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Komisch, beim ersten mal Einlegen und Reinhören hat mich die Scheibe nicht wirklich vom Hocker gehaut - keine Ahnung warum. Nach und nach kam dann aber doch das gewisse Etwas und mittlerweile bin ich so recht glücklich mit "United States of Blöedsinn". Ich will jetzt damit nicht sagen, daß J.B.O. auf einmal einen subtilen Humor entwickelt haben, den man erst bei mehrmaligem Hinhören versteht (wer hätte sich das denn erwartet ;-) oder man den Witz zwischen den Zeilen suchen muß (nein, der ist auch so bemerkbar), aber jedenfalls hat die Scheibe einen Reifungsprozeß in meinem CD-Player vollzogen. Aber auch die Band selbst scheint einen gewissen Reifungsprozeß mitgemacht zu haben, was sich vor allem am Sound bemerkbar macht. Die Produktion, die in Eigenregie durchgeführt wurde, klingt sehr kompakt und kommt vor allem bei den härter angelegten Songs druckvoll rüber. Einen anderen Reifungsprozeß, den die Band auf diesem Album mit ihrem ersten englischen Song ("The kickers of ass") anscheinend einleiten möchte, nämlich den in Richtung internationaler zu werden zu wollen, sollte meiner Meinung nach nochmals gut überlegt werden. Für mich verliert die Gruppe durch englische Texte sehr an Profil und das sollte nicht sein. Sonst ist von Gröhlnummern über groovige und melodiöse Songs bis zur obligatorischen Mitsing-Hymne alles dabei, was für ein abwechslungsreiches Album sorgt. Und das alles wird natürlich mit dem gewohnten rosaroten Humor aufgepeppt. Meine Lieblingsnummer des Albums ist auch die mit dem gelungensten Titel: "Das vokuhilische Pendel" (wurde von unserem Resurrection-Chef Jürgen schon zum Songtitel des Jahres gekürt). Insgesamt also wieder eine gelungene Veröffentlichung vom J.B.O., die nach gewissen Anlaufschwierigkeiten (bei mir jedenfalls) doch noch richtig durchstartete.
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Eine rosarote Huldigung an das vokuhilische Pendel - A. D.
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