 |
|
Die Norweger verfolgen auf "Epic" den Weg weiter, den sie mit dem Vorgänger-Album "Empiricism" bereits eingeschlagen haben. Vielschichtige avantgardistische Soundkollagen (teilweise sogar im 70er-Retro-Style) treffen auf Black Metal-Gewitter und Vintersorgs Viking-Gesang. Bassist Tyr und der zweite Gitarrist Jens F. Ryland sind diesmal nicht mehr mit dabei. Den Bass hat Schlagzeuger Asgeir Mickelson gleich auch noch (absolut gut) miteingespielt. Generell agieren die Mannen rund um Gitarrist und Mastermind Oystein G. Brun auch hier wieder durchgehend auf hohem musikalischen Niveau. "Epic" ist aber dennoch keine Scheibe zum Nebenherhören, sondern verlangt vollste Aufmerksamkeit. Sonst kann die Musik sehr anstrengend sein. Es sind in dem Sinne auch keine "Hits" drauf, die "Metal-Discos" zum Beben bringen könnten. Gute Hooklines und ausgefeilte Melodie-Elemente kann man erst durch mehrmaliges Anhören finden und verstehen. Leider werden diese teilweise wirklich großartigen Momente oft durch die Vielschichtigkeit wieder zerstört und es bleibt irgendwie nichts hängen. Schade. Kompakteres Songwriting und vielleicht etwas weniger Experimente und "Epic" wäre ein super Album. Schade drum. Anspieltips: Das Elite-Instrumental "The weight of the wind" und die beiden etwas kommerzielleren Nummern "Relate (Dialogue)" (mit kultigen "Hu!-Ha!"-Shouts) bzw. "Circled".
|
 |
Bei aller musikalischer Reife dennoch etwas zu "sophisticated" und anstrengend. Total unkommerziell ;-)) - R. S.
|
|