FROM THE INSIDE - "Same"
Frontiers/NSM
Auf bewährte Komponenten greifen Frontiers Records mit ihrem neuesten Projekt FROM THE INSIDE zurück. Man nehme Hausproduzent Fabrizio Grossi (samt Hausband) und stelle ihm einen AOR-Hero an die Seite. So geschehen bereits mit VERTIGO (Joseph Williams) und OVER THE EDGE (Mickey Thomas) und nun fortgesetzt mit Danny Vaughn, Ex-Sänger der 80er-Kombo WAYSTED und später von TYKETTO, eine der unterbewertetsten, radio-freundlichsten Melodic Rock-Bands der frühen 90er, deren ersten beiden Alben mit Vaughn am Mikro eigentlich viel erfolgreicher sein hätten müssen. Jedenfalls beginnt das Debutalbum von FROM THE INSIDE mit "Nothing at all" sehr melodisch und man merkt gleich, daß Vaughn nach wie vor ein Sänger der Superlative ist. "Suddenly" (von Desmond Child) kommt dann zuerst ein wenig rockiger rüber, der Refrain frißt sich mit seinen schmalzigen Hooks allerdings wieder richtig in die Gehörgänge und auch das folgende "Fight for love" (AOR in Reinkultur) kann sich echt hören lassen. Die Keyboards sind manchesmal vom Sound her zu prägnant und fallen stellenweise zu sehr ins Gewicht. Bei "Damn" brilliert Danny wieder mit seiner Stimme, "Stop" und "Always" sind weitere Favoriten, und mit "Is anybody watching me?" gibts dann die obligatorische Mega-Ballade. Außerdem soll ein Video-Clip von "Nothing at all" und ein Video-Interview als Bonus auf den Silberling gepreßt werden, davon ist auf der Vorab-Promo aber leider nichts zu finden. Trotz großartiger Scheibe können doch insgesamt nicht alle Songs samt Produktion restlos überzeugen, und man darf ungeniert dem alten TYKETTO-Material nachtrauern.
M. L.