AMON AMARTH - "Fate of Norns"
Metal Blade/NSM
Auf ihren mittlerweile fünften Longplayer frönen die Schweden nach wie vor ihren ureigenen Stil, was einerseits die Unbeirrbarkeit der Band um Fronthühne Johan Hegg unter Beweis stellt, andererseits aber mittlerweile auch schon zu einem gewissen Grad Abnützungserscheinungen zutage treten läßt. Waren die ersten beiden Alben "Once sent from the golden hall" und "Avenger" wirklich herausragend, so konnten die beiden darauffolgenden Werke "The crusher" und "Versus the world" nicht mehr dermaßen überzeugen. Mit dem aktuellen Output "Fate of Norns" vermögen es AMON AMARTH leider auch nicht so recht, sich in musikalischer Hinsicht zu befreien, da das Material viel zu sehr den beiden Vorgängern ähnelt, was einerseits für Kontinuität steht, andererseits aber auch auf Dauer etwas fad wird. Nicht, daß ich jetzt falsch verstanden werde, "Fate of Norns" ist an und für sich schon ein gutes und solides Album, nur kommt es mir ein wenig so vor, als ob hier schon ein wenig Stagnation vorherrscht. Fans der letzten beiden Werke werden auch den aktuellen Rundling lieben, da bin ich mir sicher, die Songs sind auch alles andere als schlecht, nur eben bei weitem nicht mehr so zwingend, wie auf den von mir bereits angesprochenen ersten beiden Releases der Schweden. Mir fehlen einfach ein wenig die wirklich herausragenden Songs á la "Victorious march", "The dragons flight across the sea", "God, his son and holy whore" oder "Bleed for ancient gods". Und auch die Produktion der neuen Scheibe ist nicht gerade der Weisheit letzter Schluß, sie mutet doch ein wenig zu roh an, es kann natürlich aber auch sein, daß es sich bei der Promo lediglich nur um einen Rough Mix handelt. Wie gesagt, "Fate of norns" ist ein durchwegs gefälliges Album, ohne aber wirklich an die Glanzleistungen der Band anschließen zu können.
E. M. P.