10 FOLD B-LOW - "Low tuned output"
Locomotive/NSM
PRO: Enorme Grooves, fetter Sound und kompakte Songs. CONTRA: verbesserungswürdiger cleaner Gesang, zu simple Riffs, zu wenig Abwechslung. So läßt sich der "Low tuned output" von 10 FOLD B-LOW kurz zusammenfassen. Mit einem Spagat zwischen Nu Metal a´ la KORN, den Grooves von SOULFLY und der Simplizität SIX FEET UNDERs schaffen die Deutschen zwar einen durchaus ausbaufähigen Stil, der ihnen gar nicht schlecht steht, können mich aber trotzdem nur halb überzeugen. Zu 08/15 sind die Riffs, die das Klanggebilde des Fünfers dominieren. Nach einem gräßlichen Intro, welches gut beginnt, dann aber über 3 Minuten dermaßen dahin gezogen wird, daß man entnervt die Skip-Taste drückt, legen 10 FOLD B-LOW erst mal brachial los, um nach drei Nummern dann vermehrt Nu Metal-Elemente einzubauen. Dabei gelingt ihnen die Kombination aus extremeren Parts und KORNschen Psychedelic-Riffs nur begrenzt. Vor allem die cleanen Gesangselemente von Shouter Thomas trüben das Bild merklich. Auch wirkt das Timing der Band in den ruhigeren Tracks etwas unsicher, sodaß dem Hörer die Songs holprig erscheinen. 10 FOLD B-LOW sollten am Zusammenspiel und an der Technik üben, denn ein paar Gitarreneffekte und kellergestimmte Gitarren machen noch keine Metal-Band aus. Wenn sich dann noch ein paar wirkliche Nackenbrecher in den Songs der Band finden würden, würden die Deutschen dem Track "Break your neck" auch gerecht werden. So bleibt leider nur ein mäßiger Release, den ich weder Nu Metal-Freaks noch Fans der härteren Gangart empfehlen kann. Groove allein ist eben nicht alles!
C. M.