die schwedische Death/Black Metal-Legende NECROPHOBIC ein ausgezeichnetes, aber unverständlicherweise nur halbstündiges Set herunterzockten. So begannen sie ihr Set mit dem Opener des neuesten Machwerks "Bloodhymns", "Taste the black", und vom ersten Takt an war klar, daß es sich hierbei um eine Ausnahmeerscheinung auf der Bühne handelt. Frontmann Tobbe Sidegård hatte die Meute von Beginn an voll in Griff, die sich trotz des am Vormittag noch eher schlechten Wetters nicht beirren ließ und gleich kräftig mitbangte. Als zweiten Song in der leider nur aus sechs Stücken bestehenden Setlist wurde "Into Armageddon" vom 99er Werk "The third Antichrist" dargeboten, das vor allem aufgrund des perfekt arrangierten und stimmungsvollen Aufbaus ein optimales Livestück darstellt. Danach kam "Nailing the holy one" vom "Darkside"-Ablum zum Zug, ehe NECROPHOBIC mit "Mourningsoul" und "Hellfire" zum neuen Album zurückkehrten. Zum Abschluß gabs dann noch den Bandklassiker "The nocturnal silence" vom legendären Debütalbum, womit der Gig der Schweden nach nur einer halben Stunde viel zu früh beendet wurde. (E. M. P.)
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IRON SAVIOR boten auf der Hauptbühne eine recht gelungene Show; die Mannen
um den rührigen Piet Sielck zeigten sich gegenüber dem doch etwas
durchschnittlichen Auftritt beim 98er-WOA in allen Belangen verbessert.
Klar, Sielck kam auch schon vor vier Jahren genauso symphatisch und bodenständig rüber, aber seine Mitstreiter zeigten sich um einiges spielfreudiger. Obwohl ich die Hamburger Melodic Speed-Metaller nach dem zweiten Album etwas aus den Augen verloren hatte und demnach mit neuerem Material nicht wirklich vertraut war, war dies für mich eindeutig eine unterhaltsame Show. (J. S.)
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ANGRA waren für mich der erste Fixpunkt im Billing des diesjährigen WOA-Freitags. Ich mochte die Band schon immer, vor allem, weil sie dem zwar heißgeliebten, aber heutzutage von italienischen und skandinavischen Bands fast zu Tode gedudelten Euro-Melodic Speed Metal schon seit Jahren neue (Ethno-)Impulse einimpften. Nach dem Split vor zwei Jahren, bei dem ja 3/5 der Originalbesetzung das Weite suchten und das fantastische (und eindeutig unterbewertete!) Gitarristen-Duo Raffael Bittencourt und Kiko Loureiro plötzlich alleine dastand, schien das Ende dieser Band wohl besiegelt. Doch die beiden wollten es noch einmal wissen und legten mit neuer, durchwegs überzeugender Mannschaft und dem tollen "Rebirth"-Album eine fulminante Rückkehr hin. Diesen Trend setzten ANGRA auch live fort, in dem sie in sehr spielfreudiger Weise eine bunte Mischung aus den bisherigen Releases zum Besten gaben. Besonders der junge neue Sänger Edu Falaschi legte eine echte Talentprobe hin; daß der Mann eine fantastische Stimme hat, wußten wir schon seit "Rebirth", aber daß er noch dazu ein ausgesprochen natürlicher, symphatischer und agiler Frontmann ist, konnte er erst jetzt unter Beweis stellen. In dieser Form braucht sich niemand mehr um ANGRA Sorgen zu machen! Hoffentlich gibts bald eine Tour. (J. S.)
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DYING FETUS waren mit Sicherheit eine der härtesten Bands auf dem diesjährigen W:O:A. Die Band um John Gallagher, der mittlerweile als einziger Gitarrist fungiert, lieferte eine unterhaltsame Setlist aus allen bisherigen Werken ab, so schafften es in die rund dreiviertelstündige Setlist unter anderem "Permanently disfigured", "Killing on adrenaline", "Epidemic of hate", "Praise the lord (Opium for the masses)" und natürlich "Rape your mother/kill your dog", sowie zwei neue Songs vom im Herbst erscheinenden vierten Longplayer der Amis. (E. M. P.)
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SAVATAGE mit Jeff Waters. Was weckten diese vier Worte nicht für Erwartungen in -zigtausenden Metal-Fans? Eine der innovativsten und musikalischten Metal-Bands überhaupt und aushilfsweise wirkt einer der technisch besten Gitarristen und herausragendsten Persönlichkeiten unserer Szene mit - ein Szenario wie aus dem hartmetallischen Märchenbuch. Und dann wurden diese Versprechungen nicht nur eingehalten, sondern meiner Ansicht nach sogar noch übertroffen! Jeff Waters reißte auch hier seine üblichen Grimassen und Faxen, leistete sich darüber hinaus aber keine One-Man-Show, sondern gliederte sich dermaßen gut in die derzeitige SAVA-Besetzung ein, als wäre dies eine über die Jahre live-erprobte Konstellation. Zwei Dinge überraschten aber ganz besonders: Erstens war Waters nicht zum reinen Rhythmus-Klampfer "degradiert", sondern trat ihm Chris Caffery doch so einige Soli ab, die vom kanadischen Guitar-Wizard mit viel Feeling gemeistert wurden; und zweitens habe ich schwierige á capella-Einlagen, wie z.b. bei "Chance" oder "Morphine child", von aufeinander eingespielten SAVA-Stammbesetzungen schon schlechter gehört! Die Setlist? Los gings mit "Commissar", gefolgt von einem echten Zuckerl, nämlich "Of rage and war", mein Lieblingssong von "Gutter ballet". Ansonsten ging man auf Nummer sicher bzw. nahm eine verkürzte Setlist der letzten Tour zur Hand - aber schließlich sind wir auf einem Festival und da sind solch bekannte Bands ja mehr oder weniger genötigt, ihre "Greatest Hits" runterzuspulen, oder? "Wake of Magellan" (natürlich um die Chor-Passage beschnitten, aber wie oft schreibe ich das jetzt schon in einem SAVA-Livebericht...), "Dead winter dead", "Gutter ballet", "Chance", "Handful of rain", "Power of the night" und und und.... Und natürlich als letzte Zugabe das unvermeidliche "Hall of the mountain king". Für mich war schon zu diesem Zeitpunkt klar, daß SAVATAGE mit DER Show ein sehr heißer Anwärter auf die "Band des WOA 2002" sein würden, und das Freitag um 18 Uhr! Ähnlich dürften es übrigens das restliche Publikum gesehen haben, die SAVATAGE mit Begeisterungsstürmen überschütteten. (J. S.)
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Die bisher einmalige Chance, Eric Petersons Black/Death Metal-Band DRAGONLORD livehaftig zu bewundern, nahm ich logischerweise war und so lieferte die aus Kalifornien stammende Combo bei recht annehmbaren Soundverhältnissen eine sehr souveräne Show ab, was bei den mitwirkenden Akteuren auch nicht weiters verwundert. Logischerweise wurde hier fast das gesamte Debütalbum "Rapture" dargeboten, wobei vor allem "Tradition of fire" und "Wolfhunt" zu den absoluten Highlights zählten. (E. M. P.)
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DESTRUCTION ließen absolut nichts anbrennen und befriedigten die Meute vor der Black Stage in der für sie typischen Manier. Eine Stunde Schmier & Co. mit allen ihren Hits - Metaller-Herz, was willst du mehr? Mehr gibts dazu auch nicht zu sagen! (J. S.)
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Ich bin zwar ganz sicher kein PUNGENT STENCH-Kenner (ich gebe hiermit offiziell zu, anno 1989 das "For god your flesh,..."-Vinyl VERSCHENKT zu haben, weil es mir leider überhaupt nicht zusagte...), aber da mir die Bandmitglieder schon seit längerem persönlich bekannt sind und ich wissen wollte, wie sich meine Landsleute im hohen Metal-Norden schlagen würden, begab ich mich bei beginndender Dämmerung vor die Party-Stage. Leider etwas zu spät, denn STENCH hatten schon angefangen und lt. pünktlichen Augenzeugen schon vor 10 Minuten, in denen ich eine kultige Auszieh-Aktion versäumt hatte; Wank, Schirenc & Mausner betraten nämlich die Bühne in Priester-Gewändern, entledigten sich dieser dann, wobei ein sehr spärliches S/M-Outfit zum Vorschein kam, in welchem der restliche Gig absolviert wurde. Und dabei blieben PUNGENT STENCH ihren überraschend zahlreichen Fans (an die 10.000 Leute werdens schon gewesen sein, die sich da vor der Party Stage eingefunden haben) nichts schuldig, denn Hit folgte auf Hit ("Blood, pus & gastric juice", "For god your soul,...", "Viva la muerte" usw.). Im Publikum gings dann auch dementsprechend ausgelassen zu, z.b. fand fast während des gesamten Gigs eine Massenschlacht mit dem gatschbedingt überall ausgelegten Stroh statt. Schirenc gröhlte, schrie und pöbelte das Publikum an ("Du Wixa do untn"), Mausner bewies, daß er sich gut in die Band eingefügt hatte und Wank sorgte hinter den Beiden für den passenden Drum-Arschtritt. In dieser Form kann man der STENCH-Reunion ihre Existenzberechtigung keinesfalls absprechen! (J. S.)
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Auf CANDLEMASS in ihrer besten Besetzung (also mit Messiah Marcolin) hatte ich mich schon ganz besonders gefreut, denn diese Band zählt für mich schon seit meinen Anfängen Mitte der 80er zu den absoluten Metal-Göttern. Und noch dazu hatte ich noch nie zuvor die Gelegenheit, einem Live-Gig beizuwohnen. Um es gleich vorwegzunehmen: Dies war der beste Gig, den ich jemals von einer Band in Wacken gesehen habe! Ich will jetzt sogar behaupten, daß ich soetwas Intensives, Mitreißendes, ja Ergreifendes selten zuvor gesehen habe. CANDLEMASS tauchten Wacken mit ihren majestätischen Songs in ein abgrundtiefes Meer aus Traurigkeit, Depression und Weltschmerz - und rockten gleichzeitig wie die Sau! Besonders Sänger Messiah (natürlich standesgemäß in der legendären Mönchskutte) stand keinen Moment still und bangte, wie wenn der Leibhaftige hinter ihm her wäre. CANDLEMASS stiegen mit "Marche funebre" als Intro und "Dark reflections" in ihren Gig ein und in weiterer Folge reihte sich ein Klassiker an den anderen: "Mirror mirror", "Bewitched", "Dark are the veils of death", "At the gallows end" - aber das Beste hoben sie sich für den Schluß auf. Beim einfach unglaublichen "Samarithan" hatte ich mit Tränen zu kämpfen, das göttliche Riff von "Well of souls" wurde vom Publikum auch noch fünf Minuten nach dem Song(!!!) weitergesungen und dann gaben uns CANDLEMASS mit dem einzigen Stück vom Debut "Epicus, doomicus, metallicus", nämlich der Selbstmordhymne schlechthin (FUCK SENTENCED und all die anderen Pseudos!), "Solitude", vollkommen den Rest. Bemerkenswert übrigens die euphorischen Publikumsreaktionen - diese Band gab es ein gutes Jahrzehnt nicht mehr in dieser Besetzung und die Alben der Schweden stellen ja leider nicht gerade metallisches Allgemeingut dar... Nach dieser Offenbarung war für mich der Wacken-Freitag gelaufen (was sollte DAS bitteschön noch übertreffen?!) und ich begab mich in den Backstage-Bereich, um dort jedem zweiten um den Hals zu fallen und ihm meine Begeisterung über das gerade Erlebte kundzutun. ;-) (J. S.)
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Am Freitag Abend wurde die Resurrection Meute schließlich aufs Backstagezelt losgelassen, wo noch bis in die Morgenstunden ausgiebigst gefeiert wurde. Kaum den Backstage-Bereich betreten, wurde der Lord gleich von Thrash-Queen Sabina Classen entführt (eigentlich woars nur a Bussal... - J. S.), was nicht nur er mit großem Staunen zur Kenntnis nahm. Und im Laufe des abends kam es dann nicht nur zu der einen oder anderen denkwürdigen Aktion. So unterhielt sich der Woria mit MACABRE über Massenmörder ("Wir schreiben einen Song über Elfriede Blauensteiner"), belästigte Peavy Wagner und flüchtete vor 200kg purer Fleischeslust. ;-) Der Lord soff sein Idol Onkel Tom Angelripper mit Bacardi Cola an den Abgrund, bis dieser schließlich resignierend zu später Stunde feststellte, daß er es mit dem "God of Wacken" zu tun haben muß. Desweiteren ließ er sich mehrmals von einem Spielzeugtraktor überrollen und schaffte es schließlich, nicht nur alle Anwesenden, sondern auch sich selbst so dermaßen zu verwirren, daß es ihm schließlich, wie so oft, nicht mehr möglich war, sein Zelt wiederzufinden. Vielleicht lag das auch daran, daß eben dieses Zelt gerade mal 4 Stunden lang stand...?
Und mighty Eugen legte sein Meisterstück ab, indem er ONKEL TOM damit konfrontierte, daß er infantilen deutschen Humor produziert, was dieser nur spärlich kommentierte... ;-) (J. K.)
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Samstag
Samstag morgen schaffte ich es tatsächlich, mich zu früher Morgenstunde zu erheben, um den deutschen True Metal-Teutonen (gibts auch andere Teutonen außer deutsche?! - J. S.) WIZARD beizuwohnen. Mit etwas Verspätung enterten diese schließlich mit viel Schwung und Elan die Bühne, um von Anfang an klarzustellen, was den Fan des "wahren Metalls" hier erwartet. Obwohl die Band von Anfang an mit hartnäckigen und bei Gott nicht zu überhörenden Soundproblemen zu kämpfen hatte, ließen sich die Mannen um Sänger Sven D’Anna den Spaß an der Sache nicht nehmen. Nach mehreren mißglückten Anläufen (z. B. der kurzfristigen Absage letztes Jahr) konnten WIZARD dem Wacken-Publikum endlich beweisen, daß sie weit mehr als eine billige MANOWAR-Kopie darstellen. Und diese Feuertaufe legte die Band mit Bravour ab. Trotz spürbarer Nervosität und dem schwachen Sound (für mich der schwächste Sound des Festivals. Ich denke mal, der Soundmann schlief während der Show noch seinen Rausch vom Vortag aus!) boten WIZARD eine atemberaubende Show. So zündeten sie ein wahres Feuerwerk zu dieser unwirtlichen Stunde. Geniale Songs wie "Iron war", "Hammer, bow, axe & sword" oder "Head of the deceiver" wurden von jeder Menge Pyro-Effekten und von Klischees nur so triefenden Gebärden unterstützt (Blut trinken etc.). Als WIZARD dann zum Ende der Show mit den Hymnen "Bound by metal" und "Defenders of metal" noch einmal so richtig durchstarteten, waren viele der Fans kaum mehr zu halten und die Band wurde gebührend gefeiert. Für mich war dieser geniale Gig auf jeden Fall einer der kultigsten Auftritte des Festivals. Und eine Band wie WIAZRD gehört einfach auf das WOA! Jetzt wünsche ich mir MAJESTY fürs nächste Jahr! ;-) (J. K.)
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Die wiedererstarkten VICIOUS RUMORS (siehe letzte Tour mit SAVATAGE) durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Und so wurde ich - der trotz eines vom Restalkohol verschuldeten Verlaufers (ich wunderte mich eine Viertelstunde lang vor der Party Stage, seit wann für eine VICIOUS RUMORS-Show ein ein Keyboard auf der Bühne aufgebaut wird...) - Zeuge einer erwartungsgemäß tollen Dreiviertelstunde feinsten US Metals, dargeboten von einer sichtlich motivierten und tatendurstigen Band rund um "The man" Geoff Thorpe. Auch VICIOUS RUMORS ließen sich nicht lumpen und gaben einen Klasiker nach dem anderen zum Besten. "Digital dictator", "Down to the temple", "You only live twice", "Abandoned", "Don´t wait for me" und wie sie alle heißen... Hach, das ist immer wieder schön! (J. S.)
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MACABRE stellten für mich am Samstag trotz Soundwidrigkeiten, die mit einem Mißverständnis mit MEZARKABUL zu tun hatten, die kurz vor dem Linecheck der aus Chicago stammenden Murder Metal-Pioniere die Bühne enterten, um eben jenen durchzuführen, da ihnen offensichtlich nicht mitgeteilt wurde, daß sie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden, einen der Höhepunkte des Festivals dar. Leider litt der Sound von MACABRE im Endeffekt darunter, was allerdings im Großen und Ganzen der Sache keinen Abbruch tat. So wurde gleich zu Beginn mit "Zodiac" in die Vollen gegriffen, ehe man als zweiten Song gleich mal einen Vorabtrack vom für Anfang nächsten Jahres erwarteten "Murder Metal"-Album den rund fünftausend vor der Bühne eingefundenen Fans präsentierte. "Albert Fish was worth than any fish in the sea" folgte prompt, bevor der erste Abstecher zum "Dahmer"-Album mit "Hitchhicker" gewagt wurde. "The acid bath vampire" war dann ebenfalls ein neuer Song, der wahrlich großes vom nächsten Output erwarten läßt. Weiter gings dann mit "Exposure", dem weiteren neuen Song "Dying to be with you", ehe ein mir bisher nicht bekannter Song vom seit Ewigkeiten vergriffenen Debütalbum "Grim reality" folgte. Mit "Vampire of Düsseldorf" erreichte die Stimmung trotz der nach wie vor eher schlechten Soundqualität den absoluten Höhepunkt. Danach verschwanden MACABRE erstmal von der Bühne, um der nach wie vor vor der Bühne befindliche Meute mit "Scrab a dub dub" noch eine Zugabe zum Besten zu geben. Mich mich stellte dieser Gig trotz der bereits erwähnten Soundwidrigkeiten einen der Höhepunkte dieses WOA dar. (E. M. P.)
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Sorry, aber NUCLEAR ASSAULT waren für mich eine Enttäuschung. In den 80ern/Anfang der 90er hatte ich ja sowas wie ein Faible für die vier amerikanischen Chaoten, aber was sie hier auf der True Metal Stage boten, war für meine Begriffe schwach. Eine Stunde lang langweilten sie mich mit einer sehr bewegungsarmen Show (Dan Lilker wurde anscheinend vertraglich als "Rechtsaußen" verpflichtet, denn er verbrachte den ganzen Gig wie zur Salzsäule erstarrt am ganz rechten Bühnenrand) und sehr besch...eidenen Soundverhältnissen. Nein danke! (J. S.)
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Auf FALCONER hatte ich mich eigentlich schon die ganze Zeit gefreut, aber aufgrund des sehr schwülen Wetters, akutem Schlafentzugs und übertriebenen Alkoholkonsums mußte ich nach vier, fünf Songs w.o. geben. Die paar Stücke, unter denen sich "Heresy in disguise", "For life and liberty" und das abgefeierte "A quest for the crown", wobei vor allem Sänger Mathias Blad zu begeistern wußte, der die Songs haargenau wie auf Tonträger zum Besten gab. Und auch FALCONER-Mastermind Stefan Weinerhall war sichtlich der Spaß bei der Sache anzusehen und so konnte er sich, zumindest über den gesamten Zeitraum in dem ich die Schweden bewundern durfte, ein breites Grinsen nicht verkneifen. (E. M. P.)
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Über die Bay Area-Legende EXODUS noch viele Worte zu verlieren, ist eigentlich unnötig. So war es auch klar, daß hier eine "Best Of"-Setlist geboten werden würde, wobei allerdings zur Überraschung der meisten Anwesenden sogar zwei neue Tracks gespielt wurden. Der Sound war etwas sehr baßlastig geraten und so waren die Soli des herausragenden Gitarristen-Duos Gary Holt und Rick Hunolt nur spärlich zu hören, dafür kamen Songs wie "Bonded by blood", "Pleasures of the flesh", "Seeds of hate" und "Deliver us to evil" bauchiger rüber, wobei mir in der Endabrechnung ein transparenter Sound lieber gewesen wäre. Stimmungsmäßig ging übrigens ziemlich die Post ab und so war der Bereich vor der True Metal Stage mehr als nur gut gefüllt. (E. M. P.)
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HYPOCRISY sind live sowieso immer eine Macht. Am Anfang platzierten die Schweden an diesem späten Nachmittag übrigens das Intro "The gathering", das wie jeder Fan der Band weiß, nur eins bedeuten kann, nämlich die Bandhymne "Roswell 47". Danach wurde auch gleich etwas für die Old School-Fraktion unter den Fans getan, indem man eine etwas abgespeckte Version von "Pleasure of molestation" zum Besten gab, das fließend in "Osculum obscenum" überging. Mit diesen drei Classics zu Beginn war schon klar, daß HYPOCRISY schon gewonnen hatten, aber alles schön der Reihe nach. Ähnlich wie bei den zwei vorangegangenen Songs wurde auch ein Quasi-Medly aus "Apocalypse" und "The fourth dimension" geboten, ehe man mit "Fire in the sky" das erste neuere Stück präsentierte. Jetzt wurde es Zeit für einen Abstecher zum neuen Machwerk "Catch 22", das man zunächst einmal mit dessen Opener "Don’t judge me" und "A public puppet" gefeatured wurde. Mit "Buried" kehrten die Mannen um Peter Tägtgren zum "Abducted"-Output zurück, ehe mit "Left to rot" der einzige Kracher des Debütalbums seinen Weg in die Setlist fand. Mit "Destroyed" kehrte man dann noch einmal zum aktuellen Album zurück, bevor der reguläre Set mit "The final chapter" stilvoll beendet wurde. Nach den überwältigenden Zugabenrufen kamen HYPOCRISY nochmal auf die Bühne, um mit "Fractured millennium" diese Show endgültig zu beenden, dabei forderte Meister Tägtgren die Meute auf: "Wacken, scream for me!!! Now I scream for you" und ließ einen seiner unnachahmlichen, markerschütternden Schreie los. Was bleibt zum Abschluß noch viel zu schreiben, abgesehen von den Songs, die mir in der Setlist fehlten, ein nahezu perfekter Auftritt mit Bombenstimmung. (E. M. P.)
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CANNIBAL CORPSE sind und bleiben zwar alte Bekannte, aber ein Gig der Floridianer ist immer wieder ein Leckerbissen, sei es in technischer oder aber auch in optischer Hinsicht. Stiernacken George "Corpsegrinder" Fisher darf nach dieser Show wieder mal eindeutig den Titel "most headbanging man" für sich in Anspruch nehmen. Dazu kommt eine für Österreicher nicht uninteressante Tatsache: Durch die deutsche Zensur sind CORPSE dazu gezwungen, ihre Setlist hierzulande etwas umzustellen, was doch ein deutliches Mehr an Abwechslung gegenüber dem schön langsam abgenützten ewigen "Hammer smashed face"-Gedudel bedeutet. (J. S.)
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MÖRK GRYNING wollte ich mir eigentlich von Beginn an geben, allerdings hatten die Schweden den Nachteil, daß sie auf der Zeltbühne spielten und in eben jenem Zelt war es, ähnlich wie letztes Jahr, wieder unerträglich: Sauheiß, stickig und der Gestank der Ausdünstungen von mehreren hundert Zuschauer, und das nach zwei Tagen - grauenhaft. Allerdings sollte dies der sehr gelungenen Show von MÖRK GRYNING ihrerseits keinen Abbruch tun. Bei recht gutem Sound, bei dem der einzige Kritikpunkt vielleicht die eine Spur zu lauten Bassdrums waren, legte die Band um Draakh Kimera und Jonas Bernd den Schwerpunkt der Setlist auf das neue, überragende Opus "Maelstrom chaos", von dem es unter anderem der Titeltrack, "Ont blod" und "Forever unhallowed preponderance" zu Liveehren schafften. Aber auch ältere Kracher, es seien hier nur einmal "Unleash the beast" und "Supreme hatred" genannt, wurden von den live zum Quintett angewachsenen Schweden nahezu perfekt dargeboten. Für mich stellten jedenfalls MÖRK GRYNING einen der Höhepunkte des diesjährigen WOA dar. (E. M. P.)
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Als die Thrash-Götter KREATOR zu später Stunde zum Angriff bliesen, standen wahrlich alle Zeichen auf Sturm! Und dieses Brett, das KREATOR auf die Zuschauermassen losließen, braucht normalerweise nicht mehr weiter kommentiert zu werden. Spätestens seit dem genialen 2001er-Output "Violent revolution" sind KREATOR wieder genau dort, wo sie hingehören. An der absoluten Spitze des Thrash Metal. Und solange Mastermind Mille und seine Mannen solche Gigs abliefern, werden sie sich von dort auch nicht wieder verabschieden. Die ganze Band strotzte nur so vor Spielfreude, und der extrem gute Sound (vor allem für Wacken-Verhältnisse) spornte nicht nur die Band zu Höchstleistungen an. Mit Granaten wie "Servant in heaven, king in hell" oder "Violent revolution" vom aktuellen Album, sowie Klassiker a là "Extreme aggressions", "Flag of hate" oder "Pleasure to kill", um nur einen Auszug zu nennen, brachten sie die Fans zur Ekstase. Kollektives Auszucken war angesagt. Während des gesamten Gigs kam nicht ein Moment des Zweifels auf, daß dieser Auftritt nicht zu einem grandiosen Triumphzug werden könnte. Nach diesem göttlich genialen Gastspiel auf Erden fragt sich eigentlich nur noch, wie sich diese Band noch steigern kann... (J. K.)
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Eine wirklich sehr beträchtliche Anzahl an Hartgesottenen hatte sich eingefunden, um den Death Metal-Veteranen UNLEASHED beizuwohnen. Nachdem es ja doch einige Zeit ruhig um UNLEASHED geworden war, melden sie sich nun mit einem mehr als kräftigen Lebenszeichen wieder zurück. Der Auftritt der Schweden stellte an diesem Abend wirklich den optimalen Kontrast zu Deutschlands liebsten Tolkien-Rittern BLIND GUARDIAN dar, die zeitgleich ihren Headliner-Gig abspulten. Leider wirkte es sich gerade bei diesem Gig wieder einmal sehr ungut aus, daß in jeder Pause ständig der Sound von der Hauptbühne zu hören war und man auf der einen Seite sowieso ständig ein Soundgemisch ertragen mußte. :-( Doch der Großteil der Fans ließ sich davon nicht beeindrucken und feierte die wirklich routiniert und präzise agierende Band mächtig ab. Die Fans fraßen Bandkopf Johnny regelrecht aus den Händen. Egal ob Nummern der neuen Scheibe oder ältere Songs der Band-Meilensteine "Victory" und "Warrior", die Stimmung war stets am Siedepunkt und drohte bei Hymnen wie zum Beispiel "War machine" oder "Death metal victory" fast überzukochen. Das Resümee dieses Gigs kann nur lauten: "Die Schlacht ist gewonnen, doch der Krieg geht weiter!" (J. K.)
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Das Black Metal-Aushängeschild IMMORTAL musste dieses Jahr leider zu recht früher Stunde auf die Black Stage, was natürlich zur Folge hatte, daß sie stets gegen die so gar nicht zu ihrer Musik passenden Sonne anzukämpfen hatten. So war es IMMORTAL an diesem Tag leider nicht möglich, ihre volle Stärke auszuspielen und gewohnt düstere, bedrohliche Stimmung aufkommen zu lassen. Nichtsdestotrotz boten Abbath und Co. eine wirklich starke Leistung. Gewohnt sicher und abgebrüht spulten IMMORTAL ihr Programm herunter und vor allem bei den Songs der aktuellen Scheibe "Sons of northern darkness" gelang es dem Trio zumindest ansatzweise, den strahlenden Sonnenschein vergessen zu machen. "One by one" und vor allem "Tyrants" erzeugen live ein derartiges Soundgewitter, daß selbst Bandklassiker wie "Battles in the north" es schwer hatten, dagegen zu bestehen. Auch IMMORTAL durften sich glücklich schätzen und profitierten im Gegensatz zu vielen anderen Bands von einem wirklich guten, glasklaren Sound. Doch um wirklich beeindrucken zu können, haperte es für IMMORTAL an diesem Tag einfach an den äußeren Bedingungen. Ihre Musik ist eben nicht für Sonnenschein und Hitze geschaffen... (J. K.)
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Nachdem der obligatorische Onkel Tom-Abschlußgig im letzten Jahr aufgrund der SODOM-Performance ins Wasser gefallen ist, durften sich in diesem Jahr wieder alle Freunde des gepflegten Saufliedes, fast schon traditionsgemäß, mit ihrem Idol Onkel Tom ins finale Koma befördern. Was muß ich über einen Gig des Meisters noch groß sagen. Zusammen mit der hartgesottensten Trinker-Gemeinde des Festivals ließ man die Woche ausklingen und gab dabei Gassenhauer wie "Schon wieder eine Seele vom Alkohol gerettet", "Es gibt kein Bier auf Hawaii", "Prost, Prost Kameraden" etc. zum besten. Trotz tagelanger Anstrengungen gelang es mir leider nicht, Herrn "Das ist infantiler deutscher Humor" Eugen mit vor die Bühne zu zerren, um endlich einmal dem wahren Kulturgut zu frönen. ;-) Wie jedes Jahr bereitete Onkel Tom zusammen mit gut 50 Fans, die sich auf der Bühne austoben durften, und mehreren tausend vor der Bühne einen würdigen Abschluß. Und ich kann nur hoffen, daß diese Institution beibehalten wird und auch in Zukunft der "letzte Tanz" nur einem Mann zugesprochen wird! (J. K.)
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Abschließend bleibt zu sagen, daß dieses WOA für mich (und mit der Meinung stehe ich nicht alleine!) das bisher beste war, das ich miterleben durfte, und mittlerweile war dies auch schon mein viertes. In diversen Magazinen - allen voran das Rock Hard - wurden ja krasse Organisationsmängel etc. kolportiert, was ich und das restliche Resurrection-Team aber in keinster Weise nachvollziehen können. Von dutzenden Verschiebungen, Security-Ausschreitungen und und und haben wir für unseren Teil nichts mitbekommen - manchmal fragen wir uns, ob diese Leute wirklich am selben Festival waren... (J. S.)
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