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"Wie wärs, wer gründet mit mir eine Band? Wie nennen wir uns: Krawattens, Hemdens, Manschettens, Fliegens?" fragte Jürgen, als er uns diese Scheibe anpries. Nun, wie wärs mit "Pants`n’Hoses"? (-; Bis es aber so weit ist, müssen wir in Sachen metallische Bekleidung einstweilen noch mit den KRAGENS vorliebnehmen. Die kommen aus Frankreich und bewegen sich mit "Dying in a desert" irgendwo im Graubereich zwischen Power- und Thrash Metal. Irgendwie erinnert mich das Quintett dabei desöfteren an eine nicht ganz so düstere Version der Underground-Heroes EIDOLON: Wie die Kanadier pendeln auch KRAGENS oft geschickt zwischen atmosphärischen, mit Keyboards unterlegten Parts und der brutalen Thrash-Keule. Darüber hinaus sind gleich zwei Sänger am Werk, die das gesamte Vokal-Spektrum vom aggressiven, fast schon todesmetallischen Gegrowle bis zum hohen Halford-Schrei abdecken. Aus diesen Zutaten haben KRAGENS vor allem im ersten Teil von "Dying in a desert" einige vorzügliche Songs geschneidert: Allen voran den schnellen Titeltrack sowie die beiden Midtempo-Stampfer "Satan the killer" und "Carnivore ritual". Bleibt nur noch die Frage, wieso gegen Ende hin mit "Road warrior" und "World made of heroes" zwei billige Teutonenspeed-Tracks hineingerutscht sind? Zwar bügeln KRAGENS mit dem abschließenden "Destroyin’ the temple" diesen Fehler wieder aus, das nächste Mal sollten sie sich solche Experimente aber sparen. Das gleiche gilt für die Band-Hymne "Kragens", die doch glatt mit einem "deutschen" Text versehen ist. Kostproben gefällig? Bitte sehr: "Ein Krieg - ein Rohling - eine Träne - die Macht" (hat wohl der CD-Brenner gesponnen, was?) und vor allem "Ritter von Metall - wir sind die Meister - ein Shock Kommando - die Kraft der Tod" (KULT - J. S.): Klingt doch verdächtig nach J.B.O.’s "Verteidiger des Blödsinns", oder?
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KRAGENS haben Talent, müssen ihre Stärken aber noch besser bündeln - P. Z.
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