BLAZE - "Blood & belief"
SPV/edel
Es war im Jahr 2000, als sich BLAZE Bailey vom Fluch der Eisernen Jungfrau befreite und mit einer Auferstehung namens "Silicon messiah" zahlreichen Kritikern (darunter auch mir) das Lästermaul stopfte. Die grandiosen Power-Riffs von Steve Wray und John Slater bildeten den idealen Hintergrund für BLAZEs Stimme, die bei IRON MAIDEN von vielen nicht einmal geduldet wurde. Es folgte mit "Tenth dimension" ein etwas schwächeres Nachfolgewerk, ehe der mittlerweile 41-jährige Bailey mit "Blood & belief" nun zum dritten Schlag ausholt. Dieses besinnt sich einerseits wieder auf alte Stärken: "Ten seconds" (im eiligen Uptempo) oder auch der Titeltrack (einmal kraftvoll rockend, dann wieder nachdenklich-episch) hätten auch auf "Silicon messiah" eine gute Figur gemacht. Auf der anderen Seite wagt BLAZE aber bisweilen auch Ausflüge in ungewohnt melancholische und düstere Gefilde. So erinnert der Anfang von "Life and death" stellenweise frappierend an jene gar noch nicht soooo ferne Zeit, als man PARADISE LOST noch getrost als "Metal-Band" bezeichnen durfte. ): "Regret" schlägt in seinem grandiosen Refrain in die gleiche Kerbe, sorgt aber mit lässig-positiven Harmonien für den nötigen Ausgleich. Trotz dieser Formulierung möchte ich aber nicht missverstanden werden: "Blood & belief" ist alles andere als ein Unentschieden, sondern ein Sieg auf der ganzen Linie!
Believe in BLAZE! - P. Z.