EUROPE - "Start from the dark"
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Jetzt sind sie also wieder da, die alten Helden aus meiner Kindheit. Und wahrlich, ich sage euch: EUROPE haben es sich - und damit auch den potenziellen Käufern dieser Scheibe - nicht leicht gemacht! Vieles kommt einem beim ersten Durchlauf von "Start from the dark" fremd vor: Der ruppig-erdige Gitarrensound von John Norum, die leicht veränderte Stimmlage von Joey Tempest (auch wenn er nach wie vor genial singt) - und wo zum Teufel sind überhaupt Mic Michaelis Keyboards geblieben? Die wurden nämlich bis auf ein Piano-Intro von Producer Kevin Elson (jawohl, genau der gleiche wie dazumal bei "The final countdown"!) bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund gedrängt! Doch glaubt mir: Nach ein paar Durchläufen gewöhnt man sich an das neue Klangbild der alten Schweden. Und dann erst erschließen sich auch die einzelnen Songs erst so richtig! Dies gilt jedoch nicht für "Reason" und "Song no. 12": So eine Alternative/Nu Metal-Gülle braucht von EUROPE kein Mensch. Auch die beiden Balladen "Roll with you" und "Settle for love" sind äußerst bieder ausgefallen: Kein Vergleich zu "Dreamer", "Coast to coast" oder gar "Carrie"! Damit hat sichs aber auch schon wieder mit dem Gemecker! Denn das restliche Material ist gut zwischen der glorreichen EUROPE-Tradition und der 2004er-Moderne ausbalanciert, was man vielleicht am besten bei "Spirit of the underdog" merkt. Höhepunkte auf "Start from the dark" sind jedoch eindeutig die Halbballade "Hero" (würdiger Nachfolger von "Prisoners in paradise") und die exzellent-heftige Gute Laune-Nummer "Sucker".
EUROPE haben sich einen Neustart verdient: Helft ihnen aus dem Dunkel! - P. Z.